Reebok Stride & Reebok Rush: Sport-Riese wagt neuen Anlauf im Smartwatch-Segment
Während Reebok bei Sportkleidung eine feste Größe ist, spielt die Marke auf dem Smartwatch-Markt bislang absolut keine Rolle. Das soll sich nun ändern, denn mit zwei neuen Modellen wagt das Unternehmen einen erneuten Versuch, im hart umkämpften Wearable-Segment Fuß zu fassen. Die Reebok Stride und die Reebok Rush zielen dabei nicht auf die High-End-Konkurrenz, sondern attackieren mit aggressiven Preisen und soliden Basisfunktionen eher den Einsteigerbereich. Ob der bekannte Markenname diesmal ausreicht, um gegen die etablierten Tech-Giganten zu bestehen, verraten die technischen Details.
Das neue Topmodell dieses Duos hört auf den Namen Reebok Stride und versucht, mit einem modernen 1,43-Zoll-AMOLED-Display zu punkten, das eine scharfe Auflösung von 466 x 466 Pixeln bietet. Das quadratische Design wirkt zeitgemäß, und mit einem Gewicht von nur 41 Gramm soll die Uhr beim Sport kaum stören. Ein Feature, das in der angepeilten Preisklasse nicht selbstverständlich ist, ist die Möglichkeit zur Bluetooth-Telefonie, mit der Anrufe direkt über das Handgelenk geführt werden können.
Reebok stattet die Uhr zudem mit über 80 Sportmodi aus und integriert die üblichen Sensoren zur Überwachung von Herzfrequenz, Blutsauerstoff und Schlaf, um zumindest die Grundbedürfnisse von Hobbysportlern zu decken. Trotz des hellen Bildschirms verspricht der Hersteller eine Akkulaufzeit von bis zu 10 Tagen, was die Stride zu einem durchaus alltagstauglichen Begleiter machen würde.
Das zweite Modell, die Reebok Rush, positioniert sich noch eine Stufe darunter und muss dementsprechend Federn lassen. Anstelle der brillanten AMOLED-Technik kommt hier ein einfacheres 1,39-Zoll-LCD-Panel mit einer Auflösung von 360 x 360 Pixeln zum Einsatz. Auch auf die Telefoniefunktion wurde verzichtet, sodass Nutzer hier lediglich Benachrichtigungen empfangen, aber nicht beantworten können. Das Gehäuse besteht wie beim Schwestermodell aus Kunststoff und ist nach IP68 zertifiziert, was Schutz vor Staub und Wasser bietet, jedoch offiziell nicht zum Schwimmen geeignet ist. Mit einem 300-mAh-Akku soll auch die Rush rund 10 Tage ohne Steckdose auskommen.
Preislich greift Reebok aggressiv an: Die Stride soll für knapp 100 US-Dollar starten, während die Rush schon für rund 70 US-Dollar den Besitzer wechselt. Beide Modelle erscheinen in den Farben „Midnight Steel“ und „Victory Gold“, wobei die Rush exklusiv auch in „Spectre Red“ verfügbar sein wird. Es bleibt abzuwarten, ob diese Ausstattung genügt, um Reebok endlich relevant auf die Landkarte der Wearables zu setzen.