Xiaomi Smart Band 10 Pro: Fließender Übergang vom Fitness Tracker zur Smartwatch
Wer einen günstigen Begleiter für den sportlichen Alltag sucht, kommt an den Wearables aus Fernost mittlerweile kaum noch vorbei. Mit der neuesten Generation verschwimmen die Grenzen zwischen einem einfachen Schrittzähler und einer vollwertigen Smartwatch mehr denn je. Das taufrische Modell punktet mit einem extrem hellen Display, hochwertigen Materialien und neuen Gesundheitsmetriken, die man normalerweise eher in deutlich teureren Preisklassen erwartet. Ob sich ein Upgrade vom direkten Vorgänger wirklich lohnt und welche spannenden Neuerungen unter dem edlen Gehäuse schlummern, zeigt dieser detaillierte Blick auf die aktuellen Spezifikationen.
Der Hersteller hat das Design der vergangenen Jahre nicht komplett auf den Kopf gestellt, sondern das bewährte Konzept an den richtigen Stellen verfeinert. Das Xiaomi Smart Band 10 Pro positioniert sich weiterhin sehr clever in jener Nische, die genau zwischen einem kompakten Tracker und einer großen Uhr liegt. Ein spürbarer Unterschied liegt jedoch in der Verarbeitung, denn statt auf Kunststoff auf der Rückseite setzt das neue Modell auf einen robusten Rahmen aus einer Luftfahrt-Aluminiumlegierung. Für Nutzer, die es noch etwas luxuriöser mögen, wird dieses Mal sogar eine spezielle Version aus Keramik angeboten. Trotz dieser Premium-Materialien ist das Gehäuse mit einer Dicke von 9,7 Millimetern und einem moderaten Gewicht von rund 21,6 Gramm ohne Armband etwas schlanker und leichter geworden als bei der neunten Generation.
Die wohl auffälligste und im Alltag praktischste Verbesserung betrifft den verbauten Bildschirm. Die Diagonale des leicht gebogenen AMOLED-Panels bleibt mit 1,74 Zoll zwar völlig identisch, doch die Spitzenhelligkeit wurde massiv aufgedreht. Mit satten 2000 Nits leuchtet das Display nun beinahe doppelt so hell wie zuvor, was sich besonders beim schweißtreibenden Training im Freien unter direkter Sonneneinstrahlung bemerkbar macht.
Auch im Bereich der inneren Werte gibt es ein bedeutsames Upgrade, das besonders für ambitionierte Athleten einen echten Mehrwert bietet. Neben den bereits etablierten Messungen von Puls, Blutsauerstoff und Stressniveau erfasst das Wearable nun endlich auch die Herzfrequenzvariabilität während der Schlafphasen. Dieser Wert gilt als entscheidender Indikator für die physische Erholung des Körpers und hilft enorm dabei, anstehende Trainingseinheiten optimal zu steuern. Ein neu entwickelter Algorithmus soll überdies die Einschlaf- und Aufwachzeiten um elf Prozent präziser dokumentieren. Für die aktive sportliche Aufzeichnung stehen weiterhin mehr als 150 verschiedene Modi zur Verfügung, die stets von einem integrierten, autarken GPS-Modul unterstützt werden. Ganz neu mit an Bord ist ein cleverer Modus für Radfahrer, der die erfassten Leistungsdaten in Echtzeit auf das verbundene Smartphone überträgt. So lässt sich das Handy ganz einfach wie ein großer Fahrradcomputer am Lenker nutzen.
Trotz des deutlich helleren Bildschirms verspricht das Unternehmen eine gewohnt lange Ausdauer von bis zu 21 Tagen. Um den potenziell erhöhten Energiebedarf auszugleichen, wurde die Kapazität des neuen Silizium-Kohlenstoff-Akkus leicht auf 380 Milliamperestunden angehoben. Ein wirklicher Sprung wurde hingegen beim Ladevorgang selbst gemacht. Dank einer modernen magnetischen Schnellladefunktion erreicht die Batterie bereits nach rasanten 25 Minuten wieder einen beachtlichen Füllstand von 80 Prozent. Abgerundet wird das attraktive Gesamtpaket durch das hauseigene Xiaomi Betriebssystem HyperOS 3, welches unter anderem eine spürbar bessere Kompatibilität zu Apple-Geräten verspricht. Auf dem chinesischen Heimatmarkt ist das smarte Band bereits offiziell gestartet.