Garmin Cirqa: Neue Zulassungen in Europa bestätigen den bevorstehenden Whoop-Angriff
Das Duell um die Krone der ablenkungsfreien Fitness- und Regenerationsanalyse geht in die heiße Phase. Nachdem bereits zu Beginn des Jahres erste unabsichtliche Veröffentlichungen auf Garmins eigenen Webseiten für Furore sorgten, gibt es nun handfeste, bürokratische Beweise dafür, dass das bildschirmlose Tracker-Band mit dem Namen Garmin Cirqa unmittelbar vor dem weltweiten Marktstart steht. Neue Einträge in internationalen Behördendatenbanken zeigen, dass Garmin das Projekt keineswegs auf Eis gelegt hat, sondern die weltweite Markteinführung akribisch vorbereitet.
Bürokratischer Meilenstein: Ausweitung nach Europa und Kanada
Die neuesten Erkenntnisse untermauern, dass Garmin den rechtlichen Boden für das Cirqa-Band rund um den Globus sichert. Nachdem die ursprüngliche Markenanmeldung im Februar 2026 beim US-amerikanischen Patent- und Markenamt (USPTO) eingereicht wurde, sind nun im Juni frische Einträge beim kanadischen Amt für geistiges Eigentum (CIPO) sowie beim Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum (EUIPO) aufgetaucht.
Die europäische Anmeldung beansprucht dabei die Priorität des US-Antrags, was rechtlich bedeutet, dass Garmin innerhalb des standardmäßigen Sechs-Monats-Fensters agiert, um sich die Markenrechte weltweit rückwirkend zu sichern. Diese koordinierten Behördenschritte sind in der Tech-Welt das eindeutigste Signal dafür, dass ein Produkt die finale Entwicklungsphase durchlaufen hat und für den internationalen Handel freigegeben wird.
Der Fokus liegt auf Regeneration und Performance
Die offizielle Beschreibung der Warenkategorie in den Markenunterlagen lässt absolut keinen Zweifel mehr daran, welche Nische Garmin mit dem Cirqa ins Visier nimmt. Dort ist die Rede von „am menschlichen Körper zu tragenden Geräten und Instrumenten mit elektronischen Sensoren und Monitoren zur Messung physiologischer Daten, Biosignale und des körperlichen Verhaltens“. Explizit genannt wird zudem die Analyse von der Erholung nach physischem und emotionalem Stress, der Leistungsfähigkeit sowie der allgemeinen Wachsamkeit.

Damit ist endgültig bestätigt: Das Garmin Cirqa wird ein reines Recovery- und Performance-Werkzeug ohne ablenkendes Display. Anstatt auf dem Handgelenk mit Benachrichtigungen zu nerven, sammelt das Band im Hintergrund rund um die Uhr präzise Daten zur Herzfrequenzvariabilität (HRV) und zum Schlaf, um diese gebündelt an die Garmin Connect App zu übertragen. Zielgruppe sind vor allem Sportler, die eine unaufdringliche, dauerhafte Erholungsanalyse suchen oder das Band als sensorische Ergänzung zu ihrer bestehenden Garmin-Smartwatch tragen möchten, um die Datenbasis im Garmin-Kosmos zu perfektionieren.
Keine Experimente: Fokus auf Bluetooth ohne GPS und ANT+
Interessante Details sickerten zudem aus den asiatischen Prüfstellen durch, wo das Gerät unter der Modellnummer „A0P3039“ die Zulassung passierte. Die technischen Spezifikationen bestätigen den extrem puristischen Hardware-Ansatz: Das Cirqa-Band verzichtet vollständig auf eigene GPS- und WLAN-Module und spart somit massiv Platz und Energie.
Überraschend für Garmin-Verhältnisse ist jedoch der komplette Verzicht auf den etablierten ANT+-Funkstandard. Das Band wird für die Synchronisation und Kopplung ausschließlich auf Bluetooth setzen. Dies unterstreicht die Auslegung als reines Daten-Sammelbecken, das für die Routenaufzeichnung oder die tiefe Verbindung mit externen Fitnessgeräten zwingend auf ein Smartphone oder eine primäre Sportuhr in der Nähe angewiesen ist. Da die rechtlichen Fristen der US-Markenanmeldung bis zum Spätsommer 2026 laufen, dürfte die offizielle Enthüllung des neuen „Whoop-Killers“ zusammen mit den anderen großen Garmin-Herbstneuheiten auf dem Programm stehen.