Samsung Gear S3
Das neue Modell ist erhältlich! Die Samsung Gear S3 jetzt mit verbesserten Funktionen.
Samsung Gear S3
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Samsung Gear S2
139,90 

Samsung Gear S2

gewählte Farbe: ( Schwarz )
Schwarz
Silber/Weiß
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Diese Smartwatch ist aktuell nicht in unserem Shop verfügbar.

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Die Samsung Gear S2 wurde gleichzeitig mit der Samsung Gear S2 Classic vorgestellt. Sie unterscheiden sich nur etwas in der Größe und im Gewicht sowie beim Material des Armbandes. Das Armband der Samsung Gear S2 ist aus Silikon und in verschiedenen Farben erhältlich. Auch bei dieser Smartwatch wurde mit dem Designer Alessandro Mendini zusammen gearbeitet um der Uhr ihren eigenen Stil zu vermitteln.

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Produktbeschreibung

Samsung Gear S2 Produktbeschreibung

Seit Ende 2015 bietet der Hersteller aus Südkorea die erste runde Smartwatch, die Samsung Gear S2, in gleich zwei verschiedenen Versionen an.

Technische Details der Samsung Gear S2

  • Display: 1,2-Zoll
  • Auflösung 360 x 360 Pixel
  • Display-Technologie: Circular Super AMOLED-Display
  • Prozessor: 1 GHz Dual-Core-Chip
  • Arbeitsspeicher: 512 MB RAM
  • Interner Speicher: 4 GB
  • Konnektivität: Bluetooth 4.1, WLAN, NFC, (GPS auf der 3G Version)
  • Akku: 250 mAh
  • Abmessungen: 39,9 x 43,6 x 11,4 mm
  • Gewicht: 42 g
  • Schutzstandard: IP68-Zertifizierung Wasser- und Staubgeschützt

Design der Samsung Gear S2

Das Design ist wohl der auffälligste Unterschied gegenüber seinem Vorgänger, der Samsung Gear 2. Zum ersten Mal setzt Samsung auf eine runde Smartwatch, dessen Classic Version auf den ersten Blick betrachtet eher klassisch, unauffällig wirkt und nicht sofort als Smartwatch erkannt wird. Das runde Design gefällt uns als Alternative zu den überwiegend rechteckigen Smartwatches sehr gut. Ein Vorteil gegenüber anderen, runden Modellen ist, dass Samsung es lobenswerter Weise geschafft hat, die gesamte Displayfläche zu nutzen und nicht noch einen schwarzen Balken am unteren Bildschirmrand als Sensor zu platzieren.

Samsung Gear S2/Schwarz
Die Bedienung erfolgt über den Touchscreen, Home- & Zurück Taste auf der rechten Seite und die Lünette, über die sich durch einen einfachen Dreh längere Texte durchscrollen, in Karten zoomen und Musiktitel wechseln lassen. Während sie bei der Sport Version eine glatte Oberfläche hat, verfügt die Classic Modell über eine Zier-Lünette, welche vergleichsweise etwas edler erscheint. Zwischen den beiden Tasten befindet sich im Edelstahlgehäuse ein Mikrofon verbaut.

Wie auch der Vorgänger verfügt die Uhr über einen Pulsmesser auf der Unterseite. Vergeblich sucht man allerdings den Lautsprecher oder eine Kamera wie es die Samsung Gear S2 hatte. Das schwarze Lederarmband des Classic-Modelles ist als klassisches Uhrenarmband mit einer Breite von 18mm angebracht. Das S2 Sport Modell ist wegen ihrer speziellen Anbindung nur mit den herstellereigenen Armbändern kompatibel und wird mit Silikonbändern ausgeliefert.

Das Betriebssystem der Samsung Gear S2

Samsungs neueste Smartwatch Gear S2 wird ab Werk mit dem Betriebssystem Tizen ausgeliefert. Dabei dreht es sich um ein alternatives Betriebssystem, das Samsung in Zusammenarbeit mit dem US-amerikanischen Chiphersteller Intel entwickelte. Die aktuelle Version wurde gegenüber der Gear 2 in Bezug auf die Bedienung über die drehbare Lünette optimiert. Während die Samsung Gear 2 nur mit Samsung Geräten genutzt werden konnte, listet der Hersteller auf der Website eine Liste mit zahlreichen kompatiblen Android Geräten. 2016 ist zudem die Kompatibilität mit Apples iOS geplant.

Um die Samsung Gear S2 mit einem Android-Smartphone koppeln zu können, ist die kostenfreie App Samsung Gear notwendig. Diese stellt ein Dashboard sowie einen Client zur Verfügung, mit dem die Samsung Gear S2 eingerichtet werden kann. Das eigentliche Pairing erfolgt mithilfe von Bluetooth 4.1. Im Test der Samsung Gear S2 Classic und dem Betriebssystem liefen alle Anwendungen, wie die Menüführung und sonstige Funktionen, außerordentlich fließend und zuverlässig. Verschiedene Programmanordnungen im Menü, Schnellzugriffe und insbesondere das Ziffernblatt des Homescreens können individuell sowohl über das Smartphone, als auch die Uhr selbst angepasst werden.

Samsung Gear S2 Menü

Pairing mit dem Smartphone und Multimedia-Features

Nachdem die Samsung Gear S2 erfolgreich mit einem kompatiblen Smartphone verbunden wird, kann in den Einstellungen der Gear App festgelegt werden, welche Benachrichtigungen des Smartphones auf der Gear S2 angezeigt werden sollen. So können eingehende Anrufe, Emails, Schnellnachrichten oder andere Benachrichtigungen der Smartphone Apps auf dem Display dargestellt werden. Durch Vibrationsalarm wird man über neue Benachrichtigungen nahezu zeitgleich informiert. Das Display leuchtet dabei nur auf, wenn man die Uhr wieder Richtung seiner Blickrichtung neigt.

Wie auch beim Vorgänger lassen sich unter einer Liste von festgelegten Kontakte aus dem Telefonbuch, diese direkt über die Smartwatch angewählt oder Nachrichten versendet werden. Die Eingabe erfolgt entweder über individuell definierbare Kurzantworten, Smileys, der Spracheingabe oder einer kleinen Tastatur auf dem Display. Der mit 4 GB recht umfangreiche Speicher kann mit diversen Multimedia-Inhalten gefüllt werden. Der direkte Zugriff auf diese Daten ist dann auch bequem mit der Samsung Gear S2 möglich, was unter anderem für Musik gilt.

Apps und Software für die Samsung Gear S2

Viele der vorinstallierten Apps erweisen sich als wirklich praktische Alltagsbegleiter. Über den Musikplayer können entweder Titel von dem Uhrspeicher selbst, oder auch die Musiksteuerung des Smartphones bedient werden. Auch ohne Smartphone lassen sich Bluetooth-Kopfhörer schnell über die Einstellungen mit der Samsung Gear S2 koppeln.

Zur Kalenderanwendung lässt sich ebenfalls ein Widget einstellen. Eine Übersicht der laufenden Termine wird so angezeigt. Andere Standardanwendungen wären Wetter, Galerie, Timer, Stoppuhr, Wecker, Kontakteschnellwahl (über das Telefon), Taschenrechner und sogar ein Diktiergerät, das mit der Spracheingabe interagiert.

Obwohl auf der Uhr bereits viele Apps vorprogrammiert sind und auch die Auswahl im Store groß scheint, handelt es sich bei den meisten Downloads bisher überwiegend um Watch-Faces. Einige nützliche Apps kommen nach und nach neu hinzu, aber insgesamt ist die Auswahl derzeit etwas beschränkt. In einigen Foren liest man, dass die Entwickler bereits intensiv an neuen Anwendungen arbeiten. Einige nennenswerte “Nicht-Samsung-Apps” sind beispielsweise eBay, verschiedene Nachrichtenkanäle, Lifesum, Yelp oder auch bereits schon eine Youtube- ähnliche Anwendung.

Akkulaufzeit

Die wohl größte Herausforderung ist eindeutig die Akkulaufzeit. Der verbaute 250 mAh Akku verspricht eine Akkulaufzeit von 2-3 Tagen. Bei regelmäßiger, aktiver Nutzung im normalen Modus (nicht Energiesparmodus) und über Bluetooth gekoppelt hält die Gear S2 im Praxistest 2 Tage problemlos durch. Da nachts jedoch sowieso selten Uhren getragen werden, ist es auch kein Aufwand die Smartwatch auf die Induktionsladestation zu legen.

Fazit

Mit der Gear S2 geht Samsung in seiner Reihe der Wearables einen großen Schritt weiter und bietet mit zwei verschiedenen Modellen eine schicken und nützlichen Alltagsbegleiter für Jedermann. Die einzigartige Bedienung über die Lünette vereint mit dem zeitlosen Aussehen macht Samsung seinen Mitstreitern ordentlich Konkurrenz. Die Software läuft fließend und zuverlässig und an die intuitive Bedienung ist man schnell gewohnt.

Dem gut durchdachten Betriebssystem steht derzeit leider noch eine sehr begrenzte Auswahl an Apps zur Verfügung und auch iOS-Nutzer müssen sich noch etwas gedulden um ebenfalls die schicke Uhr nutzen zu können. Ob für Sportler oder im Businessalltag, die Samsung Gear S2 bleibt für uns aktuell eine der besten erhältlichen Smartwatches.


Eigenschaften

Samsung Gear S2 Eigenschaften

  • Sprachen
  • deutschenglisch
  • Display Auflösung
  • 360x360
  • Anwendungsart
  • Business / OrganisationEntertainmentGesundheitsüberwachungKommunikation
  • Display Größe
  • 1.20
  • Display Touch
  • MultitouchTouch
  • Anschluss
  • Micro-USB
  • Wasserresistenz
  • Wasser- / Staubresistenz IP68wasserdicht
  • Funktionen
  • AnrufbenachrichtigungInaktivitätserinnerungKalenderLaufaufzeichnungMusikwiedergabeNachrichtenversandSprachassistentStoppuhrTaschenrechnerTelefonbuchTerminerinnerungTextbenachrichtigungenWeckerWetterzurückgelegte Distanz
  • Watch-Faces
  • Ja
  • Kompatibilität
  • AndroidAndroid KitKatAndroid LollipopAndroid Marshmallow
  • Armband Farbe
  • grauschwarzweiß
  • Mikrofon
  • Mikrofon
  • Abmessung
  • 42,3 x 49,8 x 11,4 mm (BxHxT)
  • Armband
  • Gummi / SilikonKunststoff
  • Glas
  • Gorilla GlasGorilla Glas 3
  • Lünetten Farbe
  • grausilber
  • Geschlecht
  • DamenHerrenUnisex
  • Typ
  • Smartwatch
  • Speicher
  • 4 GB
  • Lünette
  • rund
  • Betriebssystem
  • Tizen
  • Display
  • DisplaySuper-AMOLED
  • Prozessor
  • Dual-Core
  • Akku
  • 250 mAh
  • Vibration
  • Vibration
  • Konnektivität
  • BluetoothBluetooth 4.1NFCWLAN
  • Gewicht
  • 47 g
  • Display Farbe
  • mehrfarbig
  • Lünetten Material
  • EdelstahlMetall
  • Arbeitsspeicher
  • 512 MB
  • Sensoren
  • BarometerBeschleunigungssensorLagesensorPulsmesserPulsmesser ohne BrustgurtSchrittmesserUmgebungslichtsensor

Testbericht

Samsung Gear S2 Test

Ich war etwas spät dran mit dem Test der Samsung Gear S der ersten Generation. Doch das hat letzten Endes auch sein Gutes: Mir ist die Smartwatch mit Tizen als Betriebssystem noch sehr präsent im Gedächtnis. Das ist die perfekte Einstimmung auf den Test der Gear S2, welche einiges besser machen soll als das direkte Vorgängermodell. Beispielsweise hat Samsung den aus meiner Sicht mit Abstand größten Kritikpunkt ausgeräumt: Die neue Samsung Gear S2 muss nicht mehr ausschließlich mit Galaxy-Smartphones aktiviert bzw. mit Apps befeuert werden, sondern gibt sich nun der Vernetzung mit jeglichen Android-Smartphones hin. Außerdem ist das etwas klobige, eckige Design der ersten Generation einem runden Look gewichen. Im Test schaue ich mir die Samsung Gear S2 genauer an und wäge ab, ob sich der Umstieg eventuell sogar für Besitzer einer Gear S lohnen könnte.

Samsung Gear S2 Weiß

Samsung hat ein Einsehen: Wie bereits eingangs erwähnt, hat man sich von der Prämisse verabschiedet, dass Smartwatches von Samsung auch nur mit Smartphones von Samsung funktionieren dürfen. Denn seien wir doch ehrlich: Das ganze war eine Schnapsidee. Smartwatches sind eine noch recht junge Produktgruppe und mit der Einschränkung der Kompatibilität der ersten Gear S hatte Samsung zugleich den Kundenkreis künstlich eingeschränkt. Von diesem Irrweg kommt man nun ohne Umschweife ab: Für den Test konnte ich die Gear S2 sowohl mit einem Samsung Galaxy S6 Edge+ als auch meinem Honor 6 Plus koppeln – in beiden Fällen mit vollem Funktionsumfang. Genau dies hätte schon bei der Samsung Gear S so funktionieren sollen.

Was wiederum die technischen Daten betrifft, ergeben sich auf den ersten Blick deutlich weniger Veränderungen von der Samsung Gear S aus dem Jahr 2014 zur neuen Gear S2 des Jahres 2015.

So hat sich bei SoC, RAM und Speicherplatz nichts getan. Der Akku ist bei der Nicht-3G-Version, welche mir zum Test vorgelegen hat, sogar geschrumpft. Da das Display in Diagonale und Auflösung aber ebenfalls nach unten angeglichen wurde, ähneln die Akkulaufzeiten denen der Gear S. Allerdings täuscht der bloße Blick auf die nackten, technischen Daten im Falle der Samsung Gear S2 enorm. Denn die wahren Veränderungen betreffen gar nicht die erwähnte Hardware, sondern das Design und die Software. Spannend ist allerdings, dass Samsung sich von der eigenen SIM, noch Standard für die Gear S, bei der Samsung Gear S2 verabschiedet hat. Offenbar hat man bei den Südkoreanern erkannt, dass es noch zu wenig Möglichkeiten gibt, um die Smartwatch als Standalone-Gerät zu verwenden. Ein wenig schade ist das zwar, doch optional bzw. gegen Aufpreis bleibt die 3G-Version mit mobiler Breitbandanbindung für Enthusiasten erhalten. Na ja, zumindest gilt das fürs Ausland: Denn Samsung setzt auf eine eSIM, welche in der Wiege des Fortschritts, Europa, noch nicht unterstützt wird. Entsprechend ist hierzulande auch nur noch die Samsung Gear S2 ohne mobile Breitbandanbindung zu haben – ein Rückschritt gegenüber dem Vorgängermodell.

Allerdings handelt es sich bei dem angesprochenen Punkt im Grunde auch um den einzigen Minuspunkt, den man gegenüber dem Vorgängermodell bei der Gear S2 vergeben muss. Schon der erste Blick auf die Smartwatch hat mich nämlich nahezu seufzen lassen: „Na, es geht doch!“. So ist das nunmehr runde statt eckige Design einfach formschöner und macht sich am Handgelenk besser, da es mehr Gemeinsamkeiten mit klassischen Armbanduhren hat. Schaltet man das AMOLED-Display mit seinen satten Farben und tiefstem Schwarz an, meint man mit einigem Abstand auf eine ganz normale Armbanduhr zu blicken. Und das ist als enormes Kompliment an Design und Bildqualität gemeint.

Samsung Gear S2 Ladestation

Doch alles der Reihe nach. Im nächsten Abschnitt werde ich euch etwas mehr zu Design und Verarbeitung berichten, bevor ich im zweigeteilten Praxistest etwas zum generalüberholten Tizen als Betriebssystem des Wearables etwas sage und anschließend meine alltäglichen Erfahrungen mit der Samsung Gear S2 schildere. Klar, dass zur Abrundung ein Fazit folgt, in dem ich nochmals die wichtigen Stärken und Schwächen für euch gerafft präsentiere, um eine Kaufempfehlung abzuwägen.

Samsung Gear S2 Bloomberg App

Design

Für den Test habe ich von Samsung als Leihgabe eine Samsung Gear S2 mit weißen Silikonarmband erhalten. Dadurch gibt es durchaus im Look einen Bruch zwischen dem schlichten, silbernen Edelstahlgehäuse und dem eher günstig wirkenden Armband. Leider bleibt hier dann doch meine Kritik bestehen: Samsung bleibt bei proprietären Armbändern. Das bedeutet, man kann keine Standard Uhrenarmbänder einsetzen, da die Südkoreaner auf Teufel komm raus einen eigenen Verschlussmechanismus nutzen. Aktuell kann man daher nur über Samsung selbst relativ teure Ersatzarmbänder ordern. Preisgünstigere Drittanbieter für Armbänder sucht man derzeit noch vergeblich. Hier wünsche ich mir persönlich mehr Freiheiten, denn was an regulären Uhren geht, darauf sollte ich nicht an einer Smartwatch verzichten müssen. Allerdings betrifft dieser Kritikpunkt leider nicht nur Samsung im Speziellen, sondern die meisten Smartwatches im Allgemeinen.

Samsung Gear S2 Lieferumfang

Durch das Silikonarmband wirkt die Samsung Gear S2 weniger edel und eher sportlich – aber keineswegs billig. Sie siedelt sich also im Design als Mittelweg zwischen der sehr Fitness-betonten Sony Smartwatch 3 und der noblen Motorola Moto 360 an. Am Handgelenk trägt sich die Gear S2 sehr angenehm, da sie zum einen nicht so extrem hervorsticht wie das Vorgängermodell aber auch leichter daherkommt. Wer das Tragen einer normalem Armbanduhr kennt, gewöhnt sich sicherlich schnell an die S2. Auffällig sind dabei die zwei Buttons an der rechten Seite des Gehäuses. Verdorben von Smartphone-Tests nahm ich auf den ersten Blick an, dass die zweite Taste natürlich ein Lautstärkeregler sein müsste. Das ist natürlich Quatsch, denn die Gear S2 verzichtet jetzt im Gegensatz zum Vorgängermodell auf einen Lautsprecher bzw. ist jener nur noch bei der außerhalb Europas erhältlichen 3G-Variante erhalten geblieben. Nein, vielmehr ist die untere Taste wie erwartet der Power-Button, der obere Knopf ist aber eine physische „Zurück“-Taste. Als langjähriger Nutzer eines Samsung Galaxy S3 weckt das fast Nostalgiegefühle in mir. Schließlich ist Samsung auch im Smartphone-Segment einer der wenigen Hersteller, der noch z. B. einen physischen Home-Button und separate Touch-Buttons einsetzt – statt reiner Software-Tasten auf dem Touch-Display bzw. innerhalb der Android-Oberfläche.

Doch das wahre Highlight, man kann wirklich sagen geradezu genial, ist die Lünette. Die Lünette ist der runde Rahmen an der Vorderseite der Smartwatch, welcher das Display bzw. Zifferblatt umgibt. Im Falle der Samsung Gear S2 ist die Lünette sowohl nach links als auch nach rechts drehbar. Dabei gibt es spürbare, leichte Abstufungen, wie etwa bei einem Mausrad. Dadurch kann man die Lünette quasi gezielt in einzelnen Schritten drehen. Wozu das ganze gut sein soll? Nun, man kann damit durch das Betriebssystem navigieren und ist nicht nur auf den Touschreen angewiesen. Im Grunde hat Samsung damit völlig ohne zu kopieren seinen eigenen Weg gefunden die Vorteile der digitalen Krone der Apple Watch für sich zu adaptieren. Tatsächlich ist die Lösung über die Lünette der Samsung Gear S2 meiner Ansicht nach sogar noch wesentlich funktionaler und eleganter.

Samsung Gear S2 Hinten

Was den Bildschirm betrifft, so profitiert dieSamsung Gear S2 von der Super-AMOLED-Technik. Auch wenn ich bereits das LC-Display der Motorola Moto 360 der zweiten Generation als sehr hochwertig empfunden habe, toppt die Gear S2 jenes nochmal locker. Obwohl es bei Smartphones Geschmackssache ist, ob man nun LC- oder AMOLED-Displays bevorzugt, denn beide Techniken haben ihre Vor- und Nachteile, sollte bei einer Smartwatch nichts an einem AMOLED-Display vorbei führen. Die Begründung liegt nahe: Auf seine Uhr am Handgelenk blickt man nunmal meist nicht kerzengerade und dadurch spielt die Blickwinkelstabilität eine enorme Rolle. Hier liegen dann die Vorzüge der AMOLEDs. Genau das merkt man auch bei der Samsung Gear S2. Zu jederzeit konnte ich den Bildschirm perfekt ablesen. Obwohl OLED-Bildschirme bei Sonneneinstrahlung in der Regel schlechter zu lesen sind als ihre LCD-Pendants, kann ich dies von der Gear S2 zum Glück nicht behaupten. Samsung hat es drauf, was Smartwatch-Bildschirme betrifft und die Gear S2 ist für mich persönlich in diesem Bezug ab sofort der neue Maßstab in Sachen Bildqualität, an dem sich die Konkurrenz messen lassen muss.

Zum Abschluss noch eine kleine Sache: Genau wie bei der Moto 360 lässt sich die Gear S2 nur über einen kleinen Ladesockel aufladen. Dort sitzt die Uhr dann magnetisch fest. Ein wenig schade finde ich daran, dass die Ladeschale der Gear S noch selbst einen Akku integrierte und so unterwegs sogar die Gear S ohne Zugang zu Netzstrom bespaßen konnte. Jene Möglichkeit entfällt mit der neuen, konventionelleren Ladestation. Wiederum fehlt an der Gear S2 ein eigener Micro-USB-Anschluss. Schauen wir uns aber zunächst doch einmal das Betriebssystem Tizen und die weitere Software-Ausstattung der Samsung Gear S2 genauer an.

Praxistest

Das Spielchen kennt ihr von der Samsung Gear S2: Nach dem ersten Hochfahren quengelt die Gear S2 erstmal nach einem Smartphone. Vorher läuft überhaupt nichts. Das finde ich persönlich etwas nervig, aber Samsung bleibt bei dieser Strategie. Immerhin benötigt man nun aber für die Inbetriebnahme der Gear S2 nicht mehr zwangsweise ein Galaxy-Smartphone aus Samsungs eigenen Reihen. Auch an anderen Android-Geräten ist die Kopplung und Einrichtung möglich. Voraussetzung ist lediglich die Installation der passenden App, des Samsung Gear Managers. Damit ist es aber noch nicht gänzlich getan: Bei der ersten Verbindungsaufnahme schaufeln die Samsung Gear S2 und das Smartphone erstmal Daten hin und her bzw. der Gear Manager lädt einige Updates herunter. So musste ich einige Minuten abwarten, bis ich endlich mit der Gear S2 loslegen konnte.

Samsung Gear S2 CNN App

Was die Apps betrifft, so ist die Auswahl für die Samsung Gear S2 mit dem Betriebssystem Tizen aktuell noch deutlich geringer als für Konkurrenzmodelle mit Android Wear. Je nachdem wie die eigenen Ansprüche liegen, dürfte man aber dennoch zufrieden sein. Ab Werk stehen übrigens an der Gear S2 haargenau 15 Zifferblätter zur Auswahl. Ich persönlich war jedoch recht enttäuscht vom Angebot: Es ist kein richtig schönes, klassisches Design dabei wie etwa bei der Motorola Moto 360. Das wird allerdings Geschmackssache sein. Für Nachrichten-Fans ist jedoch angenehm, dass zwei Watchfaces, nämlich von CNN und Bloomberg, auch aktuelle Schlagzeilen aus dem WWW anzeigen. Ein cooles Feature, das sicherlich einigen Nutzern zusagen dürfte. Auch wenn ich selbst also ein simples, klassisches Design im traditionellen Uhren-Look vermisst habe, dürften die meisten anderen Käufer rasch unter den Standard-Designs fündig werden.

Samsung Gear S2 Appauswahl

Dann haben wir da allerdings die Sache mit der Wi-Fi-Verbindung: Ja, die Samsung Gear S2 kann unabhängig von einem Smartphone in drahtlose Netzwerke vorstoßen. Allerdings ist die Uhr dennoch ständig vom Smartphone abhängig. So greift die Gear S2 nur auf Wi-Fi zurück, wenn Bluetooth nicht zur Verfügung steht. Was mich auch genervt hat: Will ich an der Gear S2 eine Stadt für z. B. Wetter-Apps einrichten, muss an meinem Smartphone der Dienst zur Ermittlung des aktuellen Standorts aktiviert sein – GPS allein nützt nix. Wer also etwas sensibler mit seinen Daten umgeht, rollt hier genau wie ich mit den Augen. Doch zurück zur Wi-Fi-Problematik: Die Schnittstelle erweist sich meist als sinnfrei, denn eigenständig weiß die Smartwatch mit dem drahtlosen Internet leider rein gar nichts anzufangen. Das hat doch bei der Gear S noch anders ausgesehen, Unterwegs dient Wi-Fi nur dazu Verbindung mit dem Smartphone aufzunehmen, sollte es z. B. daheim auf dem Nachttisch liegen, aber auch mit dem Internet verbunden sein. Recht umständlich tauschen Smartphone und Smartwatch dann via Wi-Fi Daten untereinander aus. Im Grunde zieht man die Nabelschnur also nur endlos in die Länge.

Samsung Gear S2 Musik App

Will man dann auf Apps zugreifen, müssen jene teilweise sogar auch noch am Smartphone aktiviert sein. Wer häufig im Taskmanager aufräumt, erlebt an der Samsung Gear S2 dann also unterwegs sein blaues Wunder. Sinnvoller ist dann schon der integrierte Musikplayer der Gear S2, da die Musikwiedergabe nicht nur über die Uhr fernsteuerbar ist, sondern im internen Speicherplatz auch weitere Songs Platz finden. Anders als bei der Konkurrenz von Android Wear, welche immer erst den anstrengenden Umweg über Google Play Music nimmt, lässt sich die Gear S2 direkter befeuern. Allerdings muss man auch hier Wartezeit mitbringen und kann sich schon einmal eine Zeitschrift zurechtlegen: Schaufelt man drahtlos ein MP3-Album mit 320 KB/s auf die Samsung Gear S2, kann das gut und gerne eine halbe Stunde dauern. Irgendwie traurig, dass mein über zehn Jahre alter MP3-Player sich da als benutzerfreundlicher erweist und via USB in wenigen Sekunden mit den gleichen Daten einsatzbereit zum Joggen ist.

Samsung Gear S2 Wecker App

Was die restliche Software betrifft, so geht die Samsung Gear S2 mit den üblichen Standard-Apps und -Funktionen für die Sprachsteuerung (S Voice), das Wetter, Fitness- und Gesundheitsdaten via S Health, einer App für E-Mail-Benachrichtigungen, Kalender, Wecker, Kontakte, Fotogalerie, Karten, Find My Phone und eine Stoppuhr. Mir persönlich hat aber besonders die Ergänzung der Nachrichtendienste von CNN und Bloomberg gefallen. Sicher sind die Plattformen nicht jedermanns Sache, denn solides Englisch sollte man zur Nutzung schon beherrschen. Doch speziell die CNN-App hat mich sehr begeistert: Über die Lünette wechselt man zwischen unterschiedlichen Nachrichtensegmenten und kann dann wiederum in einem schlichten Untermenü aus Schlagzeilen wählen. Sagen wir man interessiert sich für News aus Europa, wählt man jenen Bereich, sucht dann die Schlagzeile, für die man sich interessiert und kann dann komplette Artikel lesen.

Samsung Gear S2 Programmvorschau App

Über Drehungen an der Lünette scrollt man dann durch den Text. Jener ist relativ groß gedruckt und prangt simpel weiß auf schwarz. Für mich handelt es sich hier um ein super Feature, das in der Praxis tadellos funktioniert. Für die Zukunft wäre es natürlich das höchste der Gefühle, wenn mehr Websites bzw. Magazine und Verlage ähnliche Apps für Smartwatches anbieten würden. Die Bloomberg-Apps funktioniert übrigens ebenfalls, zeigt einem aber leider keine vollständigen Artikel an, sondern nur Anreißer. Will man weiterlesen, kann man immerhin auf „Am Telefon anzeigen“ tippen und ruft dann den gesamten Beitrag am Smartphone ab.

Mein Zwischenfazit zur Software: Die Bedienung ist dank der Kombination aus Lünette und Touchscreen an der Samsung Gear S2 intuitiver und offeriert mehr Möglichkeiten. Aus meiner Sicht ist auch die Menüführung wesentlich aufgeräumter, da man hier im Grunde nie nach oben oder unten wischen muss, sondern nur nach links und rechts. Das erleichtert die Orientierung enorm. Dafür sind die Menüs teilweise etwas verschachtelter, doch man erreicht schneller die Features, die man sucht. Gerade für Smartwatch-Neulinge ist Tizen hier sicher die empfehlenswertere Oberfläche. Nun muss es nur noch mehr Apps wie die fantastische CNN-Anwendung für Nachrichten geben – möglichst auch aus deutschen Quellen. Immerhin sieht man hier, was möglich sein könnte, wenn die Kundenbasis wächst.

Viele von euch werden nun auf meine Aussagen zur Akkukapazität pochen. So gilt für die Samsung Gear S2, was für die meisten Smartwatches gilt: Nutzt man das Wearable von abends bis morgens für mehr als nur die Uhrzeit, so ist die Wahrscheinlichkeit recht groß, dass die Gear S2 nach ca. zwei Tagen abends nach der Steckdose bzw. der Ladestation verlangt. Ich meine damit, dass ich während der Nutzung eben mehrmals täglich Benachrichtigungen gecheckt habe oder die oben beschriebene CNN-App ausgekostet habe. Es hängt aber stark von der individuellen Nutzung der Smartwatch ab, wie lange der Akku am Ende durchhält. Wer die Samsung Gear S2 seltener nutzt als ich, kommt vielleicht auch volle drei Tage hin. Wer dagegen alle paar Minuten Nachrichten eintrudeln sieht und die Fitness-Funktionen häufig beansprucht, muss möglicherweise nach einem Tag aufladen. Festhalten kann man, dass die Gear S2 ähnliches Durchhaltevermögen aufweist wie das Vorgängermodell.

Samsung Gear S2 am Arm

Nochmals loben möchte ich die Bedienung via Lünette: Im Alltag kam mir der Touchscreen der Smartwatch nun fast schon hinderlich vor, da ich die Lünette als viel praktischer empfand. Selten habe ich noch auf den Touchscreen getippt und meistens die Lünette zur Bedienung genutzt. Ich hoffe wirklich sehr, dass dieses Beispiel Schule macht bzw. Samsung dieses Feature definitiv für weitere Generationen beibehält. Viel schneller als über das Wischen navigierte ich während der Testphase mithilfe der Lünette durch die Menüs. Beispielsweise erleichtert es die Lünette auch, direkt über mehrere Schritte in Untermenüs zu gelangen. Es geht einfach um einiges fixer die Lünette drei Stufen weiterzudrehen als dreimal am Bildschirm zu wischen. In Kombination mit dem Hardware-Button für „Zurück“ war die Benutzererfahrung an der Gear S2 die bisher komfortabelste, die mir eine Smartwatch geboten hat. Wer möchte, kann zudem den Power-Button bzw. dessen Doppelklick mit einer Aktion konfigurieren. Besser hätte Samsung die Bedienung der Smartwatch aus meiner Sicht nicht lösen können.

Samsung Gear S2 App Ubersicht

Im Test erwies sich auch der Schrittzähler als verlässlich und auch die Herzfrequenz zu erfassen war weniger störrisch als bei der Motorola Moto 360, welche mir kurioserweise extrem schwankende Ergebnisse lieferte. Allerdings ist die Gear S2 dafür etwas pikierter, was die Synchronisation von Fitnessdaten betrifft. Am liebsten mag die Smartwatch Samsung S Health, bei dem es keinerlei Probleme gegeben hat. Während des Testzeitraumes wollte ich gerne zur Abwechslung auch mit Google Fit experimentieren – das funktionierte allerdings nicht. Ansehen kann man sich die Gesundheits- und Fitness-Daten sowohl direkt an der Smartwatch in S Health als auch mit mehr Details am Smartphone innerhalb der Samsung-App.

Schön ist, dass man an der Samsung Gear S2 Nachrichten nicht nur lesen, sondern auch beantworten kann. Zumindest geht dies bei einigen Messengern. Entweder man entscheidet sich für vorgefertigte Antworten / Emojis oder diktiert via Spracheingabe einen Text. Eine Onscreen-Tastatur, wie noch bei der Gear S, gibt es zwar auch, sie ist aber nur in einigen Apps nutzbar und aufgrund des kleinen Displays meist praktisch schwer zu gebrauchen. Dafür hat das Diktieren im Test überraschend gut funktioniert und unterstrichen, dass die Spracherkennung heutzutage an Gadgets bereits deutlich besser funktioniert, als noch vor ein paar Jahren. Nachteil: Auf offener Straße in seine Uhr zu quasseln, ist nicht jedermanns Sache. Super finde ich auch die Option neben den Standardantworten für beispielsweise SMS zusätzlich eigene Texte zu ergänzen – das geschieht dann über den Gear Manager am Smartphone. Auf diese Weise kann man sich auch ein paar kreativere Antworten überlegen und mehr Situationen abdecken.

Samsung Gear S2 Nachrichten Apps

Was den Vibrationsmotor betrifft, fand ich dessen Stärke vollkommen ausreichend. Es wird aber sehr davon abhängen, wie man die Samsung Gear S2 trägt und wie empfindlich man reagiert, ob man mit den Vibrationsalarmen klarkommt. Insgesamt habe ich die Samsung Gear S2 im Alltag aber wirklich gerne genutzt und die negativen Punkte musste man wirklich eher genau suchen.

Fazit

Die Samsung Gear S2 räumt fast alle Kritikpunkte der Gear S aus: Sie ist endlich zu allen Android-Smartphones kompatibel, bietet ein deutlich moderneres und formschöneres Design und räumt die Benutzeroberfläche auf. Wer einmal die Bedienung über die Lünette der Uhr ausprobiert hat, wird zudem nie mehr eine Smartwatch ohne dieses Feature verwenden wollen. Auch das AMOLED-Display begeistert mit tollen Blickwinkeln und satten Farben.

Samsung Gear S2 und Galaxy S6 edge+

Schade ist, dass die SIM-Unterstützung entfallen ist und Samsung im Grunde sein Standalone-Konzept ad acta gelegt hat. Jedenfalls gilt das für Europa, denn die 3G-Version der Gear S2 ist bei uns nicht erhältlich. Insgesamt kann ich persönlich die Samsung Gear S2 aber nur wärmstens empfehlen. Es handelt sich vermutlich um die bisher interessanteste Smartwatch, die mir untergekommen ist. Sollte man die App-Unterstützung noch ausbauen, etwa durch mehr Nachrichten-Apps wie die erstklassige CNN-Anwendung, müsste Android Wear sich ganz warm anziehen.

UPDATE: (18.07.2016)

Mittlerweile wurden zahlreiche Updates für die Samsung Galaxy Gear S2 veröffentlicht – außerdem ist es nun zumindest für Kunden von Vodafone und 02 exklusiv möglich, 3G direkt über eine eSIM zu nutzen.

Samsung Gear S2 Testergebnis

Positiv:
  • geniale Bedienung über die Lünette
  • stark verbessertes Design
  • zu allen Android-Smartphones kompatibel
  • aufgeräumtes und flüssiges Betriebssystem
  • tolle Nachrichten-App
  • exzellentes AMOLED-Display
Negativ:
  • keine SIM-Unterstützung in Europa
  • stark auf Smartphone-Vernetzung angewiesen
  • weniger App-Unterstützung als bei Android Wear
  • Aufladung nur über proprietären Ladesockel
Design 90
Display 80
Software 80
Performance 80
Akkuleistung 70
Preis-/Leitungsverhältnis 70
Weiterempfehlung 78

Erfahrungen

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