Fitbit Charge 7: FCC-Zulassung erhärtet Verdacht auf Wear-OS-Wechsel

fitbit charge 6 fitness armband_2Ein neuer Eintrag bei der US-Zulassungsbehörde FCC heizt die Gerüchteküche um Googles Wearable-Pläne massiv an. Unter der Modellnummer G8BL6 ist bei der Behörde ein noch unangekündigtes Gerät registriert worden, hinter dem Branchenkenner den designierten Nachfolger der traditionsreichen Charge-Reihe vermuten. Die hinterlegten Dokumente und Prüfprotokolle liefern dabei den bisher handfestesten Beweis, dass Google die Trennung zwischen seinen Smartwatches und reinen Fitness-Trackern endgültig aufgibt und das vollwertige Wear-OS-Betriebssystem in ein schlankes Band integriert.

E-Label-Menüführung und ADB-Schnittstelle verraten Wear OS

Die technischen Indizien in den Zertifizierungsunterlagen sprechen eine eindeutige Sprache. Das Modell G8BL6 besitzt ein Display und hinterlegt die vorgeschriebenen behördlichen Kennzeichnungen digital über ein sogenanntes E-Label. Der in den Dokumenten exakt beschriebene Pfad durch das Menü – über Einstellungen, System und Regulatorik – stimmt bis ins Detail mit der Menühierarchie der Pixel Watch und anderer Wear-OS-Geräte überein und unterscheidet sich grundlegend von der bisherigen Menüstruktur des einfachen Fitbit OS.

Verstärkt wird dieser Verdacht durch durchgeführte Hardwaretests via Android Debug Bridge (ADB), einer Schnittstelle, die typischerweise auf Android- und Wear-OS-Systemen für Test- und Entwicklungszwecke zum Einsatz kommt. Damit verdichten sich die Anzeichen, dass Google das ressourcenintensive Betriebssystem in einer stark angepassten, hocheffizienten Variante nun auch für Gehäuse im typischen Tracker-Stil freigibt. Gefertigt wird das Wearable den Unterlagen zufolge vom Auftragshersteller Goertek, der für Google bereits die Pixel Buds sowie das displaylose Air von Fitbit produziert.

google video fitbit charge 7 fitness tracker

Integriertes GNSS-GPS, Bluetooth LE und Verzicht auf Wi-Fi

Auf funktionaler Ebene offenbaren die Behördendaten ein auf Ausdauer getrimmtes Setup. Das Wearable verfügt über Bluetooth Low Energy zur Kopplung mit dem Smartphone sowie über eigenständige GNSS- und GPS-Satellitenortung, um Laufstrecken ohne mitgeführtes Telefon aufzuzeichnen. Die Signalübertragung erfolgt über eine im Metallrahmen verbaute Antenne.

Bemerkenswert ist das Fehlen von Wi-Fi-Modulen und eigenständigem Mobilfunk in den Messprotokollen. Dieser Verzicht fügt sich nahtlos in das Konzept eines klassischen Begleiters am Handgelenk ein: Der Verzicht auf stromhungrige Funkchips schont den Akku, während das Armband im Alltag für Datentransfers und Benachrichtigungen primär auf die Bluetooth-Brücke zum Mobiltelefon setzt.

Marktstart als Fitbit Charge 7 oder Pixel Watch Fit

Hinsichtlich der finalen Marktbezeichnung halten die Unterlagen mehrere Optionen offen. Einerseits liegt nach dem 2023 erschienenen Charge 6 die Fortführung der Reihe als Fitbit Charge 7 nahe. Andererseits tauchte unlängst auf internem Werbematerial zur Pixel-11-Reihe ein schmaler, pillenförmiger Tracker auf, was auch auf ein Rebranding im Stil von „Pixel Watch Fit“ oder „Pixel Band“ hindeuten könnte.

Wann Google das Wearable offiziell der Öffentlichkeit zeigt und zu welchem Preis das Modell startet, bleibt abzuwarten. Da FCC-Zertifizierungen gewöhnlich in den letzten Testphasen vor dem Verkaufsstart erfolgen, dürfte die offizielle Premiere nicht mehr lange auf sich warten lassen.

Kommentar schreiben