„AV-Test“-Studie: Microsoft Band 2, Pebble Time und Apple Watch sind die sichersten Wearables

Mittwoch, 20. Juli 2016

Microsoft Band 2Laut einer neuen Studie des in Magdeburg ansässigen Instituts für IT-Sicherheit (AV Test),  sind das Microsoft Band 2, die Pebble Time sowie die Apple Watch die sichersten Wearables – innerhalb der Vergleichsgruppe. AV Test hat sich bei der Studie auf Wearables die mit Android-Apps arbeiten fokussiert. Laut dem Bericht wurden „die neuesten und meistverkauften Fitness-Armbänder sowie die Apple Watch überprüft“: Basis Peak, Microsoft Band 2, Mobile Action Q-Band, Pebble Time, Runtastic Moment Elite, Striiv Fusion und Xiaomi Mi Band.

An dieser Stelle darf man sich allerdings Fragen, warum nicht die Tracker von Fitbit oder Jawbone in die Studie miteinbezogen wurden. Die Apple Watch gehört natürlich nicht zum Android-Spektrum, weswegen sie auch nicht mit diesen Geräten verglichen wurde.

Diese Studie ist besonders interessant, da neulich erst Warnungen vor Sicherheitslücken bei Wearables im Fokus der Aufmerksamkeit standen. Eine Studie soll belegt haben, dass durch eine Analyse von Bewegungsdaten der Hand die PIN-Eingabe nachvollzogen werden kann.

Fitness Tracker

Der Bericht verweist auf zwei Fragestellungen, die im Fokus der Experten gestanden haben:

1. Sind aus der Sicht des privaten Nutzers die erfassten Daten im Tracker oder in der App sicher gegen das Ausspähen oder Abgreifen von Dritten?
2. Sind aus Sicht von Krankenkassen oder anderen Firmen die Daten im Tracker oder in der App sicher gegen Manipulationen?

Das Fazit der Studie ist ernüchternd: „Wie bereits im ersten Test von Fitnessarmbändern im letzten Jahr, machen viele Hersteller im aktuellen Test ähnliche Fehler. Dem Punkt Sicherheit schenken sie oft nicht ausreichende Beobachtung.“ Der Bericht betont jedoch, dass man bei der Pebble Time, beim Basis Peak sowie beim Microsoft Band 2 am wenigstens zu befürchten habe. Zwar werden auch dort kleine Fehler gemacht, aber in der Summe würden diese Geräte Angreifern nur wenige Möglichkeiten für Manipulationen bieten.

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Freuen dürfen sich ebenfalls alle Besitzer einer Apple Watch, denn die Experten konnten ihr ebenfalls „eine hohe Sicherheit bescheinigen“. Auch hier seien Angriffsflächen vorhanden, die aber einen zu großen Aufwand für potentielle Angreifer verlangen würden. So greife bei der Apple Watch zum Beispiel ein besonderer Diebstahlschutz, da auch nach einem Werks-Reset die Uhr mit dem Account des berechtigten Nutzers verbunden bleibt. Für Diebstähle mache sie das sehr unattraktiv, da der unberechtigte Nutzer sie nicht mehr mit seinem eigenen iPhone verbinden kann.

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