MyKronoz ZeTime schießt auf Kickstarter weit über das Ziel hinaus

Dienstag, 11. April 2017

MyKronoz ZeTime SmartwatchEs ist noch gar nicht so lange her, als der Schweizer Hersteller MyKronoz seine neue Smartwatch ZeTime vorstellte. Auf dem Mobile World Congress (MWC), der von Ende Februar bis Anfang März andauerte, präsentierte die Marke das Wearable als eine Weltneuheit – und das mit Recht. Schließlich ist die ZeTime die erste intelligente Uhr überhaupt, die über zwei Zeiger verfügt, obwohl sie ein digitales Display besitzt. Kurz darauf ließ MyKronoz ein weiteres Mal aufhorchen, denn der Hersteller bestritt neue Wege und kündigte an, dass die Smartwatch über Kickstarter via Crowdfunding finanziert werden sollte.

Oftmals sind es Startups, die diese Option nutzen, um ihre innovativen Projekte zu finanzieren. Gleichzeitig bringt es die jungen Unternehmen ins Gespräch. Für eine Marke wie MyKronoz, die bereits über ein großes Maß an Erfahrung auf dem Wearable Markt verfügt, ist es eine eher ungewöhnliche Maßnahme. Sowohl Smartwatches als auch Fitness Tracker haben die Schweizer in der Vergangenheit lanciert.

Dass MyKronoz mit dieser Maßnahme aber keineswegs falsch gehandelt hat, zeigt der aktuelle Erfolg auf Kickstarter. Dort ist das Projekt mehr als nur über das Ziel hinausgeschossen: Von den ursprünglich geplanten 50.000 US-Dollar sind nach derzeitigem Stand rund 1,8 Millionen US-Dollar eingegangen. Und dabei sind noch etwas mehr als zwei Wochen Zeit, bevor die Kampagne endet. Zum Vergleich: Bislang gab es etwa 400.000 Konzepte auf der Crowdfunding-Plattform zu bestaunen. Davon sind rund 120.000 Ideen erfolgreich von interessierten Unterstützern finanziert worden. Die Marke von einer Million haben dabei nur 200 Kampagnen knacken können.

Ansicht MyKronoz ZeTime Smartwatch

Die Gründe für den Erfolg der MyKronoz ZeTime mögen vielschichtig sein. Zum einen ist natürlich der vergleichsweise günstige Preis für alle Vorbesteller von 139 US-Dollar und damit umgerechnet etwa 130 Euro ein klares Argument. Selbst später, wenn die Smartwatch offiziell erhältlich ist, fällt sie mit 159 US-Dollar unbedeutend teurer aus – günstiger als die meisten anderen Modelle bleibt sie dennoch. Gerade die so noch nicht dagewesene Technologie mit mechanischen Zeigern und einem digitalen Display dürfte ebenfalls viele dazu bewegt haben, die Kampagne zu unterstützen. Das bringt einen weiteren Vorteil mit sich, der die Akkulaufzeit betrifft. Dank der Zeiger kann die MyKronoz ZeTime die aktuelle Uhrzeit auch veranschaulichen, wenn der Bildschirm abgeschaltet ist – damit sind offenbar bis zu 30 Tage mit einer Akkuladung drin.

Bis die wasserdichte Smartwatch, die dank einer proprietären Software mit iOS und Android kompatibel ist, auf den Markt kommt, braucht es aber noch etwas Geduld: Im September erfolgt die Auslieferung der MyKronoz ZeTime.

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