Mädchen verschluckt Fitness Tracker: Kind und Gerät bleiben nach Endoskopie unbeschadet

Samstag, 14. Mai 2016

misfit-shine-xrayVor einiger Zeit soll ein 13-jähriges Mädchen aus Südkorea ihren Fitness Tracker verschluckt haben, aber erst jetzt scheint dieser Vorfall mehr Aufmerksamkeit zu bekommen. An dieser Stelle könnte man sich zu Recht fragen, wie das eigentlich möglich ist, so ein Gerät zu verschlucken. Laut Live Sience soll es sich jedoch um den Fitness Tracker Misfit Shine gehandelt haben. Dieser zeichnet sich dadurch aus, dass man den eigentlichen Tracker aus dem Armband herausnehmen kann. Übrig bleibt anschließend dann nur noch das kreisrunde Gerät, welches man zum Beispiel an Kleidung clippen  oder an einer Halskette befestigen kann.

Nachdem das Mädchen den Tracker aus dem Armband herausgenommen hat, habe sie das Gerät in ihren Mund genommen, um damit schwimmen zu gehen. Dabei sei es noch unklar, warum das Kind den Tracker in den Mund genommen hat, denn Misfit Shine ist bis zu 50 Meter wasserdicht und kann somit auch problemlos beim Schwimmen getragen werden. Das macht die Sache allerdings noch tragischer, denn das Mädchen hat offenbar den Tracker daraufhin unbeabsichtigt beim Schwimmen verschluckt. Die gute Nachricht ist allerdings, dass sowohl das Kind als auch das Gerät diesen Vorfall unbeschadet überstanden haben.

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Eine Röntgenuntersuchung habe zunächst nachgewiesen, dass sich der Tracker im Magen des Kindes befinde. Die Doktoren haben anschließend ca. 30 Stunden abgewartet, um zu schauen, ob der Tracker möglicherweise selber einen Weg aus dem Verdauungsapparat des Mädchens findet. Die Sorge, dass sich der Tracker und damit auch die Lithium-Batterie auflösen könnten, sei jedoch nach einiger Zeit so hoch gewesen, dass eine andere Lösung gefunden werden musste. Mit Hilfe einer Endoskopie, sei es den Doktoren anschließend gelungen, den Tracker durch die Speiseröhre aus dem Körper des Mädchens zu entfernen. Kleine medizinische Information nebenbei: Bei einer Endoskopie wird ein biegsamer Gummischlauch oder eine dünnes Metallrohr in eine Körperhöhle eingeführt. Diese unangenehme und diesem Fall 72 Minuten lange Prozedur musste das Mädchen scheinbar über sich ergehen lassen. Das Kind habe sich jedoch gut erholt und konnte bereits am nächsten Tag wieder nach Hause.

Die Doktoren sollen anschließend berichtet haben, dass der Tracker auch im Magen des Mädchens alle wichtigen Daten akkurat aufgezeichnet hat, inklusive der Anzahl der Schritte, verbrannte Kalorien und angeblich sogar den Schlafzyklus.

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