Huawei Fit
Huawei Fit, Größe L - Schwarz
109,99 125,00 

Huawei Fit

Größe S,Schwarz
Größe S,Orange/Silber
Größe L,Blau/Silber
Größe L,Schwarz
gewählte Farbe: Größe L,Schwarz

Als All-in-One-Wearable bezeichnet der Hersteller selbst die Huawei Fit. Hier hat das Unternehmen aus China nicht etwa eine weitere Smartwatch mit Android Wear hervorgebracht, sondern dem sehr fitnessorientierten Gerät eine proprietäre Software verpasst. Diese leistet eine Reihe an Sportfunktionen wie beispielsweise das Zählen der Schritte, eine Herzfrequenzmessung, eine automatische Aktivitätserkennung oder ein Schlaftracking und at zudem noch spezielle Modi für Läufer parat. Die Huawei Fit ist das Zwillingsmodell der Watch S1 des Tochterunternehmens Honor. Sie ist für den US-amerikanischen und den deutschen Markt vorgesehen und wurde Anfang November 2016 präsentiert.

Produktbeschreibung

Huawei Fit Produktbeschreibung

Die Huawei Fit ist keine klassische Smartwatch und damit nicht etwa ein Nachfolger der Huawei Watch. Vielmehr hat das Unternehmen aus China hier einen Begleiter fürs Handgelenk konzipiert, welcher sich vorrangig auf sportliche Aktivitäten konzentriert, wasserdicht ist und typische Funktionen eines Fitness Trackers erfüllt. Huawei selbst stellt das Gerät als ein All-in-One-Wearable vor. Sowohl vom Design als auch von den Eigenschaften gleicht es der Watch S1 des Tochterunternehmens Honor. Dabei ist die Huawei Fit das Produkt, welches für die USA und den europäischen Markt bestimmt ist, während das Zwillingsmodell dem asiatischen Raum vorbehalten ist. Ein Schrittzähler, eine Herzfrequenzmessung, spezielle Trainings-Modi für Läufer sowie eine automatische Aktivitätserkennung und die Benachrichtigungsfunktionen in Verbindung mit dem Smartphone vervollständigen den Funktionsumfang der Huawei Fit.

Das Design der Huawei Fit: Moderner Minimalismus

Die Huawei Fit besitzt ein rundes, sogenanntes E-Ink-Display. Dieses stellt zwar die Daten lediglich schwarz-weiß dar, kann dafür aber besonders energiesparend arbeiten. Der Durchmesser beträgt dabei 1,04 Zoll und der Bildschirm löst mit 208 x 208 Pixeln auf. Bedient wird dieser ganz typisch per Fingerberührung. Das Gehäuse der Huawei Fit besteht aus Aluminium, was ein geringes Gewicht von nicht einmal 35 Gramm für dieses sehr schlank gestaltete Wearable gewährleistet. Der Durchmesser des Gehäuses liegt bei 39,4 Millimetern, wodurch der Assistent am Handgelenk alles andere als klobig erscheint oder gar stören kann und dementsprechend ideal für sportliche Aktivität geeignet ist. Es lassen sich 18- und 20-Millimeter-Armbänder in die Huawei Fit einlegen. Deren Material ist Silikon, welches für ein weiches Tragegefühl und einen angenehmen Komfort sorgt. Die Bänder lassen sich laut Herstelleraussagen auf Wunsch ganz simpel austauschen.

Huawei Fit Schwarz und Blau Rückansicht Pulsmesser
Die Huawei Fit ist zudem mit einer IP68-Zertifizierung versehen, was bedeutet, dass ihr sowohl Staub als auch Wasser nichts anhaben können. Dementsprechend darf der Nutzer das Gerät auch völlig bedenkenlos beim Schwimmen tragen. Ferner ist es das erste Wearable, welches eine Zertifizierung des TÜV-WT (Wearable Technology Group AG) erhalten hat. Angeboten wird die Huawei Fit in den Farben Moonlight Silver mit einem orangenem Sportband und in Titanium Grey inklusive eines schwarzen Sportbandes.

Sportlicher Allrounder mit Extras für Läufer

Ihrer sportlichen Bestimmung wird die Huawei Fit in mehrerlei Hinsicht gerecht. Sie unterstützt eine ganze Reihe an Aktivitäten, zu denen unter anderem das Laufen, Walking, Radfahren, Einheiten auf dem Laufband und das Schwimmen gehören. Der kleine Coach am Handgelenk erkennt dabei die Aktivität selbstständig und sammelt dann die entsprechenden Daten für das Workout. Hier sind unter anderem die zurückgelegte Distanz, der Kalorienverbrauch, die bisherige Zeit in Bewegung sowie die Fettverbrennung aufzuzählen.

Besonders für Läufer dürfte die Palette an entsprechenden Programmen interessant sein. Diese sind speziell auf die Leistungsfähigkeit des Einzelnen abgestimmt und berücksichtigen dessen Trainingsziele sowie die Kondition. Zur Auswahl stehen dabei verschiedene Tourenlängen von fünf oder zehn Kilometern sowie Halbmarathons und komplette Marathons. Nach dem Ende des Trainings verrät die Huawei Fit alle wichtigen Daten. Hierbei sind nicht nur die zurückgelegte Streckenlänge, die dafür benötigte Zeit und die Schrittzahl zu nennen, sondern auch die maximale Sauerstoffaufnahme, die Erholungszeit sowie die Gesamteinschätzung des Trainings.

Das Training liegt der Huawei Fit am Herzen

Was ebenfalls nicht fehlt, ist die jeweilige Herzfrequenz. Der Nutzer der Huawei Fit hat dabei die Möglichkeit, zu einem gewünschten Zeitpunkt, automatisch bei sportlicher Betätigung oder permanent 24 Stunden am Tag messen zu lassen. Huawei verspricht hier eine besonders detaillierte Arbeitsweise des Trackers.

Das Training kann die Huawei Fit mit einer Unterteilung in fünf verschiedene Herzfrequenzzonen aufwerten. Je nachdem, welches Ziel der Athlet mit seinen Übungseinheiten verfolgt, gibt ihm die Huawei Fit hierbei Orientierung. Dafür stehen die Zonen Aufwärmen, Fettverbrennung, aerobe Ausdauer, anaerobe Ausdauer sowie die maximale Anstrengung bereit. Im Vorfeld seiner Aktivität gibt der Nutzer an, in welchem dieser Bereiche er sich bewegen möchte. Verlässt er diesen anschließend, indem seine Herzfrequenz nicht mit der gewünschten übereinstimmt, macht ihn die Huawei Fit mit einem Vibrationsalarm darauf aufmerksam.

Anschließend besteht die Option, die Herzfrequenzkurve auszuwerten. Dort sind dann auch wichtige Daten wie die minimale und die maximale Herzfrequenz einsehbar und die Frequenz in den Ruhezeiten. Selbst eine langfristige Auswertung dieser Daten und damit die Analyse der Trainings- und Leistungsentwicklung sind auf diesem Wege möglich. Ebenfalls detailliert auswerten lässt sich die Nachtruhe. Die Huawei Fit unterscheidet dabei in Phasen des leichten und des tiefen Schlafs und registriert auch, wenn der Träger aufgewacht ist.

Ein Hauch Smartwatch und ein Akku mit langem Atem

Was letztlich auch von beinahe jedem Wearable erwartet werden kann, sind die üblichen Benachrichtigungsfunktionen in Verbindung mit dem Smartphone. Mit diesem setzt sich die Huawei Fit per Bluetooth in Verbindung. Sie kann dabei sowohl mit Android als auch mit iOS kooperieren, sodass der Hersteller hier auf Kompatibilität geachtet hat. Informiert wird der Nutzer der Huawei Fit über SMS, Mails, Anrufe und Neuigkeiten aus diversen Apps. Was den Akku angeht, hält dieser die Huawei Fit rund sechs Tage am Leben, dann verlangt er wieder nach einer Aufladung. Im Standby-Modus sind bis zu 30 Tage drin.


Eigenschaften

Huawei Fit Eigenschaften

  • Konnektivität
  • BluetoothBluetooth 4.2
  • Abmessung
  • 39.5 mm x 9.99 mm
  • Anwendungsart
  • Business / OrganisationCardio-TrainingFitness / SportLaufen / TrackerSchwimmenGesundheitsüberwachungRadfahren
  • Armband
  • KunststoffGummi / Silikon
  • Armband Farbe
  • blauorangeschwarz
  • Display
  • DisplayLCD
  • Display Farbe
  • einfarbig
  • Display Größe
  • 1.04
  • Display Touch
  • Touch
  • Funktionen
  • AnrufbenachrichtigungKalorienverbrauchLaufaufzeichnungTextbenachrichtigungenzurückgelegte Distanz
  • Geschlecht
  • DamenHerrenUnisex
  • Gewicht
  • 35 g
  • Kompatibilität
  • AndroidAndroid 4.4iOSiOS 8.0
  • Lünette
  • rund
  • Lünetten Material
  • AluminiumMetall
  • Lünetten Farbe
  • grausilber
  • Sensoren
  • BeschleunigungssensorPulsmesserPulsmesser ohne BrustgurtSchlafüberwachungSchrittmesser
  • Typ
  • Fitness Uhr
  • Vibration
  • Vibration
  • Wasserresistenz
  • Wasser- / Staubresistenz IP68wasserdicht
  • weitere Funktionen
  • Messung Sauerstoffgehalt
  • Display Auflösung
  • 208 x 208
  • VÖ-Datum
  • November 2016
  • Akku
  • 80 mAh
  • Betriebssystem
  • LiteOS (RTOS)
  • Prozessor
  • Cortex M4 MCU
  • Glas
  • Corning Gorilla GlasGorilla Glas

Unboxing

Huawei Fit Unboxing


Testbericht

Huawei Fit Test

Bevor die Huawei Fit der Weltöffentlichkeit vorgeführt wurde, gab es im Vorfeld einige Gerüchte, die besagten, dass es sich um eine Smartwatch handelt, die sehr sportlich ausgerichtet ist. Deklariert ist das Wearable als eine Fitness Uhr, wobei die Grenzen zu einem Armband leicht verschwimmen. Von einer Uhr ist verständlicherweise deswegen ausgegangen worden, weil die Huawei Fit mit einem runden Display versehen ist. Dennoch ist das Gerät ganz eindeutig auf körperliche Aktivitäten ausgerichtet und somit definitiv keine Smartwatch. Davon hat der Hersteller aus Shenzhen schließlich auf dem Mobile World Congress (MWC) Ende Februar 2017 ein neues Modell ins Rennen geschickt.

Die Huawei Fit will – wie es ihr Name verrät – ihre Trägerin oder ihren Träger körperlich leistungsfähiger machen. Ihr wesentliches Augenmerk ist auf die Sportarten Laufen, Radfahren und Schwimmen gelegt. Dazu unterstützt die Unisex Fitness Uhr das Training mit einer Pulsmessung und allen gängigen Standards eines sportlichen Wearables. Zudem verspricht Huawei, dass auf die eine oder andere besondere Funktion zurückgegriffen werden darf, die beispielsweise darin besteht, sich in Verbindung mit der App einen Trainingsplan erstellen zu lassen, um die eigene Laufleistung zu steigern.

Passenderweise steht der Frühling vor der Tür und ich packe auf meinen Trainingsplan nicht mehr nur das Training im Fitnessstudio, sondern auch die eine oder andere Ausdauereinheit unter freiem Himmel. Vor allem das Laufen gilt dabei als die von mir favorisierte Disziplin, wobei die Huawei Fit mein Interesse wecken konnte. Dementsprechend gehe ich meinen Test mit Vorfreude an und bin gespannt, was die Fitness Uhr auf Lager hat.

Design

Angeboten wird die Huawei Fit in drei Farbvarianten: Schwarz, Orange und Blau. Damit wird deutlich, dass es sich um ein Unisex Wearable handelt, mit dem Damen und Herren ihre Freude haben dürfen. Mich hat die schwarze Variante erreicht, welche das neutralste der drei Modelle darstellt. Noch bevor ich die Fitness Uhr wirklich ausgepackt habe, macht sie mir Freude und das liegt ganz einfach daran, wie der Hersteller sie präsentiert. Sie kommt nicht etwa, wie viele andere Geräte, in einem uninspirierten Karton, sondern in einer transparenten Box. Diese ermöglicht schon einen 360-Grad-Blick rund um den sportlichen Begleiter. Die Huawei Fit selbst ist dabei an einem kleinen, ebenfalls transparenten Ständer befestigt.

Verpackung Huawei Fit Fitness Uhr

Im Boden der Verpackung versteckt sich der restliche Lieferumfang, welcher aus einer Schnellstartanleitung, Garantiehinweisen und dem Ladezubehör besteht. Das ist sehr überschaubar und meines Erachtens positiv, denn es überfordert den Nutzer nicht – egal wie viel Erfahrung er mit Wearables hat. Als ich die Huawei Fit aus der Verpackung nehme, bestätigt sich meine Vermutung: Die Fitness Uhr ist angenehm leicht. Das dürfte sich später beim Sport, aber auch im Alltag als hilfreich herausstellen, denn somit ist mit der technische Begleiter nie im Weg oder stört mich. Konkret wiegt die Huawei Fit lediglich 35 Gramm, wobei sie mir sogar noch einen Hauch leichter erscheinen mag.

Lieferumfang Huawei Fit Fitness Uhr

Mir gefällt die Fitness Uhr auch aus dem Grund, weil sie nicht zu wuchtig ausfällt. Als Mann mit einem ziemlich schlanken Handgelenk sagt mir diese Eigenschaft zu. Grundsätzlich spricht das auch für das Wearable, denn es ist weder zu groß noch zu klein geraten, sodass Damen und Herren eine gute Figur abgeben, wenn sie die Fitness Uhr tragen. Diese ist zugleich sehr schlank geraten, was ebenfalls ein angenehmer Aspekt ist, denn auch somit erweist sie sich für jede Situation als tauglich und sollte, falls erforderlich, unter jedem Ärmel verschwinden, ohne dabei zu drücken.

Sehr flach und wünschenswert weich ist auch das Armband selbst, das aus Silikon besteht und für ein komfortables Tragegefühl sorgt. Huawei verspricht, dass dieses durch jedes beliebige 18 oder 20 Millimeter breite Armband ausgetauscht werden darf. Durch einen simplen Mechanismus ist das möglich und binnen weniger Sekunden erledigt. Ein Band mit der entsprechenden Breite lag mir zwar nicht vor, was ich der Huawei Fit hätte verpassen können, dafür habe ich mich aber von dem Wechselmechanismus überzeugen lassen und kann bestätigen, dass es ganz einfach zu bewerkstelligen ist. Außerdem war ich mit dem standesgemäßen Armband vollends zufrieden, denn es scheint mir eine einwandfreie Qualität zu haben und langlebig zu sein, was letztlich gerade für eine Fitness Uhr von Bedeutung ist.

Das Display ist ein einfarbiger Bildschirm, weswegen die Huawei Fit laut Herstelleraussagen mit einer verhältnismäßig langen Akkulaufzeit aufwartet. Meiner Ansicht nach genügt diese Form der Darstellung aus, denn wer den Umgang mit Fitness Armbändern gewohnt ist, kennt dieses Prinzip dementsprechend. Hochkomplexe Inhalte wie eine Routennavigation muss das Wearable nicht abbilden, sodass ich hierbei kein Problem sehe. Überraschenderweise bietet die Huawei Fit sogar noch verschiedene Watchfaces, was ich im Vorfeld nicht erwartet hätte. Ich kann insgesamt zwischen sechs verschiedenen Display Designs wählen, was ich ansprechend finde. Die Uhrzeit stellt das Gerät stets dar, wird es zum Betrachten geneigt, aktiviert es sich umgehend und das funktionierte während des Huawei Fit Test stets zu meiner Zufriedenheit. Eine automatische Hintergrundbeleuchtung liefert mir das Wearable obendrein, was sich bei Aktivitäten in der Dunkelheit als hilfreich erweist.

Display Huawei Fit Fitness Uhr

Wasserdicht ist die Huawei Fit ebenfalls, was ein erfreulicher Umstand ist. Zwar bin ich kein regelmäßiger oder gar begeisterter Schwimmer, doch allein, dass die Fitness Uhr auch dabei getragen werden darf, könnte für mich ein Kaufkriterium darstellen. Zudem ist es natürlich komfortabel, das Wearable nicht etwa beim Duschen oder Baden ablegen zu müssen und es stattdessen nach der sportlichen Aktivität gleich mit zu reinigen. Speziell beim Duschen fiel mir aber auf, dass sich der Bildschirm selbstständig macht, wenn Wassertropfen darauf prasseln. So war plötzlich der Menüpunkt der Benachrichtigungen aufgerufen und ein anderes Mal stand die Huawei Fit kurz davor, ein Training zu starten. Für das Schwimmen selbst ist es wiederum gut gelöst, dann wird das Display mit der Auswahl des entsprechenden Workouts darauf vorbereitet und muss zwei Mal kurz nacheinander berührt werden, damit es auch wirklich reagiert. Einige Schwächen offenbart die Anzeige, wenn etwas längere Texte dargestellt werden sollen. Dann bricht das Wort gelegentlich auf einer Zeile ab und läuft auf der darunterliegenden weiter. Das Verständnis leidet darunter zwar nicht, aber es ist ein winziger Schönheitsfehler.

Eine gute Entscheidung hat Huawei getroffen, was das Aufladen der Fitness Uhr betrifft. Viel einfacher geht es nicht: Eine magnetische Ladeschale, in welche das Gerät gelegt wird, umschließt das Wearable fest und ohne dass der Kontakt verloren gehen kann. An die Schale wird wiederum das ebenfalls mitgelieferte USB Kabel angeschlossen, sodass die Huawei Fit entweder gleich über den PC oder auch über die Steckdose neue Energie tanken kann.

Aufladen Huawei Fit Fitness Uhr

Alles in allem empfinde ich das Design der Huawei Fit als durchdacht und angemessen umgesetzt. Die Fitness Uhr erweist sich als ein Leichtgewicht, was sich sehr angenehm tragen lässt und tatsächlich bei keiner sportlichen Aktivität oder im Alltag gestört hatte. Hervorzuheben ist auch das flache Gehäuse, wodurch das Wearable ein schlankes Aussehen erhält und unter jedem Ärmel Platz findet. Praktisch ist der Umstand, dass sich die Huawei Fit ebenso im Wasser wohlfühlt, wobei speziell beim Duschen etwas Vorsicht walten sollte, damit nicht versehentlich unerwünschte Aktionen in Gang gesetzt werden, wenn Tropfen auf den Bildschirm geraten. Dieser stellt nach meinem Dafürhalten die richtige Größe für eine Unisex Fitness Uhr dar, sodass Damen und Herren ein dezenter Begleiter erwartet, der weder zu üppig noch zu winzig ausfällt. Nicht ins Auge sticht die Huawei Fit natürlich nur dann, wenn sich für die schwarze oder die blaue Variante entschieden wird – Orange ist ein echter Blickfang.

Funktionen und Praxistest

Zunächst einmal habe ich die Huawei Fit voll aufgeladen, um sie für die Einrichtung in Gang zu bringen. Während die Fitness Uhr an der Steckdose hängt, lässt sie mich mit ein paar Informationen auf dem Display wissen, welche Vorbereitungen zu treffen sind. Diese bestehen zunächst einmal nur darin, die Huawei Wear App herunterzuladen. Für mich als Nutzer eines Android Smartphones steht dafür der Besuch im Play Store an, allerdings ist das Wearable gleichermaßen mit iOS kompatibel – das ist in jedem Fall schon einmal erfreulich. Erfreulich ist auch, dass es mir das Gerät möglichst einfach machen möchte und mir den QR Code für die App gleich auf dem Bildschirm anzeigt, während sie Energie tankt.

QR Code Huawei Fit Fitness Uhr

Der Download der Anwendung geht schnell vonstatten und um die Fitness Uhr von Huawei dann vollends einzurichten, muss ich mir ein Konto anlegen, wofür ich meine Mailadresse hinterlasse. Das ist leider Gang und Gäbe bei den meisten Anbietern und nervt zwar, doch es soll kein expliziter Kritikpunkt an der Huawei Fit und deren App sein, sondern eher am Prozedere im Allgemeinen. Auf die Mailadresse schickt die App dann einen Bestätigungslink, den ich anklicken muss. Dann ist die Fitness Uhr einsatzbereit.

In der App sind dann noch ein paar essenzielle Daten wie das Geschlecht, das eigene Körpergewicht, die Größe und das Alter, oder besser gesagt, das Geburtsdatum zu hinterlegen. Dann kann es losgehen. Der gesamte Vorgang hat nicht viel länger als eine Minute gedauert und erweist sich damit als anwenderfreundlich.

Übersicht Huawei Wear App Huawei Fit Fitness Uhr

Sehr übersichtlich gehalten ist auch die App als solche. Die einzelnen Menüpunkte von den täglichen Aktivitäten, über spezielle Trainingsdaten bis hin zur Schlafanalyse sind sofort ersichtlich. Beim Antippen werden die Informationen noch detaillierter und auch über einen längeren Zeitraum gesehen veranschaulicht. Insofern habe ich auch an der Anwendung selbst nichts auszusetzen. Interessant finde ich die Option, sich von der Huawei Wear App einen Trainingsplan fürs Laufen erstellen zu lassen. Völlige Anfänger werden an die Hand genommen, um einen 5-Kilometer-Lauf zu absolvieren. Das heißt, sie beginnen mit einer kurzen Distanz und steigern sich mit dem Plan von Workout zu Workout. Dazu erklärt das Programm, wie viele Einheiten pro Woche sinnvoll sind. Neben dieser Möglichkeit bietet die App auch die Distanz von zehn Kilometern sowie einen Halbmarathon und einen kompletten Marathon. Wofür manche im Netz einiges an Geld hinblättern, um eine solche Anleitung zu erhalten, liefert es hier die Anwendung kostenlos und analysiert obendrein noch jede Trainingseinheit. Das weiß mir durchaus zu gefallen.

Überzeugen kann mich ebenso die Menüführung der Fitness Uhr, die einfacher nicht sein könnte. Die Huawei Fit hat nicht einmal einen Button, sondern wird ausschließlich per Bildschirmberührung gesteuert. Komfortabler geht es nicht und selbst, wer noch nie ein Wearable in der Hand gehalten hat, sollte schon nach kürzester Zeit keine Probleme haben, sich zurechtzufinden. Um in das Menü zu gelangen, kann nach unten oder wahlweise nach oben gewischt werden. Dort bieten sich die einzelnen Punkte wie das Starten eines Workouts oder die Messung der Herzfrequenz an. Um einen dieser Reiter zu öffnen, muss dieser lediglich angetippt werden. Um eine Trainingseinheit in Gang zu setzen, braucht es rund zehn Sekunden und schon darf es losgehen. Ein Vorgang wird durch Wischen von rechts nach links abgebrochen. Das waren alle wichtigen Handgriffe und um diese zu verinnerlichen, sind Berührungsängste mit der Huawei Fit völlig unnötig. Ein weiterer Punkt, in welchem die Fitness Uhr sehr gut abschneidet.

Laufen mit Huawei Fit Fitness Uhr

Die eigentliche Prüfung des Wearables kam dann mit dem Starten eines ersten Workouts, bei dem ich mich für das Laufen entschieden habe. Hier offeriert mir das Gerät, nach verschiedenen Zielsetzungen zu trainieren: Fettabbau erreichen, die Ausdauer steigern, eine bestimmte Zeit aktiv zu sein oder eine erwünschte Distanz zu absolvieren. Das sagt mir sehr zu und ich entscheide mich für die Option, die Fettverbrennung anzukurbeln. Dabei arbeitet die Huawei Fit mit ihrem optischen Pulsmesser zusammen, um die Herzfrequenzzone zu bestimmen, die für das gesetzte Ziel erforderlich ist. Zwischenzeitlich macht sich die Fitness Uhr während des Laufens mit einem gut spürbaren Vibrationsalarm bemerkbar. Das geschieht einerseits, wenn eine bestimmte Distanz absolviert wurde und zum anderen, wenn die Trainingsintensität nicht mit dem erhofften Effekt des Workouts deckungsgleich ist. Mich macht die Huawei Fit mehrfach darauf aufmerksam, dass ich mein Tempo etwas zügeln soll, um letztlich auch wirklich den Fettstoffwechsel zu erreichen. Bei Bedarf kann die Fitness Uhr auch mit dem Smartphone beim Training unter freiem Himmel synchronisiert bleiben. Wer also kein Problem damit hat, auch beim Sport das Mobiltelefon jederzeit bei sich zu haben, lässt die Fitness Uhr auf den GPS Sensor zugreifen und somit zeigt sie am Ende auch in der App den konkreten Streckenverlauf auf einer Karte.

Ich persönlich bin kein Freund davon und laufe lieber unbeschwert, was bedeutet, dass das Smartphone zuhause bleibt. Das kommt erst dann wieder zum Einsatz, wenn ich mir meine letzte Trainingseinheit auswerten lasse. Von der Schrittzahl über die ermittelte Gesamtdistanz bis hin zur Pulsmessung schätze ich alle ermittelten Daten als verlässlich ein. Weiterhin interessant ist, dass die App in einem Diagramm die Verteilung der Intensität anzeigt. Darin ist also nachzuvollziehen, wie viel Prozent des Workouts tatsächlich eine Fettverbrennung bewirkt konnten und wie viel davon andere Effekte wie eine Steigerung der persönlichen Ausdauerleistung hervorgerufen haben. Dieser Aspekt weiß mich ebenso zu überzeugen und ich habe daraus gelernt, dass ich bei meiner nächsten Laufeinheit mein Tempo etwas drosseln muss. Und gleich noch ein Lob spreche ich der Huawei Fit aus, weil sie mir direkt nach dem abgeschlossenen Training verrät, wie lange es dauert, bis ich mich nach dieser Einheit wieder vollkommen regeneriert habe und für die nächste bereit bin. Das gibt Orientierung und hilft dabei, das Training zu planen, aber auch den eigenen Körper noch besser einzuschätzen und zu verstehen, wie er auf bestimmte Belastungen reagiert.

Auswertung Huawei Fit Fitness Uhr

Neben dem Laufen, welches von der sportlichen Uhr als Rennen deklariert wird, stehen noch das Radfahren, das Gehen, das Schwimmen sowie das Training auf dem Laufband zur Auswahl. Wünschenswert fände ich es noch, wenn auch der Crosstrainer seine Unterstützung gefunden hätte. Weil ich diesen ebenfalls gern und regelmäßig nutze, habe ich es alternativ versucht, dieses Training als Workout auf dem Laufband zu verbuchen. Doch das macht die Huawei Fit erwartungsgemäß nicht mit. Stattdessen zeigte sie mir nach einer halben Stunde an, dass ich etwas mehr als 200 Schritte getätigt hätte und dabei nur gut 80 Kalorien purzeln lassen konnte. Das Ergebnis soll kein Kritikpunkt als solcher sein, denn schließlich bietet die Fitness Uhr diese Form des Workouts nicht an, sodass sie dafür auch nicht ausgerichtet ist und folglich keine korrekten Messungen vornehmen kann. Dürfte ich allerdings einen Wunsch äußern, was die Huawei Fit noch für einen Workout Typen unterstützen soll, würde ich mich für den Crosstrainer entscheiden. Noch komfortabler wäre es zudem, wenn die Fitness Uhr, wie manche vergleichbaren Produkte, mit einer automatischen Aktivitätserkennung aufwarten könnte. Das erspart das Auswählen der Sportart über das Display, allerdings vollzieht sich dies unkompliziert – es darf nur nicht vergessen werden. Entgegen kommt die Huawei Fit ihrem Träger, indem sie ihm einen Schnellstart bietet. Dabei lässt sich einfach per Bestätigung die zuletzt gewählte Trainingseinheit inklusive des gesetzten Ziels auswählen. Das ist ebenfalls ein positiv zu erwähnender Umstand.

Schnellstart Aktivität Huawei Fit Fitness Uhr

So zuverlässig die Schrittmessung und Distanzberechnung speziell beim Training selbst war, so fällt sie auch im Alltag aus. Die Ergebnisse stimmten bei meiner alltäglichen Routine mit den von anderen Wearables überein, weswegen ich hierbei nichts anzuzweifeln habe. Etwas festgefahren ist die Huawei Fit allerdings, indem sie ein standesgemäßes tägliches Schrittziel von 10.000 angibt. Das darf der Nutzer bei Bedarf auch reduzieren oder erhöhen, allerdings auf maximal 20.000. So fortschrittlich sich die App zeigt, indem sie Trainingspläne für den Nutzer erstellt, so veraltet halte ich das Konzept, unbedingt eine bestimmte Zahl an Schritten absolvieren zu müssen. Mittlerweile setzen manche Hersteller inzwischen darauf, jeden Tag ein paar mehr zu absolvieren, wurde die Vorgabe nicht erreicht, korrigieren die Wearables diese wieder nach unten. Ich bin vor allem deswegen gegen dieses bloße Zahlenwerk, weil auch die Intensität zu berücksichtigen ist: Wer vom Schreibtisch zum Kühlschrank läuft, wird bei gleicher Schrittzahl bei weitem nicht mit solchen Anstrengungen zu ringen haben, wie jemand, der mit zwei volle Wasserkästen die Treppen hinaufsteigt. Ein optischer Pulsmesser ist dafür das passende Werkzeug, um diesen Parameter zu bestimmen und der liegt der Huawei Fit vor.

Eine Aktivitätserinnerung hat die Fitness Uhr vorzuweisen, so wie es beinahe Standard bei Wearables ist. Hier lässt sich wählen, ob dieser Alarm eingeschaltet sein soll oder nicht. Nach einer Stunde ohne merkliche Bewegung, macht die Huawei fit mit einem deutlichen Vibrationsalarm aufmerksam, dass es Zeit zum Aufraffen ist.

Wenngleich bis hierhin im Grunde alle Funktionen ohne Kritik und stattdessen mit manch positiver Überraschung bewertet wurden, muss ich doch einen Aspekt bemängeln. Dieser betrifft die Analyse des Schlafes. Die Daten des Einschlafens und des Aufwachens stimmen zwar, doch zwischenzeitliches Aufwachen, wollte die Huawei Fit bei mir nicht erkennen. Dabei war ich in zwei Nächten vorübergehend um den Schlaf gebracht. Mit attestiert das Wearable jedoch jeweils, dass es keine wachen Momente gegeben hat.

Schlafauswertung Huawei Fit Fitness Uhr

Dafür erhält jedoch die Weckfunktion wiederum ein positives Resümee. Die Huawei Fit bietet nicht allein einen Vibrationsalarm an, der mich aufwachen lässt, sondern ist in dieser Hinsicht intelligenter. Sie kann anhand der Schlafphasenerkennung dafür sorgen, dass ihr Träger möglichst erholt in den Tag startet. Dafür bugsiert sie ihn in einer Phase des leichten Schlafes aus den Federn. Die Voraussetzung: In der App gilt es, eine Zeitspanne anzugeben, in welcher das geschehen soll. Mich konnte dieses Feature in meinem Huawei Fit Test überzeugen und es bringt spürbar mehr Qualität in die morgendliche Routine, nicht wie gerädert aufstehen zu müssen. Ein weiterer Pluspunkt wandert damit auf das Konto der Fitness Uhr.

Benachrichtigungsfunktionen bietet die Huawei Fit auch. Allerdings geht es dabei weniger um eingehende Anrufe und Mitteilungen auf dem Smartphone, sondern vielmehr um Neuigkeiten von einzelnen Apps. Diese müssen in einer Liste ausgewählt werden. Nahezu alle haben für mich keine wirkliche Relevanz, sodass ich diese Option nicht wahrnehme. Gleichzeitig schone ich damit die Kapazitäten des Akkus, welcher dadurch noch länger durchhalten kann. Die konkrete Prozentzahl ist in der App einzusehen, auf dem Display selbst ist nur ein mehr oder minder gefülltes Batteriesymbol zu erkennen. Etwa sechs Tage gibt Huawei an, doch das kann ich nicht bestätigen: Die Fitness Uhr ist sogar noch ausdauernder und verbrauchte bei meiner Testphase pro Tag exakt zehn Prozent, sodass ich ihr durchaus eineinhalb Wochen ohne Energiezufuhr zutraue. Damit ist die Huawei Fit eine Fitness Uhr für Ausdauersportler, die selbst einiges an Ausdauer mitbringt, was ein erfreulicher Aspekt ist.

Fazit

Die Huawei Fit ist eine sehr gut konzipierte und gelungene Fitness Uhr, die über eine ganze Reihe an Stärken verfügt. Zu diesen gehören die Analyse der Ausdauersportarten Laufen, Radfahren und Schwimmen und die erfolgreiche Kombination mit dem optischen Pulsmesser. Dieser liefert verlässliche Ergebnisse und hilft dem Träger dabei, die ideale Intensität bei seinem Training einzuhalten, um die eigenen Zielstellungen auch wirklich erreichen zu können. Sofern er diesen Bereich verlässt, macht sich die Fitness Uhr spürbar bemerkbar und ist damit ein nützlicher Coach. Sehr gut umgesetzt wurde auch die App, die nicht nur übersichtlich ist, sondern auch Anfängern wie versierten Athleten eine Orientierung bietet und sie mit einem Trainingsplan versorgt.

Die Huawei Fit ist zudem leicht bedienbar, was durch eine übersichtliche Gestaltung und intuitive Menüführung gelingt. Damit erweist sie sich als ein Wearable, das völligen Neulingen ebenso zusagen darf wie erfahrenen Sportlern. Ein positiver Aspekt ist auch die Beschaffenheit der Fitness Uhr, welche vor allem durch ihr geringes Gewicht, ihr flaches Gehäuse und ihre Wasserdichtigkeit gekennzeichnet ist. Damit erfüllt sie alle Ansprüche, beim Sport zum idealen aber dezenten Partner zu avancieren. Hinzu kommt noch ihre Ausdauer bezüglich der Akkulaufzeit.

Geringfügige Schwächen sind der Huawei Fit bei der Analyse der Nachtruhe anzulasten, welche jedoch durch den intelligenten Schlafphasenwecker wieder wettgemacht werden. Das Display lässt sich komfortabel bedienen, gerät allerdings bei etwas längeren Textpassagen an seine Grenzen. Weil jedoch die Huawei Fit im Allgemeinen sehr verlässliche Messungen liefert und Hand in Hand mit einer übersichtlichen wie nützlichen App arbeitet, kann sie im Test überzeugen.

Huawei Fit Testergebnis

  • simple Bedienweise
  • wasserdicht und auch fürs Schwimmen geeignet
  • intelligente App mit Trainingsplanung
  • exakte Messwerte
  • geringes Gewicht und hoher Tragekomfort
  • Schlafphasenwecker
  • lange Akkulaufzeit
Design 95
Display 90
Software 95
Performance 90
Akkuleistung 95
Preis-/Leistungsverhältnis 85
Weiterempfehlung 92

Erfahrungen

1 Bewertung für Huawei Fit


Solveig
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