Jawbone zieht sich vom Wearable Markt zurück

Samstag, 04. Februar 2017

jawbone-up-family-5Nun also doch: Nachdem es schon im Mai des letzten Jahres Gerüchte gab, dass Jawbone in Zukunft keine Fitness Armbänder mehr auf den Markt bringen wird, ist es jetzt Gewissheit. Damals dementierte das Unternehmen diese Meldungen jedoch noch. Was das Thema Wearables angeht, ist es jedoch schon seit Beginn 2015 ruhig geworden. Schließlich hat es seitdem keinen neuen Tracker des 2006 gegründeten und in San Francisco ansässigen Labels mehr gegeben. Künftig wird sich Jawbone einem neuen Markt widmen.

Wie sich schon im Mai 2016 andeutete, konzentriert sich Jawbone in Zukunft auf Geräte für die Medizintechnik. Diese sollen dann direkt an Krankenhäuser und Arztpraxen verkauft werden. Die US-Amerikaner sehen sich offenbar im Segment der Fitness Armbänder einer zu großen Konkurrenz ausgesetzt. Den Markt dominiert das ebenfalls in San Francisco ansässige Unternehmen Fitbit, welches aller Voraussicht nach vermutlich noch in diesem Jahr eine innovative Smartwatch ins Rennen schicken möchte und damit weiter wachsen dürfte. Konkurrenz stellt auch die chinesische Marke Xiaomi dar, die mit einer recht aggressiven Preispolitik ihre Fitness Armbänder erfolgreich vertreibt.

Vermutlich sah Jawbone angesichts dieser Entwicklung seine Felle davonschwimmen, hat aber auch ein Stück weit den Anschluss verpasst, denn für ein neues Wearable wäre es nach nunmehr zwei Jahren schon längst Zeit gewesen. Allerdings wird es künftig auch die beliebten Lautsprecher nicht mehr geben, für welche das Unternehmen ebenso bekannt ist. Für seine neue Ausrichtung hat sich Jawbone auf die Suche nach Investoren begeben, die wohl noch nicht vollständig abgeschlossen ist.

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Die Jawbone Fitness Armbänder erfreuten sich eigentlich einer großen Nachfrage. Schließlich hat die Marke mit dem UP sowie dem UP2, UP24, UP3 und UP4 insgesamt fünf sportliche Wearables hervorgebracht. Deren Merkmal besteht darin, dass sie kein Display besitzen und daher sehr dezent wirken – sie könnten dementsprechend auch als ein modisches Accessoire durchgehen. Dafür hatten sie allerdings neben einem Schrittzähler, einer Distanzmessung sowie der Berechnung des Kalorienverbrauchs und einem Schlaftracking teils noch zusätzliche Funktionen wie einen optischen Pulsmesser oder die Unterstützung für bargeldloses Bezahlen an Bord.

Nachdem sich im vergangen Jahr mit Microsoft zumindest vorläufig ein großer Name von der Produktion der Fitness Armbänder verabschiedet hatte, ist es nun Jawbone. Dafür haben jedoch schon die ersten vier Wochen von 2017 mehr als nur angedeutet, dass es anhand zahlreicher Ankündigungen und Neuvorstellungen eine große Fülle an neuen Wearables mit sich bringt. Gemutmaßt wird zudem seit rund einer Woche, dass es bald ein neues Fitness Armband von Samsung geben könnte.

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