Pebble Time
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Pebble Time

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Die Pepple Time ist sicher keine Smartwatch, die durch ihre Eleganz oder durch hochmoderne Technik glänzt. Viel mehr soll sie durch ihre lange Akkulaufzeit und ihre einfache Bedienung hervorstechen. Sie ist sowohl mit Android als auch mit iOS kompatible. Die Pepple Time ist auch ohne ein weiteres Gerät, als einfache  Armbanduhr nutzbar,  da sie die Uhrzeit immer anzeigt.

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Produktbeschreibung

Pebble Time Produktbeschreibung

Jedes Unternehmen, das Smartwatches herstellt, hat der Firma Pebble Einiges zu verdanken. Auch wenn es bereits vor der ersten Pebble Smartwatch intelligente Uhren gab, schuf Pebble mit seinen Smartwatches die moderne Vorstellung von einer intelligenten Uhr. Frühere Modelle funktionierten sowohl mit Android und iOS und boten Benachrichtigungen vom Smartphone sowie rudimentäre Musik-Kontrollen.

Pebble hat über eine Millionen dieser Smartwatches verkauft, was das Unternehmen damals zu einem der erfolgreichsten Smartwatch-Hersteller machte. Mit der Pebble Time hat Pebble nun seine insgesamt dritte Smartwatch vorgestellt, und in ihr die komplette Erfahrung mit den Vorgängermodellen vereint.

In den seit dem Verkaufsstart der ersten Pebble-Smartwatch vergangenen zwei Jahren hat die Welt der Smartwatches sich allerdings komplett verändert. Apple hat die Apple Watch auf den Markt gebracht, die allgemein als die bisher durchdachteste Smartwatch gilt. Und Google hat Android Wear veröffentlicht, ein System für Wearables, das bisher seinen Weg auf knapp zwei Dutzend Smartwatches gefunden hat. Pebble muss sich nun mit diesen zwei Giganten messen. Ob die Pebble Time konkurrenzfähig ist, lässt sich im folgenden Review erfahren.

Pebble Time Modelle

Die Pebble Time in Stichpunkten

  • Display: 1,25 Zoll Farb-e-Paper-Display mit LED Backlight
  • Maße: 40,5 x 37,5 x 9,5 mm
  • Konnektivität: Bluetooth 4.0
  • Sensoren: 3D-Beschleunigungsmesser, Kompass, Lichtsensor und Mikrofon
  • Akku: Lithium-Ionen-Polymer-Akku mit einer Laufzeit von bis zu 7 Tagen
  • Gehäuse: Polykarbonat mit Rand aus Edelstahl
  • Gewicht: 42,5 Gramm
  • Preis: 199 US-Dollar

Pebble Time im First Look

Pebble Time: Das Design

Die Pebble Time kommt in zwei verschiedenen Versionen. Die günstigere Version aus Kunststoff mit Rand aus Edelstahl sowie zu einem späteren Zeitpunkt als Pebble Time Steel ganz aus Edelstahl. Kickstarter-Unterstützer können für die Grundversion der Pebble Time zwischen drei Farben wählen. Neben einer schwarzen und einer weißen Version kann die Pebble Time auch in rot erstanden werden.

Die Pebble Time ist überraschend leicht und relativ dünn und klein. Am Handgelenk wirkt sie von der Größe her wie die 42-mm-Version der Apple Watch, ist aber sehr viel dünner. Die Rückseite ist konkav geformt, sodass sie sich an das Handgelenk des Trägers schmiegt. Allerdings fühlt sich die Pebble Time auch sehr nach Kunststoff an, was wenig überraschend ist, da fast die komplette Smartwatch aus Polykarbonat besteht. Dadurch kommt allerdings nicht das luxuriöse Tragegefühl auf, das beispielsweise bei der Apple Watch vorhanden ist.

Pebble Time Design

Zwar wurde das Design im Vergleich zur ersten Pebble Smartwatch stark verbessert, aber auch die Pebble Time dürfte vor allem dedizierte Tech-Fans ansprechen. Für viele Nutzer dürfte es einfach etwas zu “speziell” sein.

Das Design der Pebble Time macht diese allerdings auch außergewöhnlich widerstandsfähig. Trotz verschiedener kleiner Unfälle wies das Gehäuse keinerlei Spuren auf. Das Gehäuse ist zudem komplett wasserdicht.

Das Armband der Pebble Time wird standardmäßig mit einem Silikon-Armband ausgeliefert. Einen großen Pluspunkt dürfte Pebble dafür erhalten, dass die Pebble Time mit jedem Standard–22-mm-Armband kompatibel ist. Der Kunde ist damit nicht gezwungen, zwischen wenigen, proprietären Armband-Alternativen zu wählen, sondern kann mit Uhren-Werkzeug jedes beliebige 22-mm-Armband einsetzen.

Pebble Time: Die Features

Von den Features her ähnelt die Pebble Time stark der originalen Pebble Smartwatch, was beileibe nichts Schlechtes ist. Der Pionier in Sachen intelligenter Uhren hat bisher ein gutes Gefühl dafür bewiesen, was für Bedürfnisse die Träger einer solchen Uhr haben. Auch eine intelligente Uhr hilft dem Träger am meisten, wenn sie dezent und nicht aufdringlich auftritt. Natürlich nur, bis sie gebraucht wird.

Die Pebble Time perfektioniert diese Linie mit dem “Timeline”-Feature. Apps spielen bei der Pebble Time eine nachgeordnete Rolle. Tatsächlich werden nur wenige Nutzer je das Watchface verlassen müssen, außer, sie benutzen die seitlichen Knöpfe, um in der Zeit zurückzugehen bzw. sich Termine und Ereignisse in der Zukunft anzeigen zu lassen. Für jedes Event gibt es einen Zeitstempel sowie die Möglichkeit, sich mehr Informationen anzeigen zu lassen oder zu relevanten Apps zu wechseln.

Pebble Time

Das Timeline-Feature ist innovativ, und wird sich als sehr nützlich erweisen, wenn Entwickler beginnen, es konsequent zu nutzen. Apps mit Timeline-Support können der Timeline Events hinzufügen, die dann anhand von Faktoren wie Tageszeit, Aufenthaltsort des Trägers oder anderen kontextuellen Merkmalen angezeigt werden. Diese neuen Events fügen sich dann nahtlos in zu erwartende Zeitstempel wie beispielsweise Kalender-Termine ein.

Mit dem Timeline-Feature ist es Pebble gelungen, eines der größten Probleme aktueller Smartwatch-Generationen zu lösen. Statt auf der Suche nach Apps durch Menüs und Home-Bildschirme jagen zu müssen, können alle Apps in die Timeline integriert werden. Natürlich ist der Weg durch Menüs und Home-Bildschirme auch weiterhin möglich, aber die meisten Nutzer werden diesen nicht mehr benötigen, sobald sie sich an Timeline gewöhnt haben.

Die Pebble Time erlaubt es auch, zwei Apps auf langes Drücken der beiden Hardware-Knöpfe zu belegen, sodass sie sofort verfügbar sind. Diese Knöpfe, von denen es insgesamt vier gibt (zwei Knöpfe für die Timeline bzw. Direktwahl von Apps, einen Knopf für das Led-Backlicht sowie einem Navigations- und Aktions-Knopf) in Kombination mit dem Verzicht auf ein Touch-Display sind typisch für Pebble. Statt auf Touch-Interaktionen setzt das Unternehmen auf eine knopfgebundene Navigation. Für Nutzer, die Apple digitale Krone ausprobieren konnten, wird sich diese Art der Navigation etwas altmodisch anfühlen. Aber sie ist dennoch noch praktikabler als sich allein auf ein kleines Touch-Display zu verlassen, wie es viele Android-Wear-Smartwatches tun.

Pebble Time: Die Software

Pebble hat für die Pebble Time eine komplett neue Software entwickelt, und das merkt man dieser auch an. Als erstes fällt auf, dass die neue Software nun ein Farbdisplay unterstützt, was für eine farbenfrohe Darstellung auf dem Farb-e-Paper-Display sorgt. Insgesamt wirkt das neue System optisch sehr ausgereift, mit runden Randelementen und großen, gut ablesbaren Icons. Außerdem hat Pebble die Software der Pebble Time mit vielen verschiedenen Animationen ausgestattet, die die Augen des Nutzers erfreuen.

Diese Animationen haben zwei Seiten: Zum einen beeindrucken sie, zumal sie alles in den Schatten stellen, was bisher auf den doch recht langsamen e-Paper-Displays zu sehen war. Zum anderen aber können sie mit der Zeit doch nervig werden, da sie einfach überall im System zu finden sind. Sie sind nicht deaktivierbar, und letztlich ist es wohl eine Frage des persönlichen Geschmacks, wie man zu ihnen steht.

Ansonsten wirkt das System sehr flüssig. Apps, Watchfaces und die Timeline funktionieren ohne spürbares Stocken. Pebble limitiert die Anzahl von Apps und Watchfaces nicht mehr, sondern lädt nur eine bestimmte Anzahl an zuletzt benutzten in den Speicher. Das bedeutet, dass der Nutzer mit einem Ladebalken konfrontiert wird, wenn er Apps oder Waschfaces aufruft, die er länger nicht mehr genutzt hat. Auch wenn dies durchaus stören kann, ist es eine bessere Lösung als mittels der Companion-App Apps und Watchfaces laden und löschen zu müssen.

Pebble Time: Das Display

Das e-Paper-Display bietet erstmals Farben auf einer Pebble Smartwatch. Diese wirken allerdings etwas matt ,was aber in der Natur dieser Displayart liegt. Die Auflösung wurde verbessert, allerdings fällt tatsächlich als erstes die Farbdarstellung auf.

In der Natur des e-Paper-Displays liegt es auch, dass die Pebble Time eine fantastische Darstellung unter Sonnenlichteinstrahlung hat. Die Reflektieren durch das Schutzglas sind minimal, und damit macht sich die Pebble Time hervorragend als Begleiter am Strand.

Pebble Time drinnen/draußen
Pebble Time im Licht innerhalb eines Raumes (links) und im Sonnenlicht (rechts).

Leider hat das e-Paper-Display auch eine Kehrseite: Unter den Lichtbedingungen in geschlossenen Räumen haben alle Farben einen Graustich und die Lesbarkeit ist aufgrund der geringen Displayhelligkeit stark eingeschränkt. Auch das Backlight der Pebble Time macht dies nur geringfügig besser. Die Smartwatch bietet eine Option, um die Hintergrundbeleuchtung zu aktivieren, wenn der Nutzer das Handgelenk hebt. In der Praxis funktioniert dies aber noch nicht so gut, wie es sollte. Und auch mit aktiviertem Hintergrundlicht ist die Lesbarkeit in geschlossenen Räumen zwar verbessert, aber optisch wirkt das Display nicht wirklich besser.

Pebble Time: Akkulaufzeit

In Sachen Akkulaufzeit hat die Pebble Time der Konkurrenz viel voraus. Die beworbenen sieben Tage Laufzeit werden auch in der Praxis erreicht. Dies hat unschätzbare Vorteile. Die Träger anderer Smartwatches (bspw. der Apple Watch) müssen diese täglich, mindestens jedoch alle zwei Tage zum Laden an eine Steckdose anschließen. Besitzer der Pebble Time können sich hier mehr wie die Träger “echter” Uhren fühlen, da sie nur einmal die Woche ans Netz müssen, was vor allem für Vielreisende ein großer Vorteil sein dürfte. Außerdem lässt sich die Pebble Time nachts tragen, um Apps mit Sleep Tracking zu nutzen.

Sieben Tage Akkulaufzeit sind für eine Smartwatch phänomenal und eliminieren eines der größten Bedenken, dass die potentiellen Käufer intelligenter Uhren haben.

Apps und Software für die Pebble Time

Die nativen Apps der Pebble Time sind für den normalen Gebrauch völlig ausreichend. Zur Verfügung stehen unter anderem ein Kalendar, eine SMS-App, Activity Tracking und Telefonfunktionen. Dennoch macht das OS des Smartphones, mit dem die Pebble Time gekoppelt wird, einen großen Unterschied.

Die Verbindung mit Apples iPhone unter iOS hat sich im Vergleich zu den Vorgängern spürbar verbessert. Die Verbindung ist stabiler, und im Gegensatz zu den Vorgängerversionen verpasst die Pebble Time keine Benachrichtigungen mehr.

Allerdings limitiert iOS die Funktion der Benachrichtigungen deutlich, sodass die Pebble Time nicht in der gleichen Sandbox unterwegs ist wie die Apple Watch. Es gibt ebenfalls zum Beispiel keine Diktierfunktion für ausgehende SMS-Nachrichten.

Unter Android sieht das anders aus. Antworten können diktiert werden, selbst, wenn die SMS-App von Android nicht als Default aktiviert ist. Außerdem steht den Nutzern der volle Funktionsumfang der Android-Benachrichtigungen zur Verfügung, da Google diese Funktionen auch für Drittparteien zur Verfügung stellt.

Unter iOS ist die Attraktivität von Pebble Smartwatches – auch der Pebble Time – seit dem Verkaufsstart der Apple Watch auf dem absteigenden Ast. Apple fällt es wie gewohnt einfach, hervorragende Developer zum eigenen Ökosystem zu ziehen. Allerdings gibt es auch für die Pebble Time bereits hervorragenden Apps von Drittparteien, so zum Beispiel eine Uber-App.

Was der Pebble Time allerdings fehlt, und zwar unter beiden großen Plattformen, ist die Möglichkeit, Content zu erschaffen. Es ist weder möglich, eine SMS anzulegen (antworten geht, neu schreiben leider nicht), noch eine Notiz anzulegen. Die Pebble Time fungiert eher als kleines zweites Display für das Smartphone als tatsächlich als eigenständiges Gerät.

Letztlich macht die Wahl der Smartphone-Plattform einen großen Unterschied bei der täglichen Nutzung der Pebble Time.

Fazit: Immer noch vorrangig für Technik-Fans

Die Pebble Time ist eine solide Verbesserung im Vergleich zum Vorgänger. Pebble hat seinen Ruf als Smartwatch-Pionier definitiv verdient und muss sich auch vor der Apple Watch und anderen Konkurrenten nicht verstecken. Jedoch bleibt Pebble auch mit der Pebble Time sowohl was das Design als auch was die Software angeht in einer Marktnische, die vor allem für Technikfans interessant ist. Die Apple Watch beispielsweise spricht ein sehr viel breiteres Publikum an.

Das Display hat spezifische Vor- und Nachteile, über die man sich vor dem Kauf bewusst sein sollte. Wer viel draußen ist, wird seine wahre Freude an dem e-Paper-Display der Pebble Time haben.

Pebble bringt mit der Pebble Time eine solide Smartwatch auf den Markt, die sich nicht verstecken muss. Allerdings ist diese Smartwatch mit Android-Smartphones weitaus funktionaler als mit Apples iPhone. Zudem hinterlässt sie einen einzigartigen, etwas “nerdigen” Gesamteindruck, der zum Konzept gehört, aber nicht bei jedem Nutzer gut ankommen dürfte. Wer sich aber mit dem Konzept anfreunden kann, der findet in der Pebble Time einen hervorragenden Begleiter.


Eigenschaften

Pebble Time Eigenschaften

  • Display Größe
  • 1.25
  • Display Auflösung
  • 144x168
  • Abmessung
  • 37,5 mm (B)40,5 mm (H)9,5 mm (T)
  • Funktionen
  • Aufnahme / MemoKalenderKompassLaufaufzeichnungMusiksteuerungNachrichtenversandTerminerinnerungTextbenachrichtigungenWeckerWetterzurückgelegte Distanz
  • Mikrofon
  • Mikrofon
  • Anschluss
  • USB 2.0
  • Wasserresistenz
  • 3 ATMwasserdicht
  • Anwendungsart
  • Business / OrganisationGesundheitsüberwachungKommunikation
  • Watch-Faces
  • Ja
  • Kompatibilität
  • AndroidAndroid Jelly BeanAndroid KitKatAndroid LollipopAndroid MarshmallowiOSiPad 2iPad 3iPad 4iPad AiriPad Air 2iPad MiniiPad Mini 2iPad Mini 3iPad Mini 4iPhone 4iPhone 4SiPhone 5iPhone 5SiPhone 6iPhone 6SiPod Touch 5. Generation
  • Armband Farbe
  • rotschwarzweiß
  • Sprachen
  • deutschfranzösischspanisch
  • Vibration
  • Vibration
  • Armband
  • KunststoffGummi / Silikon
  • Glas
  • Gorilla Glas
  • Lünetten Farbe
  • grau
  • Geschlecht
  • DamenHerrenUnisex
  • Typ
  • Smartwatch
  • Speicher
  • 16 MB
  • Lünette
  • eckig
  • Betriebssystem
  • Pebble Timelineproprietär
  • Display
  • Color E-Paper LED
  • Prozessor
  • 100 MHzARM Cortex-M4
  • Akku
  • 150 mAh
  • Konnektivität
  • BluetoothBluetooth Smart (4.0)
  • Gewicht
  • 42,5 g
  • Display Farbe
  • mehrfarbig
  • Lünetten Material
  • EdelstahlMetall
  • Arbeitsspeicher
  • 256 kB
  • VÖ-Datum
  • August 2015
  • Sensoren
  • BeschleunigungssensorLagesensorSchlafüberwachungSchrittmesserUmgebungslichtsensor

Testbericht

Pebble Time Test

Angefangen als kleines Startup-Unternehmen, dass Geld über Kickstarter sammelt, genießt die Marke Pebble mittlerweile einen beträchtlichen Ruf im Smartwatch-Segment. Nachdem die Pebble Smartwatch zu einem Verkaufsschlager wurde und man nach eigenen Angaben mittlerweile über eine Million Exemplare verkauft hat, hat man sich dieses Jahr zu neuen Ufern aufgemacht. Mit den Modellen Pebble Time und Pebble Time Steel hat man versucht, die simple Raffinesse der Vorgänger-Modelle weiterzuentwickeln. Um zu überprüfen, ob dies gelungen ist und was die Pebble Time generell ausmacht, haben wir die Smartwatch auf Herz und Nieren überprüft.

Pebble Time

Generell handelt es sich bei dieser Smartwatch sicherlich nicht um eine Fitnessuhr, ein besonders edles Mode-Accessoire (da vielleicht schon eher die Pebble Time Steel) oder ein hochmodernes Technik-Wunder. Viel mehr soll die Pebble Time durch simple Bedienung, lange Akkulaufzeit und eine Kompatibilität sowohl mit Android als auch mit iOS bestechen. Ob dies alles auch so in der Praxis zutrifft, wie es vorgesehen ist… dazu später mehr. Werfen wir erst einmal einen Blick auf die technischen Daten.

Das Armband aus Silikon ist relativ einfach austauschbar. Sie sind an einer 22 Millimeter breiten Schnittstelle auszuklinken und auszutauschen. In Zukunft soll es sogar smarte Armbänder hierzu geben, die dann eventuell über weitere Sensoren verfügen sollen. Das ist aber erst einmal Zukunftsmusik.

Design

Geliefert wird die Pebble Time in einer relativ schnöden Plastik/Papp-Box, die wirklich auch nur Platz für die Uhr, Anleitungen, ein paar Sticker und das Ladekabel (welches übrigens einen magnetischen Anschluss hat) bieten. Im Lieferumfang setzt sich ein eher unschöner Trend fort: es wird kein Netzteil mitgeliefert. Hier geht man wohl davon aus, dass der Smartphone-Besitzer wohl über genügend solcher Dinger verfügt (oder die Smartwatch am Computer auflädt). Hier hat man also leider seitens Pebble gespart.

Optisch wirkt die Pebble Time relativ schnöde. Im Vergleich zu anderen Modellen der Marke hat man hier ein sehr konservatives Design gewählt. Die Innenseite der Uhr besteht aus Plastik, das stört mich persönlich jedoch wenig, da sie gut auf der Haut liegt. Die Frontseite dagegen besteht aus solidem Edelstahl. Farblich präsentiert sich die Uhr in Grau- und Schwarztönen. Fast quadratisch und recht klein erscheint zudem das Display. Die Ecken wurden jedoch abgerundet und vermeiden somit einen allzu „kastigen“ Eindruck. Sicherlich ist diese Uhr Geschmackssache. Manch einer wird sich an der sehr unauffälligen und pragmatischen Gestaltung erfreuen, ein anderer dagegen würde sich die Uhr  aus ästhetischen Gründen nicht als alltäglichen Begleiter ums Handgelenk binden. So wirkt die Pebble Time doch etwas bieder. Speziell das Silikon-Armband kommt rüber wie eines von diesen digitalen Uhren, die man in seinen Teenager-Jahren gerne getragen und dann durch eine etwas elegantere Armbanduhr ausgetauscht hat. Aber das Armband kann man ja immerhin austauschen.

Die Uhr scheint dagegen solide verarbeitet und wies auch nach intensiver Nutzung im Testzeitraum keine relevanten Abnutzungs-Erscheinungen auf. Lediglich die Fugen zwischen Display und Gehäuse erscheinen mir etwas breit. Hier könnte ein Staubfänger lauern.

Das ePaper-Display ist hingegen ein Highlight. Es ist sehr unempfindlich gegenüber Sonneneinstrahlung und eigentlich immer gut ablesbar. Die Uhrzeit selbst wird hier übrigens immer angezeigt und lässt sich mit einem Knopfdruck (wie bei einem Wecker) hell schalten. Diese Helligkeit bleibt jedoch nicht allzu lang bestehen und lässt sich in den Einstellungen auf nur acht Sekunden verlängern. Bei normalen Lichtbedingungen ist die Uhr jedoch immer gut ablesbar.

Obwohl das Display nur über 64 Farben verfügt, lassen sich die einzelnen Apps jedoch recht gut darstellen. Hier ist der Transfer von Smartphone-Apps auf das kleine Display gut gelungen. Letztlich wirkt das Display jedoch nicht sonderlich bunt, was aber auch in das Konzept der Einfachheit in Bedienung und Optik passt.

Pebble Time

Praxistest

Hier kommen wir gleich zu einem der großen Pluspunkte der Pebble Time. Sie lässt sich mit Android- sowie mit iOS-Geräten (sogar dem iPad) verbinden. Hierzu muss nur die spezifische Pebble Time-App auf das jeweilige Endgerät geladen werden und dann die Geräte per Bluetooth gekoppelt werden und los geht’s…

Über die Handy-App lassen sich dann Apps für die Smartwatch sowie Einstellungen konfigurieren. Ohne Kopplung mit dem Smartphone ist die Uhr jedoch nur begrenzt nutzbar. Da sie leider nicht über eine WiFi-Schnittstelle verfügt ist sie ohne Smartphone eben offline und nur noch als Uhr oder Kalender zu gebrauchen.

Mittlerweile gibt es viele verschiedene Watchfaces für die Pebble Time, welche jedoch fast alle etwas verpixelt wirken und eher mit einem Retro-Charme als mit Modernität punkten.

Dass die Smartwatch auf einen Touchscreen verzichtet, ist im Jahre 2015 beinahe anachronistisch. Dies soll die Bedienung bei einem kleinen Display vereinfachen. Dies funktioniert auch bis zu einem bestimmten Grad ganz gut. Es gibt kein nerviges Gefummel auf einem winzigen Bildschirm inklusive nerviger Miss-Klicks. Stattdessen hat man sich für ein Vier-Tasten-System entschieden. Auf der linken Seite befindet sich eine Taste, die eine Art General-Taste darstellt. Auf der rechten Seite sind dagegen drei Tasten zu finden, die im groben in „hoch“, „auswählen“ und „runter“ eingeteilt sind. Hiermit lässt sich auch problemlos durch die einzelnen Menü-Punkte schalten. Angeblich soll man mit den Tasten rechts jedoch auch eine Art Timeline-Funktion bedienen können, mit der man zwischen vergangenen und aktuellen Mitteilungen auswählen kann. So erhält man beispielsweise auch Zugriff auf WhatsApp-Nachrichten – wenn man jene denn an der Smartwatch abrufen will, statt das Smartphone zu zücken.

Generell ist hier die Menü-Führung allerdings gar nicht so simpel zu handeln, wie es das Tasten-System vermuten lässt.

Wie schon bei der alten Pebble lässt sich die Pebble Time mit einer Menge Apps verbinden. Dies sind rund 6.500 Stück (Zahl steigend) und manche funktionieren besser, manche schlechter. Generell ist hier Vorsicht geboten. Viele Apps sind natürlich auf einem so kleinen Display mit geringer Auflösung und wenigen Farben kaum zu benutzen. Aber dazu mehr unter „Alltagserfahrungen“.

Pebble Time Family

Da ich ein iPhone 5s als Smartphone benutze, war ich zunächst ganz begeistert, dass die Pebble Time auch mit iOS kompatibel sein soll. Diese Begeisterung hat sich allerdings nach und nach verflüchtigt.

Das integrierte Mikrofon war zum Beispiel für mich völlig nutzlos. Ich konnte weder SMS oder WhatsApp-Nachrichten beantworten (schreiben geht ja leider auch nicht auf der Pebble Time). Natürlich ist hier der schwarze Peter nicht allein Pebble zuzuschieben, da Apple (was direkten Zugriff auf seine Apps etc.) recht vorsichtig bzw. streng ist. Trotzdem empfand ich es schade, auf Nachrichten überhaupt nicht reagieren zu können. Aber das ist natürlich ein generelles Problem aktueller Smartwatches, da man an fast allen Modellen nur Benachrichtigungen abrufen, aber nicht direkt antworten kann. Hier musste ich also oft in die Hosentasche greifen und mit dem Smartphone antworten. Immerhin hat das Lesen aber tadellos funktioniert. Zudem haben Apps wie „Snapchat“ auf dieser Smartwatch wenig Sinn. Hier können die Bilder oder Videos natürlich nicht angezeigt werden. Hier bekommt man lediglich über neue Snaps Bescheid. Natürlich ist es angenehmer auf das Handgelenk zu schauen als immer in die Tasche zu greifen, aber einen riesigen Unterschied macht das für mich auch nicht. Wobei das natürlich auch ein generelles Problem vieler Smartwatches ist.

Angenehm überrascht hat mich hingegen, dass ich die Smartwatch einfach auch (und ohne weiteres Gerät) als Armbanduhr benutzen kann, da die Uhrzeit immer angezeigt wird und der Akku lange hält. Lediglich optisch entspricht sie hier meinen Ansprüchen an eine Armbanduhr einfach nicht.

Auch die Akkulaufzeit von versprochenen sieben Tagen scheint mir nicht sonderlich übertrieben. Bei normaler Nutzung hielt der Akku wirklich eine gefühlte Ewigkeit (verglichen mit meinem iPhone). Immerhin nicht noch ein Gerät mehr, dass jede Nacht an die Steckdose will…

Ebenfalls als recht simpel und praktisch hat sich die Musik-Funktion der Pebble Time herausgestellt. Hiermit konnte ich problemlos hin- und herskippen. Hier harmonieren iOS und die Smartwatch einwandfrei. All dies funktioniert aber natürlich auch nur mit Smartphone. Als unabhängiger MP3-Player ist die Pebble Time jedoch nicht vorgesehen.

Positiv ist mir übrigens noch der Wecker aufgefallen. Da ich privat leider gezwungen bin, sehr viel Bahn zu fahren (gerne auch mal recht früh oder spät), empfand ich es als angenehm, mir den Wecker auf der Smartwatch zu stellen. Denn der weckt zuverlässig (bevor ich noch meine Haltestelle verpasse), beschallt dafür aber nicht das ganze Abteil. Die Vibration am Handgelenk ist zum Wecken stark genug und viel leichter wahrnehmbar als an einem Smartphone, dafür aber relativ geräuschlos.

Fazit

Wer ein wirklich elegantes Accessoire sucht, ist mit der Pebble Time an der falschen Adresse. Diese besticht eher durch technisierte Schlichtheit im Stile eine LCD-Uhr. Aber das ist wie immer natürlich Geschmacksache.

Zudem verfügt die Smartwatch weder über WiFi, noch über einen Pulsmesser oder GPS. Als eigenständiges Gadget (ohne Handy) oder gar als Fitnessuhr ist diese wohl also auch eher unbrauchbar.

iOS-Anwender seien außerdem gewarnt, da eine der wichtigsten Funktionen (das Mikrofon und dementsprechend die Antwort-Funktion) nicht vorhanden ist. Inwieweit das Mikrofon für Android-Anwendungen taugt, vermag ich nicht zu beurteilen, weil der Test mit einem iPhone vollzogen wurde.

Empfehlenswert ist die Pebble Time dagegen für solche Benutzer, die auf die guten alten Druck-Tasten stehen (ja, die soll es in Zeiten von Touchscreens auch noch geben). Zudem überfordert das Gerät nicht mit allzu viel Schnickschnack, sondern besinnt sich auf die wesentlichen Dinge (Uhrzeit und Mitteilungen anzeigen) und tut dies in solider Weise.

Generell ist jedoch nur ein Teil der angebotenen Apps für diese Smartwatch wirklich nützlich. Hier gilt es: ausprobieren, ausprobieren, ausprobieren!

Wer also eine Smartwatch sucht, die sich sehr von den gängigen Modellen der Konkurrenz in ihrer Bedienung unterscheidet, ist bei Pebble an der richtigen Adresse.

Ob der Preis von 200 Euro, das ist teurer als etwa die Sony Smartwatch 3, gerechtfertigt ist, muss jeder für sich entscheiden. Den Preis kann man vor allem rechtfertigen, wenn man es auf eine lange Akkulaufzeit und eine Smartwatch abgesehen hat, die permanent die Uhrzeit anzeigt, ohne dass ihr nach einem Tag die Puste ausgeht. Die App-Flexibilität von Android-Wear-Pendants fehlt allerdings.

Pebble Time Testergebnis

Positiv:
  • regelmäßige Updates und neue Funktionen
  • Mikrofon
  • einfache Bedienung durch Tasten
  • breites App-Angebot
  • lange Akkulaufzeit
Negativ:
  • fades Design
  • keine GPS- und WiFi-Schnitstellen
  • Display mit niedriger Auflösung
  • kein Touchscreen
Design 50
Display 60
Software 80
Performance 80
Akkuleistung 90
Preis-/Leistungsverhältnis 70
Weiterempfehlung 72

Erfahrungen

1 Bewertung für Pebble Time


Ulrike
5 out of 5

Die Bedienung ist einfach und intuitiv.
Das Design ist schlicht und schick zugleich.
Die Funktionalitäten unter IOS befriedigend. Allerdings Bin ich eher ein Android Fan und freue mich schon auf mein neues Abdroid Handy und die entsprechenden mehr Funktionen.


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