Garmin Cirqa: Das displaylose Fitness-Armband steht kurz vor dem Start
Das Versteckspiel hat ein Ende! Während die Tech-Welt in den vergangenen Monaten fleißig über die Existenz eines bildschirmlosen Fitness-Armbands aus dem Hause Garmin spekuliert hat, herrscht nun endlich Gewissheit. Der mysteriöse Tracker ist ganz offiziell in den Datenbanken einer wichtigen Zulassungsbehörde „aufgetaucht“. Die frische Zertifizierung liefert uns nicht nur den Beweis, dass der offizielle Marktstart unmittelbar bevorsteht, sondern enthüllt auch einige technische Details, die in der Sport-Community für reichlich Gesprächsstoff sorgen. Warum Garmin mit diesem Gadget ein gewagtes, aber extrem spannendes Doppelspiel treibt, zeigt dieser aktuelle Lagebericht.
Der jüngste Datenbank-Eintrag der Behörde IRIS (Integrated Regulatory Information System) in Singapur listet das Gerät unmissverständlich unter der Modellbezeichnung A0P3039 und dem offiziellen Namen „Garmin Cirqa“. Wie erwartet, verzichtet das schlanke Armband komplett auf ein Display, um den Träger im Alltag und beim Training nicht unnötig abzulenken – ein Konzept, das man bereits vom erfolgreichen Whoop-Band kennt. Doch der Blick in die Zertifizierungsunterlagen bringt auch eine faustdicke Überraschung ans Licht: Garmin streicht bei diesem Modell radikal die Ausstattung. So sucht man ein eigenes GPS- oder WLAN-Modul vergeblich, was bei einem reinen Tracker ohne Bildschirm zwar logisch ist – absolut unerwartet ist jedoch der vollständige Verzicht auf den klassischen ANT+-Standard.
Das Cirqa-Band funkt stattdessen ausschließlich via Bluetooth. Für ambitionierte Radsportler und Fitness-Enthusiasten ist das eine Ansage, da ANT+ im Garmin-Kosmos bisher der Standard war, um Herzfrequenzgurte oder Fahrradcomputer nahtlos miteinander zu koppeln. Dieser Verzicht untermauert jedoch die eigentliche Produktstrategie: Das Armband ist nicht als smarter Solokünstler oder als kompletter Ersatz für eine vollwertige Sportuhr gedacht. Es soll vielmehr als kongenialer Partner im Hintergrund fungieren. Wer bereits eine Fenix 8 oder ein anderes High-End-Modell besitzt, trägt den Tracker einfach am anderen Handgelenk, wodurch die Daten beider Geräte zu einer fehlerfreien und extrem präzisen Trainingsanalyse verschmelzen.
Für die breite Masse der Endverbraucher könnte das Garmin Cirqa zu einer echten Premium-Ergänzung für das tägliche Gesundheits-Tracking werden. Die exklusive Ausrichtung auf das Zusammenspiel mit einer Smartwatch verspricht zwar ein lückenloses Protokoll der eigenen Vitalwerte, hat laut ersten Händler-Leaks aber wohl auch ihren Preis: Gerüchten zufolge könnte der displaylose Tracker fast 400 Euro kosten. Ob das ein Platzhalter ist oder Garmin hier tatsächlich im absoluten Luxussegment angreift, wird sich schon bald zeigen. Da die behördliche Freigabe nun erteilt wurde, dürfte die offizielle Präsentation durch den Hersteller nur noch eine Frage von wenigen Wochen sein.