Xiaomi Smartwatches
Xiaomi Smartwatches
Das Mi Band legte den Grundstein für den Wearable-Erfolg
Xiaomi: vom günstigen Fitness-Tracker zum vielseitigen Wearable-Portfolio
Xiaomi wurde 2010 gegründet und machte sich zunächst vor allem mit Smartphones einen Namen. Das Unternehmen weitete sein Angebot jedoch schnell auf zahlreiche weitere Produktgruppen aus. Wearables entwickelten sich dabei zu einem wichtigen Bestandteil des Xiaomi-Ökosystems.
Besonders prägend war das 2014 vorgestellte Mi Band. Der kompakte Fitness-Tracker bot grundlegende Aktivitätsfunktionen zu einem vergleichsweise niedrigen Preis und erreichte weltweit ein großes Publikum. Über zahlreiche Generationen wurde daraus die heutige Xiaomi-Smart-Band-Familie.
Parallel entwickelte Xiaomi ein immer breiteres Smartwatch-Angebot. Heute reicht das Spektrum von preisgünstigen Uhren der REDMI-Reihe bis zu umfangreich ausgestatteten Xiaomi-Watch-Modellen mit AMOLED-Displays, eigenständiger Satellitenortung und zahlreichen Sport- und Gesundheitsfunktionen.

Smart Band, REDMI Watch und Xiaomi Watch: drei unterschiedliche Schwerpunkte
Das erste Mi Band war 2014 noch ein ausgesprochen reduzierter Fitness-Tracker. Ein Display gab es nicht. Stattdessen konzentrierte sich das Wearable auf grundlegende Funktionen wie die Erfassung von Schritten und Schlaf. Ein herausnehmbares Modul ließ sich in verschiedenfarbige Armbänder einsetzen.
Mit den folgenden Generationen wuchs der Funktionsumfang kontinuierlich. Herzfrequenzmessung und Displays kamen hinzu, später folgten größere Farbdisplays, zahlreiche Sportmodi und umfangreichere Funktionen für die Überwachung von Fitness und Wohlbefinden.
Auch der Name änderte sich. Aus dem bekannten Mi Band wurde das Xiaomi Smart Band. Das Grundkonzept ist jedoch bis heute erkennbar: Die Geräte sollen möglichst viele Fitness- und Alltagsfunktionen in einem kleinen, leichten und vergleichsweise preisgünstigen Wearable zusammenführen.
Aktuelle Generationen besitzen große AMOLED-Displays und unterstützen eine Vielzahl unterschiedlicher Sportarten. Herzfrequenz, Schlaf und Blutsauerstoffsättigung gehören abhängig vom Modell ebenfalls zu den erfassten Parametern. Trotz des gewachsenen Funktionsumfangs bleibt eine lange Akkulaufzeit eines der charakteristischen Merkmale der Produktfamilie.

Fitness und Sport gehören zur Grundausstattung
Das heutige Wearable-Sortiment von Xiaomi lässt sich grob in mehrere Bereiche unterteilen. Die Xiaomi Smart Bands sind kompakte Fitness-Tracker für Nutzer, die Aktivitäts- und Gesundheitsfunktionen in einem möglichst kleinen Format wünschen.
Die REDMI-Watch-Modelle gehen einen Schritt weiter. Sie besitzen das typische Erscheinungsbild einer Smartwatch mit größerem Display und verbinden Fitnessfunktionen mit verschiedenen Werkzeugen für den Alltag. Je nach Modell gehören eigenständige GNSS-Ortung, Bluetooth-Telefonie und zahlreiche Sportmodi zur Ausstattung.
Die Xiaomi-Watch-Familie bildet den umfangreicher ausgestatteten Bereich des Portfolios. Dazu gehören klassische Smartwatches ebenso wie Modelle, bei denen Design, Fitness und die Vernetzung mit weiteren Xiaomi-Geräten stärker in den Vordergrund rücken.
Diese Einteilung ist für die Kaufentscheidung hilfreicher als die Konzentration auf einzelne Generationen. Xiaomi aktualisiert sein Wearable-Angebot regelmäßig, während die grundsätzliche Positionierung der Produktfamilien wesentlich beständiger bleibt.

Gesundheitsfunktionen für den Alltag
Vom kompakten Fitness-Tracker bis zur umfangreichen Smartwatch spielt die Aktivitätserfassung bei Xiaomi eine zentrale Rolle. Schritte, zurückgelegte Strecke und Kalorienverbrauch gehören zu den typischen Basiswerten. Moderne Geräte unterstützen darüber hinaus eine große Zahl unterschiedlicher Trainingsarten.
Bei besser ausgestatteten Smartwatches kommt eine eigenständige Satellitenortung hinzu. Läufe, Wanderungen und Radtouren können dadurch auch ohne GPS-Verbindung zum Smartphone aufgezeichnet werden. Leistungsfähigere Modelle setzen teilweise auf Dualband-GNSS, um die Positionsbestimmung unter schwierigen Bedingungen zu verbessern.
Der Umfang der Trainingsanalyse unterscheidet sich zwischen Smart Bands, REDMI Watches und den höher positionierten Xiaomi Watches. Wer regelmäßig draußen trainiert, sollte deshalb insbesondere auf integriertes GNSS und die unterstützten Trainingsfunktionen achten.
Auch die Wasserbeständigkeit spielt bei Sport-Wearables eine Rolle. Zahlreiche Xiaomi-Modelle eignen sich für Schwimmaktivitäten. Die konkrete Einstufung sollte jedoch immer beim jeweiligen Gerät geprüft werden, statt sämtliche Wearables der Marke pauschal als wasserdicht zu betrachten.

Lange Akkulaufzeit bleibt eine Stärke
Neben Sport und Aktivität erfassen aktuelle Xiaomi-Wearables verschiedene Werte rund um Wohlbefinden und Erholung. Die optische Herzfrequenzmessung gehört bei zahlreichen Modellen zur Standardausstattung. Abhängig vom Gerät kommen die Überwachung der Blutsauerstoffsättigung, Stressanalyse und weitere Funktionen hinzu.
Auch das Schlaftracking hat Xiaomi über die verschiedenen Generationen hinweg kontinuierlich erweitert. Die Wearables können Schlafdauer und verschiedene Schlafphasen erfassen. Neuere Modelle stellen die Daten anschließend ausführlicher in der Mi Fitness App dar und geben teilweise zusätzliche Hinweise zu Schlafgewohnheiten.
Die Funktionen eignen sich dazu, persönliche Entwicklungen und Gewohnheiten zu beobachten. Sie sind jedoch nicht für medizinische Diagnosen bestimmt. Auch Xiaomi weist bei seinen aktuellen Wearables ausdrücklich darauf hin, dass die Gesundheitsfunktionen keine medizinischen Geräte ersetzen.
Mi Fitness verbindet Uhr und Smartphone
Schon die frühen Mi Bands machten mit langen Laufzeiten auf sich aufmerksam. Dieses Merkmal hat Xiaomi auch bei modernen Wearables beibehalten, obwohl Displays, Sensoren und Funktionen erheblich anspruchsvoller geworden sind.
Besonders Smart Bands erreichen unter typischen Nutzungsbedingungen Laufzeiten von vielen Tagen. Aber auch verschiedene Smartwatches sind darauf ausgelegt, deutlich länger als einen Tag ohne Ladegerät auszukommen.
Die tatsächliche Ausdauer hängt allerdings stark von der Nutzung ab. Ein dauerhaft aktiviertes Display, häufige Trainingsaufzeichnungen mit GNSS und kontinuierliche Messfunktionen benötigen zusätzliche Energie. Herstellerangaben zur maximalen Akkulaufzeit sollten deshalb immer im Zusammenhang mit dem jeweiligen Nutzungsszenario betrachtet werden.

Vom Fitness-Wearable zum Teil des Xiaomi-Ökosystems
Die zentrale Anwendung für zahlreiche aktuelle Xiaomi-Wearables ist Mi Fitness. Über sie werden Smartwatch beziehungsweise Fitness-Tracker mit dem Smartphone gekoppelt und die erfassten Daten zusammengeführt.
Dort lassen sich unter anderem Aktivitäts-, Trainings-, Schlaf- und Gesundheitsinformationen einsehen. Gleichzeitig dient die App zur Verwaltung verschiedener Einstellungen, Benachrichtigungen und Zifferblätter.
Die Kompatibilität hängt vom jeweiligen Modell ab. Viele Xiaomi-Wearables lassen sich sowohl mit Android-Smartphones als auch mit dem iPhone verwenden. Einzelne Funktionen können jedoch vom Smartphone, Betriebssystem, der Region oder weiteren Voraussetzungen abhängen.
Gerade bei der Kombination mit Xiaomi-Smartphones können zusätzliche Möglichkeiten entstehen. Das Unternehmen verknüpft seine neueren Wearables zunehmend mit dem eigenen HyperOS-Ökosystem und weiteren Xiaomi-Geräten.

Wear OS ist nur bei ausgewählten Xiaomi Watches relevant
Moderne Xiaomi-Smartwatches beschränken sich nicht mehr auf Fitness-Tracking und Smartphone-Benachrichtigungen. Abhängig vom Modell stehen beispielsweise Bluetooth-Telefonie, Musiksteuerung, Kalender, Wetterinformationen, Kamera-Fernsteuerung und weitere Alltagsfunktionen zur Verfügung.
Bei ausgewählten Uhren kommt NFC für kontaktloses Bezahlen hinzu. Ob diese Funktion genutzt werden kann, hängt unter anderem von Region, unterstütztem Zahlungsdienst und Bank beziehungsweise Karte ab.
Bei neueren Generationen spielt außerdem die Vernetzung innerhalb des Xiaomi-Ökosystems eine größere Rolle. Kompatible Geräte können beispielsweise mit Funktionen von Xiaomi Smart Hub zusammenarbeiten. Die Möglichkeiten hängen dabei vom verwendeten Smartphone, der HyperOS-Version und den verbundenen Produkten ab.
Xiaomi entwickelt seine Wearables damit zunehmend als Bestandteil eines größeren Geräteverbunds. Wer bereits Smartphone, Kopfhörer oder Smart-Home-Produkte der Marke nutzt, kann davon stärker profitieren als bei einer vollständig gemischten Geräteumgebung.
Xiaomi und Amazfit: heute klar getrennte Marken
Bei der Software verfolgt Xiaomi keinen einheitlichen Ansatz für sämtliche Wearables. Die meisten Smart Bands, REDMI Watches und verschiedene Xiaomi-Watch-Modelle nutzen schlanke herstellereigene Systeme, die auf Fitness, Benachrichtigungen und lange Akkulaufzeiten ausgerichtet sind.
Daneben hat Xiaomi mit Modellen wie der Watch 2 und Watch 2 Pro auch Smartwatches mit Googles Wear OS angeboten. Diese Geräte ermöglichen den Zugriff auf ein umfangreicheres App-Ökosystem und Google-Dienste, benötigen aufgrund ihrer leistungsfähigeren Plattform aber häufiger neue Energie.
Die Wahl des Betriebssystems ist deshalb ein wichtiges Kaufkriterium. Wer möglichst viele Smartwatch-Apps und Google-Dienste nutzen möchte, stellt andere Anforderungen als jemand, der eine lange Akkulaufzeit, Sportfunktionen und einfache Smartphone-Benachrichtigungen priorisiert.

Preis-Leistungs-Verhältnis als Teil der Markenstrategie
In älteren Texten über Xiaomi-Wearables taucht häufig der Name Amazfit auf. Das hat historische Gründe. Das Unternehmen Huami arbeitete eng mit Xiaomi zusammen und entwickelte beziehungsweise produzierte über Jahre verschiedene Wearables für die Marke.
Gleichzeitig baute Huami mit Amazfit eine eigene Wearable-Marke auf. Daraus entstand jedoch keine Xiaomi-Tochtermarke. Huami firmiert heute als Zepp Health und führt Amazfit als eigene Consumer-Marke.
Modelle wie Amazfit Pace, Stratos, Bip oder Verge sollten deshalb nicht als Xiaomi-Smartwatches eingeordnet werden. Sie gehören zur Entwicklungsgeschichte von Amazfit beziehungsweise Zepp Health. Xiaomi verfügt inzwischen über ein umfangreiches eigenes Smartwatch- und Fitness-Tracker-Portfolio.
Die historische Verbindung erklärt, warum Xiaomi und Amazfit in älteren Produktbeschreibungen häufig miteinander vermischt werden. Für eine heutige Kaufentscheidung sollten die beiden Marken jedoch getrennt betrachtet werden.
Welche Xiaomi Smartwatch passt zu Ihnen?
Ein wesentlicher Grund für den Erfolg der Xiaomi-Wearables ist das breite Angebot in unterschiedlichen Preisklassen. Schon das ursprüngliche Mi Band machte Fitness-Tracking für vergleichsweise wenig Geld zugänglich.
Dieses Prinzip ist bis heute erkennbar. Smart Bands bilden einen günstigen Einstieg, während REDMI Watches viele typische Smartwatch-Funktionen zu vergleichsweise moderaten Preisen anbieten. Umfangreichere Xiaomi-Watch-Modelle decken wiederum höhere Ansprüche an Materialien, Navigation, Konnektivität und Design ab.

Dadurch können Nutzer stärker danach auswählen, welche Funktionen sie tatsächlich benötigen. Wer hauptsächlich Schritte, Schlaf und Training erfassen möchte, benötigt nicht zwangsläufig eine umfangreiche Smartwatch. Umgekehrt stehen für anspruchsvollere Nutzer Modelle mit eigenständiger Satellitenortung, hochwertigen AMOLED-Displays und zusätzlichen smarten Funktionen zur Verfügung.
FAQ zu Xiaomi Smartwatches
Bei der Auswahl sollten Sie zunächst entscheiden, ob Sie einen kompakten Fitness-Tracker oder eine klassische Smartwatch suchen. Xiaomi Smart Bands eignen sich insbesondere für Nutzer, die ein leichtes Wearable für Aktivität, Sport und Schlaf bevorzugen.
REDMI Watches bieten größere Displays und erweitern das Konzept um zusätzliche Smartwatch-Funktionen. Sie sind besonders interessant, wenn ein möglichst breiter Funktionsumfang zu einem moderaten Preis gewünscht ist.
Die höher positionierten Xiaomi Watches richten sich an Nutzer, die stärker auf Verarbeitung, Design, umfangreiche Sportfunktionen oder eine tiefere Integration in das Xiaomi-Ökosystem achten. Innerhalb dieser Kategorie sollte zusätzlich geprüft werden, welches Betriebssystem das jeweilige Modell verwendet.
Weitere wichtige Kriterien sind Akkulaufzeit, GNSS, Displaygröße, Wasserbeständigkeit, Bluetooth-Telefonie und gewünschte Gesundheitsfunktionen. Da Xiaomi sein Portfolio regelmäßig aktualisiert, ist eine Auswahl nach diesen Eigenschaften langfristig sinnvoller als die Orientierung allein an einer bestimmten Modellnummer.

Welche Wearables bietet Xiaomi an?
Das Angebot reicht von kompakten Xiaomi Smart Bands über preisgünstige REDMI Watches bis zu umfangreicher ausgestatteten Xiaomi-Watch-Modellen. Die einzelnen Produktfamilien unterscheiden sich insbesondere bei Displaygröße, Navigation, Smartwatch-Funktionen und Ausstattung.
Ist Amazfit eine Marke von Xiaomi?
Nein. Amazfit ist eine Consumer-Marke von Zepp Health, dem früheren Unternehmen Huami. Zwischen Huami und Xiaomi bestand historisch eine enge Zusammenarbeit bei Wearables. Amazfit ist jedoch keine Xiaomi-Tochtermarke und sollte heute als eigenständige Marke betrachtet werden.
Welche App benötigen Xiaomi Smartwatches?
Für zahlreiche aktuelle Xiaomi Smartwatches und Fitness-Tracker wird die Mi Fitness App verwendet. Über sie lassen sich die Geräte koppeln, Einstellungen verwalten sowie Trainings-, Aktivitäts-, Schlaf- und weitere erfasste Daten einsehen.
Funktionieren Xiaomi Wearables mit Android und iPhone?
Viele Modelle unterstützen sowohl Android als auch iOS. Die genauen Voraussetzungen unterscheiden sich jedoch zwischen den Geräten. Bestimmte Funktionen können außerdem nur in Verbindung mit kompatiblen Xiaomi-Smartphones beziehungsweise bestimmten Betriebssystemversionen verfügbar sein.
Wie lange hält der Akku einer Xiaomi Smartwatch?
Das hängt stark vom jeweiligen Modell und der Nutzung ab. Smart Bands und verschiedene Xiaomi- beziehungsweise REDMI-Watches erreichen unter typischen Bedingungen Laufzeiten von vielen Tagen. Always-on-Display, GNSS-Aufzeichnungen und intensive Sensornutzung können die Laufzeit deutlich verkürzen.
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