Omron HeartGuide
549,00 

Omron HeartGuide

gewählte Farbe: ( Schwarz/Silber )
Schwarz/Silber
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Diese Smartwatch ist aktuell nicht in unserem Shop verfügbar.

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Die Omron HeeartGuide Smartwatch verkörpert ein außergewöhnliches Wearable, da es das erste überhaupt mit der Fähigkeit zur Blutdruckmessung am Handgelenk ist. Der Verkaufsstart konnte im Januar 2019 in den USA beginnen, da das Unternehmen im Vormonat die Zertifizierung der nordamerikanischen Behörde für Lebens- und Arzneimittel (FDA) erhielt. Ein späteres Release in Europa ist durchaus denkbar. Die Omron Smartwatch bestimmt den Blutdruck ganz ähnlich wie ein herkömmliches Messgerät, indem sich das Armband aufpumpt. Mit einer Akkuladung sind zwischen 30 und 50 dieser Messungen möglich. Darüber hinaus zählt die intelligente Uhr die Schritte ihrer Träger, bestimmt die Menge verbrannter Kalorien und analysiert den Schlaf.

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Produktbeschreibung

Omron HeartGuide

Erstmals gelang es dem Unternehmen Omron mit seinem HeartGuide, eine Smartwatch zu entwickeln, die sich zur Blutdruckmessung direkt am Handgelenk fähig zeigt. Der Hersteller hatte bis dato bereits sehr erfolgreich konventionelle Messgeräte dieser Art veröffentlicht und sich dabei als weltweiter Branchenführer etabliert. Die Smartwatch bestimmt den Blutdruck, indem sie das Armband wie klassische Manschetten aufpumpt. Das kann sowohl tagsüber, als auch nachts geschehen. Aufladungen sind beim Omron HeartGuide nur ein oder maximal zwei Mal pro Woche erforderlich. Abgesehen von der Blutdruckmessung am Handgelenk zählt die Uhr auch die Schritte, errechnet den Kalorienverbrauch und leistet eine Schlafanalyse. Sie ist mit Android und iOS kompatibel.

Klassische Optik, einzigartiges Inneres

Auf den ersten Blick gibt sich der Omron HeartGuide als eine typische Smartwatch zu erkennen, die sich kaum von anderen Modellen abzuheben vermag. Sie nutzt völlig erwartungsgemäß ein digitales Display, das die wichtigsten Daten auf einen Blick veranschaulicht. Als Bedienelemente stehen am rechten Gehäuserand drei Tasten zur Verfügung. Die wichtigste Funktion kommt dem Button ganz oben, auf der Höhe von zwei Uhr zu. Betätigt die Trägerin oder der Träger diesen Knopf, nimmt die Smartwatch eine Messung vor.

Omron HeartGuide Smartwatch

Das aus absolut hautverträglichem Silikon gefertigte Armband des Omron HeartGuide ist 25 Millimeter breit und damit geringfügig größer als bei anderen Smartwatches. Es ist für die Blutdruckmessung zuständig und dadurch speziell konzipiert. Wie es den meisten von Manschetten bekannt sein dürfte, zieht sich auch hier das Band zusammen, indem es einen kleinen Ballon mit Luft füllt und erzeugt damit den notwendigen Gegendruck.

In der standesgemäßen Ausführung kommt die Smartwatch mit einem Gehäusedurchmesser von 48 Millimetern daher. Sie ist 13,8 Millimeter dick. In Anbetracht der Tatsache, dass viele technische Komponenten verbaut wurden, mag das umso eindrucksvoller erscheinen. Wenngleich die Omron HeartGuide Smartwatch nach außen hin einen in sämtlichen Alltagssituationen angemessen wirkenden Begleiter verkörpert, so stecken ihre einzigartigen Merkmale im Inneren. Knapp zwei Jahre Entwicklungsarbeit hat Omron in dieses Wearable investiert und mehr als 80 Patente angemeldet.

Omron HeartGuide Smartwatch

Blutdruckmessung am Handgelenk: Absolutes Alleinstellungsmerkmal der Omron HeartGuide Smartwatch

Wie ein konventionelles Blutdruckmessgerät mit entsprechender Manschette füllt sich beim Omron HeartGuide das Armband mit Luft. Der dadurch entstehende Gegendruck erlaubt das exakte Bestimmen des Blutdrucks über das Handgelenk und somit auf wesentlich komfortablere Weise als es bislang möglich war. Dabei sind absolut exakte Werte zu erwarten. Indem Omron im Dezember 2018 die Zulassung der US Food and Drug Administration (FDA) erhalten hat, ist der dafür erforderliche Beleg gegeben.

Mit Hilfe dieser Messung sollen – so die Intention des Herstellers – die Besitzer des Omron HeartGuide ihren Blutdruck überwachen können, aber auch verstehen, welche Faktoren in ihrem Alltag welchen Einfluss auf den Wert haben. Wird beispielsweise ein dafür vorgesehenes Medikament nicht eingenommen, vermag die Person nicht umgehend etwas davon zu spüren. Bezüglich ihrer Werte ist unterdessen aber unter Umständen eine Veränderung zu konstatieren. Alle Ergebnisse sind detailliert in der dazugehörigen App einsehbar, die Omron sowohl für Android als auch iOS bereitstellt.

Omron HeartGuide Smartwatch_1

Zwischen 30 und 50 Messungen leistet die Smartwatch mit einer Aufladung. Erst dann muss sie vorübergehend geladen werden. Im Gegensatz zu vielen anderen Modellen verlangt sie die Zufuhr neuer Energie aber nur ein bis höchstens zwei Mal pro Woche. Abgesehen davon darf sie permanent am Handgelenk verbleiben und misst den Blutdruck am Tag und in der Nacht in regelmäßigen Abständen.

Omron Blutdruck Smartwatch

Wie jede Smartwatch zeigt auch der Omron HeartGuide stets die aktuelle Uhrzeit an. Außerdem bietet das Wearable ein standesgemäßes Aktivitäts-Tracking. So werden die zurückgelegten Schritte ebenso erfasst wie die dazugehörige Distanz. Hinzukommend bestimmt die intelligente Uhr den Kalorienverbrauch. Nachts ist darüber hinaus eine Schlafanalyse von ihr zu erwarten. Nicht zuletzt informiert sie ihre Träger über Anrufe und Mitteilungen, die auf dem gekoppelten Mobiltelefon eingehen.


Eigenschaften

Omron HeartGuide Eigenschaften

  • Abmessung
  • 48 mm Durchmesser
  • Lünette
  • rund
  • Lünetten Material
  • EdelstahlMetall
  • Lünetten Farbe
  • schwarzsilber
  • Sensoren
  • BeschleunigungssensorSchlafüberwachungSchrittmesser
  • Konnektivität
  • BluetoothBluetooth 4.1
  • Typ
  • Fitness Uhr
  • Vibration
  • Vibration
  • VÖ-Datum
  • November 2019
  • Watch-Faces
  • Nein
  • Kompatibilität
  • AndroidiOSWindows
  • Anwendungsart
  • Gesundheitsüberwachung
  • Armband
  • KunststoffGummi / Silikon
  • Armband Farbe
  • schwarz
  • Betriebssystem
  • proprietär
  • Display
  • DisplayLCDTransflektives MIP-Display
  • Display Farbe
  • mehrfarbig
  • Kategorie
  • Senioren SmartwatchSmartwatch
  • Funktionen
  • AnrufbenachrichtigungLaufaufzeichnungTerminerinnerungTextbenachrichtigungenWeckerzurückgelegte Distanz
  • Geschlecht
  • DamenHerrenSenioren
  • Gewicht
  • 115 g
  • weitere Funktionen
  • Blutdruckmessung

Unboxing

Omron HeartGuide Unboxing Video


Testbericht

Omron HeartGuide Test

Dieser Smartwatch Testbericht ist für mich ein wirklich besonderer. Anstelle eines Allrounders einer weitläufig bekannten Marke liegt mir nun der Omron HeartGuide vor. Zugegeben – ich habe mich schon länger darauf gefreut, diese Uhr genauer unter die Lupe zu nehmen. Was ist daran so besonders? Die Smartwatch erschien als weltweit erste mit der Fähigkeit zur Blutdruckmessung.

Und an dieser Stelle möchte ich vorab noch etwas Wichtiges klarstellen: Immer wieder kursieren Behauptungen im Netz, es gebe weitaus mehr Smartwatches mit Blutdruckmessung. Dabei handelt es sich dann zumeist um Modelle aus dem asiatischen Raum, deren Markennamen hierzulande vollkommen unbekannt sind. Manche Nutzer schildern, die ermittelten Werte wichen nur um Nuancen von denen eines klassischen Messgeräts ab. Meines Erachtens wird hier Schindluder getrieben und der Bedarf in der Gesellschaft nach einer regelmäßigen Blutdruckmessung missbraucht. Damit diese Uhren funktionieren, verlangen sie nach Referenzwerten, die in die jeweils dazugehörige App einzutragen sind.

Dazu einige Fragen, die zum Nachdenken anregen sollen: Welche Ergebnisse würden diese Smartwatches wohl zutage bringen, wenn der Besitzer nichts hinterlegt oder einen völlig beliebigen Wert notiert? Wozu benötigen sie diese Referenz, wenn sie den Blutdruck doch messen können? Wo wurden die technischen Komponenten verbaut, die für die Messung nötig sind? Und außerdem: Diese Produkte finden sich oftmals bei dem wohl bekanntesten Online-Händler wieder. Obwohl sie dort in aller Regel weniger als zwei Jahre zum Sortiment gehören, haben sie teils mehrere tausend Bewertungen eingesammelt, die natürlich nahezu durchweg positiv ausfallen. Ist das glaubhaft?

Deswegen noch einmal vorab: Es gibt derzeit (Stand: Anfang März 2020) auf dem deutschen Markt lediglich eine Smartwatch, die den Blutdruck am Handgelenk mit einer medizinischen Genauigkeit messen kann und das ist der Omron HeartGuide. Genau deswegen ist er auch als erstes klinisch validiertes Blutdruckmessgerät in Form einer Armbanduhr zertifiziert worden. Zwar hat ASUS mittlerweile zwei ähnliche Modelle entwickelt, bietet diese jedoch hierzulande nicht offiziell an. Daher bin ich umso gespannter, wie sich die Omron Smartwatch im Test schlägt.

Design

Der Omron HeartGuide trifft in einem kompakten Karton bei mir ein. Er unterscheidet sich zunächst kaum von der Verpackung anderer Smartwatches – wohl aber das Innere. Neben der Uhr selbst sind die Modellbezeichnung und der Schriftzug „Wearable Blood Pressure Monitor“ (zu Deutsch: tragbares Blutdruck-Messgerät) zu lesen. Klar hervorgehoben prangt schließlich auch der Name der Marke Omron auf dem Karton.

omron heartguide blutdruck smartwatch test lieferumfang

Vielleicht ist dem einen oder anderen Leser dieser Hersteller schon einmal begegnet. Das japanische Unternehmen genießt international große Bekanntheit für seine Blutdruck-Messgeräte und gehört zu einem der wichtigsten Namen in diesem Segment. Umso naheliegender ist daher die Entwicklung einer entsprechenden Smartwatch. Diese halte ich nun in den Händen, nachdem ich sie aus ihrer Verpackung befreit habe. Was mir sofort auffällt: Der HeartGuide ist natürlich alles andere als ein kompaktes Modell. Das Gehäuse zeigt sich etwas dicker als ich das von klassischen Wearables gewohnt bin.

Das überrascht mich allerdings nicht, da ich schon im Vorfeld viel über die Smartwatch von Omron gelesen habe. Daher weiß ich, dass es natürlich eine Herausforderung war, alle erforderlichen technischen Komponenten platzsparend im Uhrenformat zusammenzubringen. Jeder kann sich an dieser Stelle das klassische Messgerät mit Manschette vor Augen führen und das mit einem Zeitmesser vergleichen. Somit ist die Smartwatch natürlich etwas wuchtiger als typische Smartwatches – gleichzeitig sorgt sie für Verwunderung, dass sich alle Komponenten eines herkömmlichen Messgeräts so komprimieren ließen. Insofern will ich den HeartGuide unter Berücksichtigung dieses Aspekts nicht für seine Dimensionen kritisieren.

omron heartguide blutdruck smartwatch test seitenansicht

Werfen wir einen konkreteren Blick auf die Blutdruck Smartwatch. Mir fällt ebenfalls sofort das Armband ins Auge. Es wirkt beim flüchtigen Hinsehen, als würde die Uhr zwei Bänder besitzen und dieser Eindruck ist nicht völlig falsch. Das Silikonband umschließt die Manschette, die für das Messen am Handgelenk dient. Und damit erklärt sich von selbst, wie der Omron HeartGuide funktioniert. Wie bei einem konventionellen Gerät, das am Arm befestigt wird, pumpt auch die Uhr die Manschette auf. Das klassische Uhrenarmband befestige ich dann ganz typisch mittels einer Dornschließe.

Noch ein wichtiger Hinweis zur Manschette: Hier sind zwei Elektroden zu erkennen. Über diese wird die Smartwatch aufgeladen. Und die Energiezufuhr hat Omron nach meinem Dafürhalten sehr gut umgesetzt. Eine kleine Klammer dockt an dieser Stelle an. Am anderen Ende befindet sich nicht etwa der sonst so übliche USB-Stecker, sondern ein Stecker, der in jede Haushaltssteckdose passt. Mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass der Omron HeartGuide womöglich auch von älteren Menschen genutzt wird, die vielleicht über keine USB-Anschlüsse in ihrem Haushalt verfügen, ist das die denkbar beste Variante. Die Verbindung beim Laden hält perfekt, sodass eine kontinuierliche Energiezufuhr gewährleistet ist.

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Zum Lieferumfang der Smartwatch gehört neben den bereits genannten Tools noch eine Gebrauchsanweisung, die in mehreren Sprachen – darunter auch Deutsch – verfasst ist. Hierbei handelt es sich um ein Faltblatt, das in etwa die Größe einer DIN-A3-Seite hat. Vielleicht wäre ein Heft etwas komfortabler, aber das mag eine Geschmacksfrage sein. Auf der Anleitung wird auf ein noch ausführlicheres Handbuch verwiesen, das ich entweder über den dazugehörigen QR-Code oder den dazugehörigen Link aufrufen kann. Die Bedienungsanweisung in gedruckter Form reicht meines Erachtens nach vollkommen aus. Online stehen noch mehr grafische Darstellungen bereit und gewünschte Themen lassen sich per Klick zügiger finden.

Zum Abschluss dieses Kapitels schauen wir noch einmal etwas genauer auf den HeartGuide selbst. Er verfügt über drei Knöpfe, die sich alle an der rechten Seite des Gehäuses befinden. Die Taste ganz oben ist durch einen himmelblauen Ton dezent hervorgehoben. Wenn ich sie betätige, starte ich eine Blutdruckmessung. Abbrechen und zurücknavigieren kann ich mit dem Button ganz unten. Über die in der Mitte liegende Taste wechsele ich zwischen verschiedenen Ansichten wie meiner Schlafauswertung, den letzten Messergebnissen oder meinen Fitnessdaten hin und her. Beim Bildschirm handelt es sich um keinen Touchscreen. Die Anzeige stellt alle Inhalte farbig, aber auch sehr energiesparend dar. Hochauflösende Abbildungen sind nicht zu erwarten, wären aber bei einem medizinischen Messgerät eher deplatziert.

omron heartguide blutdruck smartwatch test messergebnis

Optisch ist der Omron Heart Guide das zu erwartende, etwas wuchtigere Accessoire. Unter dem Ärmel eines Hemds kann es dann schon etwas eng werden. Wer aber berücksichtigt, wie viel Technik eigentlich in dem 115 Gramm wiegenden Gerät stecken, hat eigentlich nichts zu kritisieren. Ebenfalls positiv erwähnen möchte ich noch, dass der Hersteller dem Lieferumfang eine Ersatzmanschette hinzufügt – auch das ist nicht unbedingt selbstverständlich.

Und da beim Design oftmals die Frage nach der Beständigkeit gegen das Eindringen von Wasser gestellt wird: Der HeartGuide sollte nicht mit Nässe in Berührung kommen – auch das ist meines Erachtens aufgrund der verbauten Technologie vollkommen verständlich.

omron heartguide blutdruck smartwatch test am handgelenk

Funktionen und Praxistest

Im ersten Schritt muss der Omron HeartGuide wie jede andere Smartwatch mit dem Mobiltelefon gekoppelt werden. Dafür lade ich mir zunächst die App „HeartAdvisor“ aus dem Play Store auf mein Samsung Galaxy Note 9. Gleichbedeutend können Besitzer eines iPhones die Anwendung aus dem App Store downloaden – mit beiden Betriebssystemen ist die Uhr kompatibel. Nachdem ich den Nutzungsbedingungen zugestimmt habe, gebe ich noch einige personenbezogene Informationen ein. Diese sind für die Auswertung der Werte nicht unerheblich. Dazu gehören die Größe, das Gewicht und die Fragen, ob ich Alkohol trinke, Koffein konsumiere, rauche oder Arzneimittel einnehme.

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Schließlich verrate ich der Omron HeartAdvisor App, welche Ziele ich bezüglich meiner täglichen Schrittzahl und meiner erhofften Schlafdauer habe. Danach koppele ich die Smartwatch mit dem Handy. Das geht sehr einfach und schnell vonstatten. Nach nicht mehr als zwei Minuten ist die Uhr schon fertig eingerichtet und kann verwendet werden.

Natürlich beginnen wir mit der wichtigsten Funktion und somit direkt mit der Blutdruckmessung. Ich starte diese mit einem simplen Knopfdruck auf die Taste oben. Habe ich sie nur versehentlich betätigt, breche ich mit dem Knopf unten ganz einfach wieder ab. Unmittelbar vor dem Beginn der Messung sehe ich auf dem Display eine Darstellung, wie ich meine Arme positionieren soll. Die Hand, an der sich der HeartGuide befindet, ist dabei auf Höhe des Herzens zu halten – der Abstand vom Körper beträgt idealerweise etwa fünf bis sechs Zentimeter.

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Bin ich korrekt ausgerichtet, vibriert die Smartwatch einmal. Entstand ein Messfehler, erfahre ich das im Anschluss. Dafür gibt es zwei Symbole. Eines zeigt ein Herz neben einem Pfeil. Daran erkenne ich, dass die Hand eben nicht auf Höhe des Herzens lag. Eine Figur macht mir indes verständlich, dass ich mich bewegt habe.

Dann ist da noch das Symbol eines angedeuteten, doppelten Herzens. Es weist darauf hin, dass während der Messung mindestens zwei Mal ein unregelmäßiger Herzschlag festgestellt wurde.

Omron hat das super gelöst – jeder Nutzer weiß damit umgehend, wenn etwas schiefgelaufen ist und muss nicht aufgrund eventueller Messfehler in Panik verfallen. Bei klassischen Blutdruck-Messgeräten ist mir persönlich ein solches Feature nicht bekannt. Das spricht klar für den HeartGuide. Die Messungen ergaben im Test auch Sinn. Ich habe sie zu verschiedenen Tageszeiten vorgenommen – einfach um zu sehen, wie die Uhr reagiert. Nach zwei Tassen Kaffee am Nachmittag sind freilich nicht so aussagekräftige Werte wie am Morgen oder kurz vor dem Schlafengehen zu erwarten. Dementsprechend fielen die Ergebnisse auch wesentlich höher aus.

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Ebenfalls schön ist, dass der Träger die Werte gleich selbst einordnen kann. Es gibt dafür die Option „Die Messung verstehen“. Wenn ich diese antippe, öffnet sich eine Skala. Damit lässt sich nachvollziehen, ob ich einen optimalen, normalen, hochnormalen oder gar erhöhten Blutdruck habe. Was mir einzig an dieser Darstellung fehlt, ist eine zusätzliche Erläuterung: Was bedeuten meine Werte ganz konkret? Einmal wurde mir nach einer ordentlichen Dosis Koffein eine „isolierte systolische Hypertonie“ bescheinigt. Um mehr darüber zu erfahren, musste ich die Suchmaschine bemühen. Wer Blutdruck-Patient ist, weiß aber mit Sicherheit, in welchem Bereich seine Werte liegen dürfen und was sie bedeuten. Dennoch: Hier kann Omron gern noch ein paar zusätzliche Informationen verwirken.

Ich habe im Übrigen immer die Möglichkeit, mehr Angaben über meinen Tag zu machen. Hier lassen sich fünf Fragen beantworten: Sie richten sich danach, ob ich Koffein und Salz konsumiert, ausreichend Flüssigkeit zu mir genommen, Gemüse gegessen und trainiert habe.

Vor allem aber – und das ist gerade für Patienten sehr hilfreich – kann ich meine Daten mit einem Mediziner teilen. Das betrifft nicht nur den Blutdruck unmittelbar, sondern auch damit verbundene Faktoren wie die Aktivität, den Schlaf und mein Gewicht. Ich entscheide selbst, welche Informationen ich für welchen Zeitraum freigebe. Darüber hinaus darf ich wählen, ob mir dazu eine PDF-Datei oder eine Excel-Tabelle erstellt werden soll. Entweder sende ich mir diese aufbereiteten Daten direkt über die App selbst zu oder an einen Mediziner. Dafür benötige ich nur dessen Mailadresse. Gegebenenfalls trage ich noch einen Text ein und schicke die Nachricht dann ab. Das ist im wahrsten Sinne des Wortes smart gelöst.

Bezüglich der Blutdruck-Werte konnte ich für mich durch den Omron HeartGuide feststellen, dass sie im optimalen Bereich liegen. Da ich zwischen vier und sechs Mal pro Woche Ausdauersport treibe, hatte ich das erwartet.

Nicht unerwähnt lassen möchte ich zudem, dass die Smartwatch neben dem Blutdruck auch parallel jeweils die Herzfrequenz bestimmt. Leider wird diese auch nur dann gemessen und nicht kontinuierlich, wie bei manchen Fitness Uhren und Smartwatches. Das ist eine kleine Einschränkung. Was ich aber dazu noch sagen kann: Die Werte stimmten mehrmals mit denen einer Garmin Uhr überein, die ich zeitgleich am anderen Handgelenk trug.

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Automatische Messungen nimmt die Smartwatch übrigens keine vor. Dafür ist die Eigeninitiative des Trägers gefragt. Ich kann mir aber bis zu fünf wiederkehrende Erinnerungen einrichten. Dann vibriert die Uhr zu gegebener Zeit und erweist sich somit als Gedankenstütze.

Was leistet der Omron HeartGuide abgesehen davon noch? Er stellt ein klassisches Fitness Tracking bereit und zählt demnach die zurückgelegten Schritte inklusive der dazugehörigen Distanz und errechnet die dabei verbrannten Kalorien. Auch diese Daten liefert er verlässlich und korrekt. Ich habe sie ebenfalls mit der besagten Fitness Uhr am anderen Handgelenk abgeglichen.

Den Schlaf analysiert die Smartwatch auch. Ich sehe, zu welcher Uhrzeit ich eingeschlafen und wann ich aufgewacht bin. Als Hilfestellung fragt die App nach meinen üblichen Zeiten. Wenn ich davon stark abwich und mir am Wochenende deutlich mehr Nachtruhe genehmigte, stimmte dennoch stets alles. Etwas verwirrend empfand ich zunächst die Unterteilung der einzelnen Phasen. Hier taucht einmal „Zeit im Schlaf“ auf – gemeint ist damit aber der Tiefschlaf. Mit „geringe Bewegungen“ zielt die App auf die REM-Phase ab und „starke Bewegungen“ sind die Bezeichnung für den leichten Schlaf. Da hinter jeder Kenngröße ein Fragezeichen hinterlegt ist, das beim Antippen eine Erklärung liefert, ließ sich das unkompliziert herausfinden. Dennoch würde ich hier die gängigen Begriffe wählen, die bei anderen Herstellern praktisch einheitlich auftauchen.

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Bei den Benachrichtigungsfunktionen hat es Omron sehr simpel gehalten: Der HeartGuide informiert mich zu eingehenden Anrufen, SMS und Google-Mails. Ich werde allerdings nur mit einem entsprechenden Symbol – einem Brief oder einem Telefonhörer – und dem Vibrieren am Handgelenk darauf aufmerksam gemacht. Reagieren kann ich über die Uhr nicht. Den Namen des Anrufers oder den Inhalt der Nachricht bekomme ich ebenso nicht anzeigt. Wäre das wünschenswert? Durchaus – es soll aber nicht in Vergessenheit geraten, dass der HeartGuide in erster Linie noch immer ein medizinisches Gerät ist.

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Abschließend noch ein paar Worte zur Akkulaufzeit des Omron HeartGuide. Rund vier Tage kam ich mit einer Akkuladung aus und hatte dabei jeweils zwischen zehn und zwölf Messungen vorgenommen. Klar ist, dass das Aufpumpen der Manschette das Gros an Energie verbraucht. Abgesehen davon arbeitet die Uhr sehr energiesparend, da sie lediglich das Fitness- und Schlaftracking erbringen muss und gegebenenfalls über Neuigkeiten auf dem Mobiltelefon informiert. Demnach hängt die Laufzeit stark davon ab, wie viele Messungen täglich vorgenommen werden.

Ich denke, mit zwei Aufladungen pro Woche sollten die meisten Nutzer auskommen und das ist in Ordnung. Einziger Kritikpunkt hier: Nur durch das Batteriesymbol auf dem Display sehe ich ungefähr, wie viel Saft der Akku noch hat. Ein Verbesserungsvorschlag meinerseits wäre eine rechtzeitige Warnung, die Uhr wieder ans Netz zu hängen. Mir passierte es einmal, dass dem HeartGuide mitten während einer Messung im wahrsten Sinne des Wortes die Luft ausging. Dann schaltet er sich jedoch nicht ab, sondern kann noch mehrere Tage die Zeit anzeigen.

Fazit

Beim Omron HeartGuide von einer Revolution am Handgelenk zu sprechen, ist nicht überzogen. Eine Smartwatch mit derartig innovativer Blutdruckmessung gab es bis hierhin nicht. Es ist erkennbar, welche Arbeit der Hersteller hier investiert hat. Viel komplexe Technologie in komprimierter Form, die medizinisch validierte Werte liefert – das sorgt selbstverständlich für einen nicht vollends günstigen Preis. Diesen ist die Uhr meines Erachtens nach aber wert. Sie erspart vielen Blutdruck-Patienten das Mitführen eines unhandlichen Messgeräts und bringt noch Vorteile mit sich. So erkennt sie Ursachen für Messfehler sofort und weist darauf hin.

Wer sich die Komplexität des HeartGuide vor Augen führt, dürfte erkennen, welchen Wert die eingangs erwähnten Smartwatches aus China besitzen – zumal sie keine erforderlichen technischen Komponenten für eine Blutdruckmessung mitbringen. Omron hat ein Wearable geschaffen, das aussagekräftige Daten ermittelt, die mit einem Arzt geteilt werden können. Für den Hausgebrauch ist es noch wünschenswert, dass zu den einzelnen Werten detailliertere Erklärungen in der App zu finden sind. Als praktisch erweist sich in jedem Fall die Möglichkeit, eine Auswertung direkt über das Smartphone in Form einer Excel- oder PDF-Datei weiterzuleiten. Die Akkulaufzeit ist in meinen Augen ebenfalls absolut vertretbar, jedoch empfinde ich eine Warnung bei schwindender Kapazität noch als nötig. Alles in allem ist der Omron HeartGuide sicherlich keine günstige, dafür aber sinnvolle Anschaffung mit klarem Mehrwert.

Omron HeartGuide Testergebnis

Positiv:
  • ersetzt ein klassisches Blutdruckmessgerät
  • weist auf Messfehler wird hin
  • Fitness- & Schlafdaten werden erfasst
  • Smartphone-Benachrichtigungen
  • sehr einfache Bedienung
  • Werte lassen sich einordnen
  • Messergebnisse direkt über die App teilen
  • einstellbare Erinnerungen
  • solide Akkulaufzeit
  • App enthält zusätzliche Erklärungen der wichtigsten Funktionen
  • durchdachter Lademechanismus
Negativ:
  • Puls wird nur bei Blutdruckmessung bestimmt
  • keine analoge Darstellung der Zeit möglich
  • keine Warnung bei niedrigem Akkustand
Design 90
Display 85
Software 100
Performance 100
Akkuleistung 100
Preis-/Leistungsverhältnis 95
Weiterempfehlung 95

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