Garmin Fenix 9: Neue FCC-Zulassung deutet auf LTE- und Satelliten-Funktionen hin
Rund um Garmins kommende Flaggschiff-Generation verdichten sich die Anzeichen für einen bevorstehenden Verkaufsstart. Neue Behörden-Einträge liefern konkrete Hinweise darauf, wie der US-Hersteller seine Fenix-9-Serie technisch aufstellen möchte. Nach den bisherigen Spekulationen über unterschiedliche Modellvarianten und Display-Technologien rückt nun die drahtlose Konnektivität in den Fokus der Gerüchteküche.
Modellnummer A05170 bei der FCC aufgetaucht
Den entscheidenden Anstoß für die neuesten Spekulationen liefert ein frischer Eintrag in der Datenbank der US-amerikanischen Zulassungsbehörde FCC. Dort ist ein neues Garmin-Gerät unter der internen Modellbezeichnung A05170 aufgetaucht. Da Garmin seine neuen Premium-Outdoor-Uhren gewöhnlich wenige Wochen vor der offiziellen Ankündigung bei den Behörden zertifizieren lässt, gilt die Registrierung als starkes Indiz für einen nahende Präsentation im Spätsommer.
Aus den Freigabe-Unterlagen geht hervor, dass das getestete Modell mit einer breiten Palette an Übertragungsstandards ausgestattet ist. Neben den gewohnten Schnittstellen wie Bluetooth, WLAN und ANT+ zeigt die Zulassung erstmals konkret die Integration von LTE-Mobilfunk sowie speziellen Frequenzbereichen für die Satellitenkommunikation.

Exklusive inReach-Variante wird immer wahrscheinlicher
Die neuen Entdeckungen decken sich auffällig mit den bisherigen Leaks zur Dreiteilung der Modellreihe. Garmin plant demnach eine Aufsplittung in die reguläre Fenix 9, die Fenix 9 Pro sowie ein drittes Spitzenmodell namens Fenix 9 Pro inReach. Das bei der FCC aufgetauchte Gerät A05170 dürfte somit das inReach-Topmodell repräsentieren, das autarke Notrufe, SMS-Versand und Live-Tracking über das Iridium-Satellitennetzwerk direkt vom Handgelenk ermöglicht – ohne dass ein gekoppeltes Smartphone in der Nähe sein muss.
Durch die Trennung der Funkstandards können Käufer künftig genauer wählen, ob sie den Aufpreis und den zusätzlichen Energiebedarf für LTE und Satellit überhaupt benötigen. Während die Standard- und die Pro-Ausführung weiterhin auf maximale Akkulaufzeit optimiert bleiben, richtet sich die inReach-Option gezielt an Expeditions- und Outdoor-Enthusiasten in abgelegenen Regionen.
Parallel dazu bleibt die Auswahl beim Bildschirm ein zentrales Thema: Während die Basis-Fenix-9 mutmaßlich auf ein AMOLED-Display setzt, sollen Nutzer bei den Pro-Modellen weiterhin die Wahl zwischen strahlendem AMOLED und dem extrem stromsparenden Memory-in-Pixel-Display inklusive Solar-Ladefunktion haben.