IDC: Smartwatch-Verkäufe gehen zurück – Apple bleibt Marktführer

Freitag, 22. Juli 2016

apple-watch-4Das Marktforschungsunternehmen International Data Corporation (IDC) hat in einer Pressemittelung auf den Rückgang der Smartwatch-Verkäufe für das zweite Quartal 2016 aufmerksam gemacht. Der Analyse zufolge betrage der Rückgang 32%. Im zweiten Quartal wurden lediglich 3,5 Millionen Einheiten verkauft. Zum Vergleich: Ein Jahr zuvor waren es 5,1 Millionen Einheiten. Apple bleibt den Daten nach weiterhin Marktführer mit 1,6 Millionen verkauften Einheiten und 47% Marktanteil.

Aber auch das kalifornische Unternehmen muss Einbußen hinnehmen: Im Vergleich zu den Absatzzahlen des letztens Jahres, ist ein Rückgang von 55% zu konstatieren – im Jahr 2015 waren es noch 3,6 Millionen verkaufte Einheiten. IDC weist jedoch darauf hin, dass sich diese Zahlen auf den Zeitraum des Launches der Apple Watch beziehen, was diesen Rückgang etwas relativieren soll.

IDC

 

Die Gründe für den Rückgang der Apple Watch-Verkäufe sind Jitish Ubrani von IDC zufolge, dass seit Anfang 2016 neue Hardware und Verbesserungen bei watchOS erwartet werden. Apple sei immer noch Marktführer und bedauerlicherweise wirke sich ein Rückgang der Zahlen bei Apple auch immer auf den gesamten Smartwatch-Markt aus. Auch für die zweite Jahreshälfte scheint ein Wachstum für den Markt ausgeschlossen, so Ubrani.

Des Weiteren sei die fehlende Beteiligung der traditionsreichen Uhrenmarken am Smartwatch-Trend ein Problem, erklärt Ramon T. Llamas, Manager von IDC. Bis heute sei nur eine Handvoll dieser klassischen Uhrenhersteller darin involviert, wie zum Beispiel Casio, Fossil oder Tag Heuer. Llamas betont, dass gerade die klassischen Uhrenmarken das liefern können, was Kunden sich wünschen: Design und Funktionalität. Das sei der Schlüssel für den Wachstum des Markts: Würde man die Popularität der Marken und das ohnehin schon vorhanden Vertriebsnetz damit kombinieren, werde der Markt wachsen, so Llamas. Auch Entwicklungen im Bereich der unabhängigen Mobilfunkanbindung für Smartwatches und des App-Angebots spielen dabei eine Rolle.

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