TicWatch Pro

TicWatch Pro

gewählte Farbe: ( Schwarz/Silber )
Schwarz/Silber
Schwarz
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Vollgepackt mit einem reichhaltigen Funktionsumfang ist die Ticwatch Pro des Herstellers Mobvoi ein Allrounder, der sich sowohl im Alltag als auch in der Freizeit bewährt. Sportlich aktiven Trägern bietet die Uhr mit einem integrierten GPS Empfänger sowie einer permanenten Herzfrequenzmessung einen Mehrwert. Das installierte Betriebssystem Wear OS von Google erlaubt darüber hinaus eine nahezu unbegrenzte Nutzung durch den Download von Apps aus dem Play Store. Eine Besonderheit stellt die Smartwatch aber insbesondere aufgrund ihrer Bildschirm-Technologie dar. Hier sind zwei Displays übereinander gelegt. Dadurch ist in der Konsequenz eine deutlich längere Akkulaufzeit möglich, die im Idealfall bis zu 30 Tage beträgt.

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Produktbeschreibung

TicWatch Pro Produktbeschreibung

Nachdem Hersteller Mobvoi mit seinen beiden Smartwatch-Modellen Ticwatch S und Ticwatch erstmals auf Googles Betriebssystem Wear OS vertraut hatte, setzt die Marke das auch bei der im Anschluss präsentierten Tichwatch Pro fort. Von gewöhnlichen Wearables hebt sie sich durch ihre spezielle Anzeige ab. Ähnlich wie bei den Outdoor-Smartwatches von Casio sind zwei Displays übereinander gelegt. Für die gewöhnliche Nutzung ist der AMOLED Bildschirm vorgesehen. Soll lediglich die Zeit veranschaulicht werden, greift ein FSTN Display, das wesentlich energiesparender arbeitet und damit eine ausgedehnte Akkulaufzeit erlaubt. Neben dieser Spezifikation überzeugt die Ticwatch Pro mit einem dicken Bündel an Funktionen. Als Smartwatch informiert sie zu auf dem Mobiltelefon eingehenden Anrufen und Mitteilungen. Der Google Assistant erweist sich in vielerlei Hinsicht als nützliche Unterstützung. Darüber hinaus können unzählige Apps aus dem Play Store aufs Handgelenk geladen werden. Sportliche Tauglichkeit beweist die Uhr unter anderem mit einem optischen Pulsmesser sowie einem GPS Modul.

Ausgefeilte Displaytechnologie für mehr Ausdauer des Akkus

Die Ticwatch Pro wird in zwei grundlegenden Design-Varianten angeboten. Beide Ausführungen verfügen über ein schwarzes Lederarmband, das einen edlen, klassischen Look erzeugt. Diesen generiert ebenfalls das Gehäuse, welches einmal ebenfalls in Schwarz angeboten wird sowie bei der zweiten Variante in Silber. Der Durchmesser der Smartwatch beträgt 45 Millimeter, wobei die Gehäusedicke bei 12,6 Millimetern liegt. Auf den Positionen von zwei und vier Uhr ist jeweils eine Taste zu finden – diese beiden Drücker fungieren als Steuerelemente. Vornehmlich wird die Ticwatch Pro allerdings über den Bildschirm und damit mittels Fingerberührungen bedient.

Ticwatch Pro Smartwatch

Das Display dieses Wearables bedarf einer besonderen Erwähnung, da es auf einem speziellen Konzept beruht. Der AMOLED Bildschirm, der mit 400 x 400 Pixeln auflöst, dürfte den meisten so oder in leicht abgewandelter Form auch von anderen Smartwatches bekannt sein. Darüber liegt jedoch ein weiterer Screen: Ein FSTN LCD Display, welches die Inhalte lediglich einfarbig darstellt und besonders energiesparend arbeitet.

Möchte der Nutzer die Kapazitäten des Akkus schonen, aktiviert er dieses Display und schaltet damit in den sogenannten Essential-Modus. Die Darstellung der Ticwatch Pro ist bei sämtlichen Lichtverhältnissen perfekt ablesbar. Möglich wird das einerseits durch einen Umgebungslichtsensor, der dabei hilft, die Helligkeit zu regulieren. Zum anderen ist das FSTN Display auch bei direkter Sonneneinstrahlung perfekt einzusehen.

Ticwatch Pro Smartwatch_1

Zur reichhaltigen technischen Ausstattung der Smartwatch gehören unter anderem ein Mikrofon, ein Lautsprecher, ein optischer Pulsmesser, ein GPS Modul sowie ein integrierter Speicher von 4 Gigabyte. Obendrein ist die intelligente Uhr nach IP68 zertifiziert und damit wasserdicht.

Vielseitiges Können und damit hilfreich im Alltag sowie beim Sport

Die Mobvoi Ticwatch Pro lässt ihrem Träger die Wahl. Er darf entscheiden, ob er den herkömmlichen Smartwatch-Modus nutzt oder die Vorteile des FSTN Displays mit einbezieht. Wird dieses aktiviert, verlängert sich die Akkulaufzeit um bis zu fünf Tage. Wer die Uhr komplett aufgeladen von Beginn an mit diese Energiespar-Option arbeiten lässt, kann sogar eine Laufzeit von bis zu 30 Tagen am Stück erwarten. Auch wenn der AMOLED Bildschirm nicht eingeschaltet ist, zählt die Smartwatch dennoch die Schritte weiterhin und zeichnet die Aktivtäten ihres Besitzers auf.

Ticwatch Pro Smartwatch_3

Zu den Fitness Funktionen der Ticwatch Pro gehört weiterhin die Berechnung des Kalorienverbrauchs, welche dank eines optischen Pulsmessers umso exakter ausfällt. Die Herzfrequenz wird von der Uhr permanent bestimmt. Für Outdoor Aktivitäten wie das Joggen oder Radfahren empfiehlt sich das integrierte GPS Modul, mit dessen Hilfe sich zurückgelegte Strecken aufzeichnen lassen. Die standesgemäß zu Wear OS gehörende Google Fit App erlaubt es, bestimmte Aktivitäten manuell zu starten und dann von der Smartwatch zu erfassen. Wer hinsichtlich der sportlichen Funktionen noch mehr Wünsche hat, kann sich über den Play Store weitere Anwendungen wie etwa Strava oder Runtastic herunterladen.

Für alle sportlich Aktiven, aber auch alle anderen, die gern Musik unterwegs genießen, ist die Mobvoi Ticwatch Pro ebenfalls ein willkommener Begleiter. Sie hält einen Speicher von 4 Gigabyte bereit. Dieser kann mit persönlichen Lieblingstiteln gefüllt werden. Das Abspielen erfolgt anschließend über gekoppelte Bluetooth Kopfhörer. Andernfalls besteht die Option, die auf dem Smartphone laufende Wiedergabe über das Handgelenk zu steuern.

Ticwatch Pro Smartwatch_2

Ihre Vielseitigkeit im Alltag beweist die Smartwatch ebenso. Auf dem Mobiltelefon ankommende Nachrichten können direkt über das Display dargestellt und beantwortet werden. Mit Android Geräten ist außerdem die Möglichkeit gegeben, Anrufe anzunehmen und zu führen. Die intelligente Uhr nutzt alle für Wear OS gängigen Anwendungen wie einen Übersetzer, einen Timer, eine Stoppuhr oder auch den Google Assistant. Letztgenannter ist der intelligente Sprachassistent, der sich in vielerlei Hinsicht als praktisch erweist. So kann er unter anderem die Route zu bestimmten Zielen aufzeigen, Wissensfragen beantworten oder auch an gespeicherte Termine erinnern. Darüber hinaus unterstützt die Mobvoi Ticwatch Pro das bargeldlose Bezahlen via NFC.


Eigenschaften

TicWatch Pro Eigenschaften

  • Abmessung
  • 12,6 mm Dicke
  • Lünette
  • rund
  • Lünetten Material
  • GlasfasernKunststoff
  • Lünetten Farbe
  • schwarzsilber
  • Sensoren
  • BeschleunigungssensorPulsmesserPulsmesser ohne BrustgurtSchlafüberwachungSchrittmesserUmgebungslichtsensor
  • Konnektivität
  • Bluetooth
  • Speicher
  • 4 GB
  • Typ
  • Smartwatch
  • Vibration
  • Vibration
  • VÖ-Datum
  • Juli 2018
  • Wasserresistenz
  • SpritzwassergeschütztWasser- / Staubresistenz IP68
  • Watch-Faces
  • Ja
  • Kompatibilität
  • AndroidAndroid 4.4iOSiOS 9+
  • Display Auflösung
  • 400x400
  • Anwendungsart
  • Business / OrganisationFitness / SportLaufen / TrackerGesundheitsüberwachungRadfahren
  • Arbeitsspeicher
  • 512 MB
  • Armband
  • Leder
  • Armband Farbe
  • schwarz
  • Betriebssystem
  • Wear OS
  • Display
  • DisplayLCDOLED
  • Display Farbe
  • einfarbigmehrfarbig
  • Kategorie
  • Herren SmartwatchSmartwatch
  • Display Größe
  • 1.40
  • Display Touch
  • Touch
  • Funktionen
  • AnrufbenachrichtigungKalorienverbrauchKamera-FernsteuerungKompassKontaktloses BezahlenLaufaufzeichnungMusiksteuerungMusikwiedergabeTextbenachrichtigungenWeckerzurückgelegte Distanz
  • Geschlecht
  • Herren
  • Gewicht
  • 58,5 g
  • Akku
  • 415 mAh

Unboxing

TicWatch Pro Unboxing Video


Testbericht

TicWatch Pro Test

Gegen Ende Mai 2018 wurde bekannt, dass der chinesische Hersteller Mobvoi eine neue Smartwatch plant. Wie die bereits zuvor veröffentlichten beiden Modelle TicWatch S und TicWatch E sollte auch diese abermals mit Googles Betriebssystem Wear OS laufen. Besagte Uhren erschienen nach erfolgreicher Crowdfunding-Kampagne zum Jahresende 2017 und verbuchten eine Reihe positiver Rezensionen für sich. Es waren zugleich die ersten beiden Wearables, die der Hersteller nicht mit der eigenen Software versehen hat, die bis dato als Ticwear OS auf den hauseigenen Modellen lief.

Umso gespannter beobachtete ich den Marktstart der TicWatch Pro, die mit einem stilvolleren Design auf die beiden sportlicher wirkenden Smartwatches folgte. Vielleicht wäre sie nur eine weitere intelligente Uhr mit Googles Wear OS – allerdings überraschte Mobvoi mit einem innovativen Konzept für das Display. Gleich zwei Bildschirme sind übereinander gelegt und können für eine verlängerte Akkulaufzeit sorgen. Ein solches Prinzip kannte ich bis dahin nur von Casio und seiner Pro-Trek-Serie, die Smartwatches für Outdoor-Sportler beinhaltet.

Das weckte mein Interesse und veranlasste mich dazu, die TicWatch Pro selbst einmal im Rahmen eines Tests unter die Lupe zu nehmen. Die beiden Displays sind nur ein Aspekt, den es zu beleuchten gilt. Darüber hinaus stecken zahlreiche technische Features in der Smartwatch, zu denen etwa ein GPS Empfänger oder auch ein optischer Pulsmesser gehören. Kombiniert mit einem vergleichsweise günstigen Preis könnte es sich hier um ein konkurrenzfähiges Modell handeln, das es durchaus mit Wearables bekannterer Hersteller aufzunehmen vermag – doch ist dem wirklich so? Genau das wird der Test der TicWatch Pro am Ende ans Tageslicht bringen.

Design

Im ersten Punkt soll es um das Design der TicWatch Pro gehen und für mich beginnt eine solche Einschätzung immer mit der Verpackung – der erste Eindruck zählt schließlich. Die Smartwatch kommt in einer rechteckigen Box zu ihren neuen Besitzern. Der Karton ist noch einmal durch eine Hülle umgeben, die eine Reihe wichtiger Informationen zusammenfasst. Hierzu gehören insbesondere die technischen Eigenschaften, durch die sich die Uhr auszeichnet. So kann ich unter anderem ablesen, dass Googles Betriebssystem Wear OS auf der Smartwatch installiert ist, sie eine Akkulaufzeit von fünf Tagen ermöglicht, oder auch mit einem GPS Modul und einem optischen Pulsmesser versehen ist.

All diese Eckdaten sind auf der Rückseite vermerkt – von vorn begegnet mir die TicWatch Pro schon einmal mit einem Foto. Außerdem fällt mir sofort ein rotes Label auf, das zu verstehen gibt, dass die Smartwatch den „IF Design Award 2018“ für sich verbuchen konnte. Zwar sagt mir diese Auszeichnung nichts, vermutlich war aber das spezielle Double-Layer-Display ein ausschlaggebender Grund, worauf ich gleich noch zu sprechen komme.

Schon vor dem Öffnen der Box erfahre ich zu guter Letzt, was mich im Inneren erwartet: Zusammengefasst ist schließlich noch der Lieferumfang, zu dem neben der Uhr selbst das dazugehörige USB-Kabel sowie ein Nutzerhandbuch gehören. In jedem Fall ist das schön übersichtlich gehalten und spricht mich ebenso an wie die komplette Verpackung. Doch genug des Vorgeplänkels – viel interessanter ist die TicWatch Pro selbst, die mir mit „Premium Materialien“ angekündigt wird, denn auch das ist als Aufschrift auf dem Karton zu finden.

Mobovoi Ticwatch Pro Test

Nun gut – schreiben mag ein Hersteller vieles, aber trifft es denn auch zu? Die Antwort kann ich bereits geben, als ich die Uhr erstmals in den Händen halte und sie fällt positiv aus. Tatsächlich macht die TicWatch Pro auf Anhieb einen hochwertigen Eindruck und deutet auf eine ansprechende Verarbeitung hin. Im späteren Test wird sich das bestätigen. Konkret ist das Armband aus zwei Materialien gefertigt: Leder auf der nach außen gerichteten Seite, Silikon auf der dem Handgelenk zugewandten Seite, um eine Schweißbildung zu minimieren. Das macht definitiv Sinn und ist gut umgesetzt. Das Gehäuse besteht indes aus einer Kombination von Carbon und Kunststoff.

Mobovoi Ticwatch Pro Test_1

Was lässt sich noch zur ersten Begegnung mit der Smartwatch sagen? Sie ist leicht und lässt sich damit angenehm tragen. Auf den Positionen von zwei und vier Uhr sind zwei Tasten angebracht, die neben den Fingerberührungen über das Display zum Bedienen vorgesehen sind. Genau dadurch vermag mich die Uhr an ein Modell eines anderen Herstellers zu erinnern: die Huawei Watch 2. Sie macht einen ähnlich stilvollen Eindruck, die Knöpfe sind identisch platziert und auch die Lünette mit der Tachymeterskala sorgen dafür. Das soll völlig wertungsfrei erwähnt sein und ist nur eine der ersten Assoziationen, die ich mit dem Wearable habe.

Mobovoi Ticwatch Pro Test_2

Grundsätzlich weiß mir die TicWatch Pro durchaus zu gefallen und wäre eine Smartwatch, die ich mir auch außerhalb eines Tests vorstellen kann, zu tragen. Ebenfalls positiv ist meiner Auffassung nach die Ladevorrichtung. Die Uhr wird auf einer Schale platziert, über die sie neue Energie erhält. Dabei liegt sie absolut fest auf und verrutscht nicht – daher besteht das Risiko nicht, dass der Stromfluss unterbricht. Das Kabel verfügt am Ende über einen USB-Anschluss, der sich etwa an einen Laptop zum Aufladen anschließen lässt. Leider handhabt es Mobvoi wie die meisten anderen Hersteller und liefert keinen passenden Stecker für die Haushaltssteckdose mit.

Unbedingt zu erwähnen ist hinsichtlich des Designs noch der Bildschirm – oder besser gesagt: die Bildschirme. Wenn die Smartwatch nicht aktiv genutzt wird, lässt sich das LCD Panel nutzen. Das stellt dann neben der Uhrzeit noch das Datum sowie die Schrittzahl dar und ist energiesparend, da es diese Inhalte nur einfarbig abbildet. Die dazugehörige Einstellung wird als Essential Mode bezeichnet. Im Smart Mode kommt das hochauflösende OLED Display zum Einsatz, das für Smartwatches typisch ist. Es verbraucht demnach mehr Kapazitäten des Akkus. Die TicWatch Pro bringt durch dieses Prinzip nicht nur einen optischen Reiz mit, sondern hat auch wegen der dadurch längeren Akkulaufzeit einen Mehrwert für den Träger – das macht sie zu einem Wearable, das sich aus der Menge abhebt.

Mobovoi Ticwatch Pro Test_3

Alles in allem kann mich die Smartwatch bislang nahezu restlos überzeugen, was ihr Design und ihre Verarbeitung betrifft. Erfreulicherweise hat sie einen optischen Pulsmesser an Bord und taugt damit grundsätzlich auch für sportliche Aktivitäten – wie gut, muss der Praxistest noch beweisen. Ansprechend finde ich zudem die Tatsache, dass ihr Erscheinungsbild von stilvollen Elementen wie dem Lederarmband ebenso wie von einem sportlichen Hauch geprägt wird. Für zweitgenannte Wirkung sorgt unter anderem die Lünette.

Wer nach Kritikpunkten sucht, bemängelt womöglich am ehesten, dass nur zwei Designs zur Verfügung stehen. Mich hat für den Test die komplett schwarz gehaltene Ausführung erreicht, wobei es noch eine Variante mit silbernem Gehäuse gibt. Wem das nicht genügend Optionen sind, kann immer noch das Armband wechseln. Einziger wirklicher Wermutstropfen ist meiner Meinung nach nur der Umstand, dass die TicWatch Pro lediglich gegen Spritzwasser geschützt ist – zum Schwimmen muss sie abgelegt werden.

Funktionen und Praxistest

Damit die Mobvoi Ticwatch Pro zum Einsatz kommen kann, muss sie mit dem Smartphone gekoppelt werden. Die Wear OS Uhr und das Android Betriebssystem meines Samsung Galaxy S8 Plus stammen bekanntermaßen beide von Google und sind daher perfekt aufeinander abgestimmt. Der Synchronisierungsvorgang vollzieht sich in wenigen Minuten und dann sind auch die gewünschten Google-Konten auf der Smartwatch hinterlegt. Besitzer eines iPhones können die Ticwatch Pro aber ebenso nutzen. Positiv ist der schnelle Einrichtungsvorgang, den ich aber auf Grundlage anderer, getesteter Uhren von Wear OS bereits gewohnt bin.

Mobovoi Ticwatch Pro Test_4

Im Zuge der Synchronisierung landen auch die WLAN-Schlüssel auf dem Handgelenk, die dem Smartphone bekannt sind. Das stellte ich fest, als ich das Handy einmal zuhause liegen gelassen hatte und dennoch Mitteilungen empfangen konnte – die Uhr war mit einem bereits vertrauten WLAN-Netz verbunden.

Weil es eines der wichtigsten Merkmale der Ticwatch Pro ist, möchte ich gleich zu Beginn auf das Akku-Management der Smartwatch eingehen. Immerhin hat der Besitzer eine Reihe an Möglichkeiten, mit denen sich die Ausdauer der Uhr beeinflussen lässt. Generell ist in den Smart-Mode und den Essential-Mode zu unterscheiden. Zweitgenannter bedeutet, dass das Wearable die Grundlagen wie das Zählen der Schritte erbringt, aber das energiesparende Display dauerhaft eingeschaltet ist.

Mehr Kapazität raubt der Batterie der Smart-Mode. Hier aktiviert sich das farbige Touch-Display beim Drehen des Handgelenks. Zusätzlich kann noch konfiguriert werden, wie viele Sekunden der Bildschirm eingeschaltet bleiben soll, bis wieder die LCD Anzeige ihren Einsatz erhält. Außerdem bieten sich verschiedene Helligkeitsstufen an. Allgemein gesprochen: Je länger das farbige Display aktiv ist und je heller es die Inhalte darstellen soll, umso mehr fordert das den Akku. Das Gegenteil dazu: Je mehr auf den einfarbigen LCD Bildschirm gesetzt wird, umso mehr Laufzeit ist drin. Laut Mobvoi schafft es die Ticwatch Pro sogar auf 30 Tage im reinen Essential-Mode.

Das habe ich in meiner Testphase nicht ausprobiert, da ich mit den anderen Konfigurationen bereits über einen längeren Zeitraum experimentiert habe. Mein Ergebnis: Fünf Tage sind absolut realistisch, wobei auf keine wichtige Funktion inklusive des Farbdisplays verzichtet werden muss. Das ist für eine Smartwatch ein mehr als zufriedenstellender Wert. Der überwiegende Teil der auf dem Markt erhältlichen Modelle macht nach ein bis zwei Tagen schlapp. Die Apple Watch als populärste Uhr der Welt leistet gar nur 18 Stunden Dauerbetrieb. Schon allein aufgrund der Energieleistung ist die Mobvoi Ticwatch Pro eine Empfehlung wert.

Mobovoi Ticwatch Pro Test_5

Und wie schlägt sie sich als klassische Smartwatch? Darunter verstehe ich, dass sie mich über alles verlässlich informiert, was sich auf meinem Mobiltelefon ereignet. Mails, SMS, Messenger-Nachrichten und Anrufe – all das kam umgehend auf dem Handgelenk, nahezu zeitgleich an. Die auf dem Smartphone konfigurierten Vibrationsmuster für die unterschiedlichen Typen von Mittelungen übernimmt die Ticwatch Pro, sodass sich gewissermaßen schon erfühlen lässt, um welche Art von Neuigkeit es sich aktuell handelt.

Erwähnenswert ist außerdem die gute Bluetooth Reichweite. Hier wusste mich das Wearable einmal mehr zu überzeugen. Ich wurde auch zu Meldungen hingewiesen, als mein Smartphone zwei Räume weiter in meiner Wohnung lag, was ungefähr zehn Metern entspricht. Eine noch bessere Reichweite kannte ich bis dahin nur von der Samsung Gear S3, die mich sogar noch im Keller informierte, während das Handy in der darüber gelegenen Wohnung verblieb. Insofern ist auch das ein Punkt, der für die Ticwatch Pro spricht.

Mobovoi Ticwatch Pro Test_6

Die Smartwatch verfügt nicht nur wie viele Modelle über ein Mikrofon, sondern gleichzeitig über einen Lautsprecher. Dementsprechend lässt sich ein auf dem Handy ankommender Anruf auch über die Uhr führen. Die dazugehörige Gesprächsqualität empfinde ich als solide. Gleichzeitig bin ich auch mit dem Google Sprachassistenten zufrieden, den ich über das Mikrofon aufwecken und mit Fragen löchern kann. Die Antworten erteilt er nicht nur über auf dem Display veranschaulichte Informationen, sondern gleichermaßen über den Lautsprecher. Verständigungsprobleme gab es während des Tests keine zu konstatieren. Sprachbefehle und Fragen wurden von der Ticwatch Pro und dem Google Assistant wie gewünscht entgegengenommen, ohne dass ich mich wiederholen musste.

Mobovoi Ticwatch Pro Test_7

Generell gab es keinerlei Beanstandungen, was die Menüführung und die Reaktion des Displays auf Fingerberührungen anbelangt. Auch das funktionierte reibungslos und erinnerte mich an Modelle bekannterer Marken.

Sport treiben – das ist für mich ein wichtiger Aspekt im Alltag, für den ich eine Smartwatch auch in jedem Fall nutzen möchte. Interessanterweise hatte Google seine Fit App kurz vor meinem Test umfangreich aktualisiert und dadurch noch einmal aufgewertet. Hier sind unter anderem Aktivitätsziele hinterlegt, die im Zusammenarbeit mit der Weltgesundheitsorganisation WHO erarbeitet wurden. Neu ist zudem, dass sich Kardiopunkte für körperliche Aktivität sowie Intensitätsminuten sammeln lassen. Generell empfinde ich die Aufmachung der App inklusive ihrer Funktionen wesentlich zeitgemäßer als die Vorgängerversion, die doch etwas angestaubt wirkte.

Mobovoi Ticwatch Pro Test_8

Die Mobvoi Ticwatch ist in jedem Fall auch eine Smartwatch, die sich als Begleiter für das Training eignet. Schon allein ihr Pulsmesser gibt das zu verstehen. Meine erste, mit der Uhr am Handgelenk absolvierte Einheit fand im Fitnessstudio statt. Google Fit unterstützt eine derart lange Liste mit Disziplinen, bei der scheinbar jede erdenkliche Aktivität aufgenommen wurde. Gerade beim Kraftsport mit Wearables habe ich offen gestanden keine großen Erwartungen. Der Grund: Hier findet ein kurzer Wechsel zwischen intensiver Belastung und den zwischenzeitlichen Erholungsphase statt. Der Pulsmesser kommt dabei oftmals nicht hinterher, das zu erkennen. Bei Ausdauereinheiten mit konstanter Belastung gestaltet sich das einfacher.

Mobovoi Ticwatch Pro Test_9

Trotzdem wollte ich die Ticwatch Pro testen, um zu sehen, wie sie sich hierbei schlägt. Ganz konkret bin ich mit ihr ein Beintraining angegangen, das ich schlichtweg per Eingabe auf dem Display gestartet und dann laufengelassen habe. Es besteht zwar bei Google Fit die Möglichkeit, jeden Satz manuell zu starten und zu stoppen – das ist mir jedoch zu umständlich und ich möchte mich auf das Training konzentrieren. Nach knapp zwei Stunden schaute ich aus zweierlei Gründen überrascht auf das Display. Erstens: Ein Verbrauch von mehr als 800 Kalorien stand zu Buche und erschien mir wesentlich realistischer als das, was so manche Fitness Uhr in der Vergangenheit ermittelt hatte. Zweitens: Der Akku verfügte über nur noch drei Prozent Kapazität, doch drei Stunden zuvor war ich noch mit etwas mehr als 70 Prozent in den Tag gestartet. Die Ticwatch Pro war daraufhin bereits eigenständig in den sparsamen Essential-Mode gewechselt. Ohne dass sie die sprichwörtlichen Kräfte verließen, bin ich noch zuhause angekommen und konnte sie rechtzeitig wieder aufladen.

Mobovoi Ticwatch Pro Test_10

Bei der genaueren Auswertung im Anschluss stellte ich erfreut fest, dass die Smartwatch sogar drei meiner Übungen eigenständig erkannt hatte. Fitness Uhren wie beispielsweise von Garmin verfügen ebenfalls über diese Fähigkeit, doch von einer vornehmlich für den Alltag als Allrounder vorgesehenen Smartwatch hätte ich das nicht erwartet.

Der zügige Kapazitätsverlust des Akkus entpuppte sich außerdem als einmaliges Ereignis. Als ich die Ticwatch Pro später noch während mehrerer Lauftrainings mit zusätzlich eingeschaltetem GPS nutze, passierte das nicht. Während eines rund 30-minütigen Laufs hatte ich stattdessen nur rund zehn Prozent eingebüßt. Vermutlich lief beim Krafttraining im Hintergrund eine Funktion, durch die der Batterie viel Energie entzogen wurde – die genaue Ursache konnte ich dennoch nicht ausmachen. Das Lauftraining erfasst die Uhr in jedem Fall auch zu meiner Zufriedenheit.

Mobovoi Ticwatch Pro Test_11

Nicht unerwähnt soll bleiben, dass Mobvoi zusätzlich eine eigene App anbietet, in der sich die Fitnessdaten wie verbrannte Kalorien oder zurückgelegte Schritte nachvollziehen lassen. Ich sehe es als eine Alternative, die Google Fit ähnelt, aber keinen besonderen Mehrwert bringt. Vielleicht erweitern sich die Funktionen künftig durch ein Update. Ansonsten würde ich bei der standesgemäßen App von Wear OS bleiben.

Fazit

Um das Fazit zur Mobvoi Ticwatch Pro abzugeben, beginne ich mit einem Geständnis. Ich empfand das Konzept der Smartwatch mit ihren zwei Displays als durchaus interessant und bin deswegen überhaupt erst auf einen Test neugierig geworden. Allerdings habe ich von dem Modell auch nichts weiter erwartet. Warum? Die Marke stammt aus China, was mit mal eher berechtigten und oftmals auch unangebrachten Vorurteilen belegt ist. Der Preis von 250 liegt im unteren Mittelfeld und lässt vielleicht ein durchschnittliches Gerät vermuten. Doch wer keine Erwartungen hat, kann am Ende nur überrascht werden und genau das ist mir mit dieser Smartwatch passiert –  im rein positiven Sinne, wohlgemerkt.

Offen gesagt, kann ich keine Schwächen feststellen: Sie ist hochwertig verarbeitet, wirkt absolut robust und bietet umfangreiche, technische Ausstattung von GPS bis Pulsmesser. Damit verfügt sie beispielsweise über mehr Extras als die hochpreisigen Modelle der Luxusmarken Hublot oder TAG Heuer. Zudem nutzt sie mit Googles Betriebssystem eine gängige Software, die dank immer neuer Aktualisierungen stetig Sprünge nach vorn macht. Das was sie leistet, erfüllt sie ohne Abstriche oder Mängel. Hinzu kommt noch das „Killer-Feature“, wie ich es einfach mal betiteln möchte und das ist ihre Akkulaufzeit, dank des Double-Layer-Displays.

Kurzum: Hier scheint sich ein No-Name aus China zu einem absoluten Geheimtipp auf dem Smartwatch-Markt zu entwickeln. Sicher: Mobvoi ist alles andere als eine spektakuläre Marke, die nach meinen persönlichen Eindrücken aus diesem Test leider noch zu unbekannt ist. Da mich die Ticwatch Pro nahezu nahtlos überzeugt hat, würde ich mir persönlich wünschen, dass dieser Hersteller mehr an Popularität gewinnt – sofern er diese einwandfreie Arbeit fortsetzt. Das Potenzial dafür bringt in jedem Fall auch diese Smartwatch mit, da sie sich durch ihr innovatives Display von der Menge abhebt. An einem möglichen Nachfolger wird es wohl nicht so einfach, etwas merklich zu verbessern. Wenn es etwas gäbe, ist es meiner Ansicht nach in erster Linie eine komplette Wasserdichtigkeit. Alles andere ist ausgereift und gelungen umgesetzt.

TicWatch Pro Testergebnis

Positiv:
  • innovative Display-Technologie
  • Optionen zum Verlängern der Akkulaufzeit
  • geringes Gewicht und angenehmer Tragekomfort
  • sportliche Tauglichkeit
  • einwandfreie Performance
  • stabile Ladevorrichtung
Negativ:
  • nicht wasserdicht
  • nur 2 Varianten und damit wenig Designauswahl
Design 95
Display 100
Software 95
Performance 100
Akkuleistung 95
Preis-/Leistungsverhältnis 90
Weiterempfehlung 96

Erfahrungen

Bewertungen

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