Arbeitet Microsoft an einer modularen Smartwatch?

Donnerstag, 07. September 2017

Microsoft Modulare Smartwatch

Auf dem Wearable Markt konnte Microsoft gegenüber anderen Herstellern bisweilen nur wenig überzeugen. Mit dem Band und dem Band 2 kamen in der Vergangenheit zwei Fitness Tracker in den Handel. An einer dritten Generation hatte das Unternehmen aus Redmond bereits gearbeitet. Wie jedoch im vergangenen Jahr bekannt wurde, verwarfen die US-Amerikaner diese Pläne wieder. Der Grund dafür ist, dass es wohl nicht gelang, Windows 10 als speziell für Wearables konzipiertes Betriebssystem auf das Fitness Armband zu bringen. Damit zog sich Microsoft zumindest vorläufig von diesem Markt zurück. Das Unternehmen hielt sich aber immer eine Tür offen, in der Zukunft ein neues Produkt zu veröffentlichen – vielleicht könnte das in Zukunft tatsächlich geschehen.

Zumindest gibt es derzeit eine Meldung, die das vermuten ließe. Als Quelle dient wie so oft das US Patent- und Markenamt, bei welchem die Hersteller ihre Konzepte einreichen. So ist es auch im Falle von Microsoft geschehen. Mehrere Skizzen, die offenbar vom Mai dieses Jahres stammen, veranschaulichen eine modulare Smartwatch.

Modular ist diese insofern, da sie die Chance bietet, verschiedene Komponenten in das Armband einzusetzen. Augenscheinlich kann der Käufer dabei entscheiden, welche zusätzliche Hardware ihm wichtig ist. So wäre es gemäß den Darstellungen erlaubt, einen zusätzlichen Akku, ein Mikrofon, mehr Speicherplatz oder eine Antenne hinzuzufügen. Unabhängiges Telefonieren dürfte mit dieser Smartwatch ebenfalls möglich sein, ohne ein Smartphone koppeln zu müssen. Genau diese Fähigkeit wird der kommenden Apple Watch Series 3 dank eines LTE-Moduls auch nachgesagt.

Patent Microsoft Modular Smartwatch

Und Apple ist ohnehin in diesem Zusammenhang ein ganz treffendes Stichwort: Schließlich sind seit Mai dieses Jahres immer wieder Gerüchte aufgetaucht, nach denen die Marke aus Cupertino auch die Idee von zusätzlichen Funktionen im Armband verfolgt. Dabei hieß es, dass unter anderem eine Blutzuckermessung allein über Hautkontakt auf diese Weise erfolgen soll. Ein zusätzlicher Akku oder eine integrierte Selfie-Kamera waren ebenfalls im Gespräch.

Ob und inwiefern die Ideen – sowohl von Apple als auch von Microsoft – den Weg auf den Markt finden, lässt sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt nur schwer sagen. Bekanntermaßen wird nicht jedes eingereichte Patent auch wirklich in die Tat umgesetzt, sondern bleibt ein Entwurf. Sollte Microsoft jedoch ernsthaft an einer Smartwatch dieser Art arbeiten, dann könnte es eine Chance für das Unternehmen sein, im Wearable Segment erneut Fuß zu fassen. Je länger sich die Planungen allerdings in die Länge ziehen, umso schwerer wird es gegenüber den Mitbewerbern. Fitbit hat auf der Internationalen Funkausstellung (IFA) seine innovative Ionic Smartwatch vorgestellt. Apple dürfte am kommenden Dienstag seine Watch Series 3 enthüllen und auch von Samsung wird auf absehbare Zeit eine Gear S4 erwartet.

Zumindest veranstaltet Microsoft am 31. Oktober und 1. November eine Keynote in London. Das wäre eine gute Gelegenheit, mehr über eine Smartwatch des Unternehmens zu erfahren.

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