Motorola Moto Watch Ultra: Wear OS und Polar-Tracking offiziell zur IFA enthüllt
Motorola meldet sich pünktlich zur IFA 2026 im Segment der vollwertigen Smartwatches zurück und setzt die zuvor durchgesickerten Pläne in die Tat um. Nachdem das Unternehmen in den vergangenen Jahren primär auf einfache proprietäre Betriebssysteme setzte, kehrt der Hersteller mit der neu vorgestellten Motorola Moto Watch Ultra zur Google-Plattform zurück. Das Wearable kombiniert das flexible Wear-OS-Ökosystem mit sportwissenschaftlicher Analysekompetenz des finnischen Spezialisten Polar und zielt auf Nutzer ab, die eine klassische Uhren-Optik mit moderner Konnektivität verbinden möchten.
2.700 Nits pOLED-Display und Edelstahlgehäuse mit LTE
Optisch präsentiert sich die Moto Watch Ultra in einem 46-Millimeter-Gehäuse aus Edelstahl, das nach IP68 sowie 5 ATM gegen das Eindringen von Wasser und Staub geschützt ist. Auf der Frontseite verbaut Motorola ein 1,5 Zoll großes pOLED-Touchdisplay mit einer Auflösung von 466 mal 466 Pixeln. Der Bildschirm erreicht eine Spitzenhelligkeit von beachtlichen 2.700 Nits, arbeitet mit einer adaptiven Bildwiederholrate von 1 bis 60 Hertz und wird durch Corning Gorilla Glass 3 geschützt.
Unter der Haube verrichtet der Qualcomm Snapdragon W5+ Gen 1 seinen Dienst, flankiert von 2 Gigabyte Arbeitsspeicher und 32 Gigabyte internem Speicher für Apps, Musik und Offline-Daten. Dank integrierter eSIM für autarke LTE-Mobilfunkverbindungen, Lautsprecher, Mikrofon mit Unterstützung für Google Gemini sowie präzisem Dual-Frequenz-GPS lassen sich Anrufe führen, Nachrichten austauschen und Strecken aufzeichnen, ohne dass ein Smartphone in der Hosentasche mitgeführt werden muss. Die Energieversorgung übernimmt ein 550-Milliamperestunden-Akku, der bei deaktiviertem Always-on-Display eine Laufzeit von bis zu zwei Tagen ermöglicht.

Geballtes Polar-Know-how für Fitness und Erholung
Der funktionale USP der Moto Watch Ultra liegt in der Software-Partnerschaft mit Polar. Anstatt das Rad bei den Trainingsalgorithmen neu zu erfinden, lizenziert Motorola das bewährte Sport- und Gesundheits-Ökosystem der Finnen. Ein neu konstruierter PPG-Sensor mit fünf LEDs und vier Fotodioden auf der Gehäuserückseite überwacht kontinuierlich Puls, Herzfrequenzzonen und die Blutsauerstoffsättigung.
Polar steuert darauf aufbauend zentrale Analysewerkzeuge bei. Dazu zählen unter anderem das etablierte Schlaftracking mit „Nightly Recharge“, gezielte Atemübungen über „Serene“, Aktivitätsziele, die Aufschlüsselung von Energiequellen in Kohlenhydrate, Proteine und Fette sowie ein intelligenter KI-Laufcoach für strukturierte Trainingseinheiten.
Marktstart für 429 Euro in zwei Farbvarianten
Die Motorola Moto Watch Ultra wird in den Farbvarianten Schwarz und Silber angeboten. Der Hersteller legt dem Lieferumfang praktischerweise direkt zwei Standard-Armbänder im 22-Millimeter-Format bei: Die schwarze Uhr wird mit zwei schwarzen Armbändern aus Silikon und Leder ausgeliefert, während die silberne Variante ein grünes Silikon- sowie ein braunes Lederband enthält.
Die Smartwatch soll in den kommenden Wochen in Europa, Amerika und Asien an den Start gehen. In Deutschland liegt die unverbindliche Preisempfehlung bei 429 Euro.