Polar Smartwatches
Polar Smartwatches & Uhren
Vom Pulsmesser zur modernen Multisportuhr
Polar: Herzfrequenzmessung mit jahrzehntelanger Tradition
Die Geschichte von Polar begann Mitte der 1970er-Jahre in Finnland. Die Idee entstand aus einem Problem, das Sportler damals gut kannten: Während des Trainings ließ sich die Herzfrequenz nicht komfortabel und zuverlässig messen. Polar wurde 1976 gegründet und begann damit, Lösungen für die kabellose Herzfrequenzmessung zu entwickeln.
1982 brachte das Unternehmen den ersten tragbaren kabellosen Herzfrequenzmesser auf den Markt. Damit legte Polar einen wichtigen Grundstein für eine Produktkategorie, die heute bei Sportuhren und Fitness Wearables selbstverständlich erscheint.
Über die folgenden Jahrzehnte entwickelte Polar seine Messtechnik und Trainingsanalyse kontinuierlich weiter. Dabei blieb der Schwerpunkt weitgehend unverändert: Statt möglichst viele Smartphone-Funktionen ans Handgelenk zu bringen, konzentriert sich Polar vor allem auf Training, Belastung, Erholung, Schlaf und die Interpretation körperbezogener Daten.

Vantage V3: Polars leistungsfähige Premium-Multisportuhr
Die Entwicklung von Polar zeigt, wie stark sich Sportuhren verändert haben. Frühere Geräte konzentrierten sich hauptsächlich auf Herzfrequenz und Trainingsdauer. Aktuelle Polar-Uhren vereinen dagegen eine Vielzahl von Sensoren und Auswertungsmöglichkeiten in einem Gehäuse.
Je nach Modell gehören heute beispielsweise optische Pulsmessung, Dual-Frequenz-GPS, Schlaf- und Erholungsanalyse, Trainingsbelastung, Navigation und Offline-Karten zur Ausstattung. Bei neueren höherklassigen Modellen kommen zusätzlich SpO₂, Hauttemperatur und EKG am Handgelenk hinzu.
Polar versteht diese Informationen nicht als voneinander isolierte Messwerte. Die Daten werden vielmehr dazu verwendet, Zusammenhänge zwischen Training, Belastung und Erholung sichtbar zu machen. Genau diese sportwissenschaftliche Ausrichtung unterscheidet die Marke von vielen klassischen Smartwatch-Herstellern.
Vantage M3: viele High-End-Funktionen in kompakterem Format
Die Vantage-Serie gehört seit vielen Jahren zu den wichtigsten Modellreihen von Polar. Während die ursprünglichen Vantage V und Vantage M inzwischen älteren Generationen angehören, zeigt die Vantage V3, wie stark sich die Plattform weiterentwickelt hat.
Die Vantage V3 besitzt ein hochauflösendes AMOLED-Touchdisplay und Dual-Frequenz-GPS. Die Nutzung zweier GNSS-Frequenzbereiche kann insbesondere unter schwierigeren Bedingungen zu einer genaueren Positionsbestimmung beitragen. Für Navigation und Outdoor-Aktivitäten stehen zudem Offline-Karten zur Verfügung.
Im Mittelpunkt bleibt dennoch das Training. Die Vantage V3 unterstützt umfangreiche Leistungs-, Belastungs- und Erholungsanalysen. Dazu gehören beispielsweise Training Load Pro, Recovery Pro, Running Power am Handgelenk und verschiedene Leistungs- und Fitnesstests.
Damit richtet sich die Vantage V3 insbesondere an ambitionierte Ausdauer- und Multisportler, die ihre Trainingsplanung anhand umfangreicher Daten steuern möchten.

Polar Elixir: mehr als optische Pulsmessung
Mit der Vantage M3 bietet Polar eine kompaktere Multisportuhr an. Sie übernimmt zahlreiche Technologien der höher positionierten Modelle und kombiniert sie mit einem leichteren Gehäuse.
Zur Ausstattung gehören ein 1,28 Zoll großes AMOLED-Touchdisplay, Dual-Frequenz-GPS, Offline-Karten und die Polar-Elixir-Biosensorik. Mehr als 150 Sportprofile stehen zur Auswahl. Abhängig von den persönlichen Schwerpunkten lässt sich die Uhr damit für Laufen, Radfahren, Schwimmen, Krafttraining, Wintersport und zahlreiche weitere Aktivitäten konfigurieren.
Auch Trainingsbelastung, Schlaf und Erholung werden ausgewertet. Polar gibt für die Vantage M3 eine Akkulaufzeit von bis zu sieben Tagen im Smartwatch-Modus sowie bis zu 30 Stunden im Trainingsmodus mit maximaler Aufzeichnung an.
Damit eignet sich die Vantage M3 vor allem für vielseitig aktive Nutzer, die umfangreiche Trainingsfunktionen wünschen, aber keine große Premium- oder Outdoor-Uhr tragen möchten.

EKG am Handgelenk und orthostatischer Test
Die Herzfrequenzmessung bleibt ein Kernbereich von Polar, doch moderne Modelle erfassen inzwischen deutlich mehr Daten. Unter der Bezeichnung Polar Elixir fasst der Hersteller seine aktuelle Biosensorik-Plattform zusammen.
Bei entsprechend ausgestatteten Uhren kombiniert Elixir mehrere Messverfahren. Neben der optischen Herzfrequenzmessung können beispielsweise die Sauerstoffsättigung im Blut und Veränderungen der Hauttemperatur während der Nacht erfasst werden.
Hinzu kommt bei ausgewählten Modellen die Möglichkeit, ein EKG direkt am Handgelenk aufzuzeichnen. Dabei werden die elektrischen Signale des Herzens über Elektroden an der Uhr erfasst.
Die zusätzlichen Sensoren ermöglichen Polar zugleich neue Formen der Trainings- und Erholungsanalyse. Welche Elixir-Funktionen verfügbar sind, hängt vom jeweiligen Modell ab.
Grit X2 Pro: robuste Outdoor-Uhr mit Saphirglas
Das EKG aktueller Polar-Uhren dient nicht nur dazu, eine Herzkurve aufzuzeichnen. Polar bindet die elektrische Messung auch in seine sportwissenschaftlichen Funktionen ein.
Bei kompatiblen Modellen lässt sich beispielsweise ein orthostatischer Test ohne zusätzlichen Brustgurt durchführen. Dieser Test untersucht die Reaktion des Körpers auf den Wechsel zwischen Liegen und Stehen und kann bei regelmäßiger Anwendung Informationen über Erholung und Belastung liefern.
Damit unterscheidet sich die Ausrichtung von der EKG-Funktion mancher klassischer Smartwatches. Bei Polar steht besonders die Nutzung der Messwerte für Training und Regeneration im Vordergrund.
Gesundheits- und Fitnessdaten einer Sportuhr ersetzen jedoch keine medizinische Untersuchung. Bei Beschwerden oder auffälligen Werten sollte eine ärztliche Abklärung erfolgen.

Grit X2: Outdoor-Funktionen im kompakteren Format
Während sich die Vantage-Serie vor allem an leistungsorientierte Multisportler richtet, konzentriert sich die Grit-X-Familie stärker auf Outdoor-Aktivitäten und Abenteuer.
Die Grit X2 Pro gehört zu den besonders robusten Polar-Uhren. Sie besitzt ein AMOLED-Display mit Saphirkristallglas und wurde nach MIL-STD-810H auf unterschiedliche Umweltbedingungen getestet. Polar gibt eine Wasserbeständigkeit von WR100 an.
Dual-Frequenz-GPS und topografische Offline-Karten unterstützen die Navigation. Zusätzlich stehen verschiedene Outdoor- und Trainingsfunktionen zur Verfügung. Barometrische Daten, Routenführung und weitere Navigationswerkzeuge machen die Uhr insbesondere für längere Aktivitäten in der Natur interessant.
Auch die Polar-Elixir-Sensorik gehört zur Ausstattung. Damit verbindet die Grit X2 Pro Outdoor- und Navigationsfunktionen mit den umfangreichen Trainings-, Gesundheits- und Erholungsanalysen der aktuellen Polar-Plattform.

Ignite 3: Fitness, Schlaf und Wohlbefinden
Unterhalb der Grit X2 Pro bietet Polar mit der Grit X2 eine kompaktere Outdoor-Uhr an. Auch sie besitzt ein AMOLED-Display mit Saphirglas und unterstützt umfangreiche Navigations- und Trainingsfunktionen.
Dual-Frequenz-GPS verbessert die Voraussetzungen für eine zuverlässige Positionsbestimmung. Gleichzeitig können vollfarbige Karten auf der Uhr verwendet werden. Dadurch lässt sich eine geplante Route direkt am Handgelenk verfolgen.
Die Grit X2 richtet sich damit an Nutzer, die Outdoor- und Multisportfunktionen wünschen, aber nicht zwangsläufig das größere beziehungsweise höher positionierte Pro-Modell benötigen.
Pacer und Pacer Pro: Sportuhren für Läufer
Nicht jeder Polar-Nutzer trainiert für einen Marathon, Triathlon oder ein anspruchsvolles Outdoor-Abenteuer. Mit der Ignite-Serie spricht der Hersteller stärker Menschen an, die Fitness, Gesundheit und Wohlbefinden in ihren Alltag integrieren möchten.
Die Polar Ignite 3 besitzt ein AMOLED-Touchdisplay und erfasst unter anderem Aktivität, Herzfrequenz und Schlaf. Trainings- und Erholungsfunktionen helfen dabei, das tägliche Aktivitätsniveau besser an die persönliche Verfassung anzupassen.

Eine wichtige Rolle spielt FitSpark. Die Funktion schlägt auf Basis verschiedener Informationen Trainingseinheiten vor. Dadurch kann die Uhr als digitaler Trainingsbegleiter dienen, ohne dass der Nutzer selbst einen umfangreichen Trainingsplan erstellen muss.
Auch Nightly Recharge und Sleep Plus Stages gehören zu Polars Konzept, Belastung und Erholung gemeinsam zu betrachten.
Street X: Polar bringt die Sportuhr in die Stadt
Mit der Pacer-Serie richtet sich Polar besonders an Läufer. Die Modelle konzentrieren sich auf die Funktionen, die für Lauftraining und Leistungsentwicklung wichtig sind.
Die Polar Pacer bietet GPS, optische Pulsmessung und verschiedene Trainingswerkzeuge. Die Pacer Pro erweitert das Konzept unter anderem um zusätzliche Leistungs- und Outdoor-Funktionen.
Zu den interessanten Möglichkeiten gehört Running Power am Handgelenk. Dabei wird die Laufleistung in Watt berechnet. Die Leistung kann neben Herzfrequenz und Tempo als weitere Größe zur Steuerung der Trainingsintensität verwendet werden.
Wer hauptsächlich läuft und keine umfangreiche Premium- oder Outdoor-Uhr benötigt, findet in der Pacer-Familie eine gezielter ausgerichtete Alternative zu Vantage und Grit X.
Polar Loop: Fitness Tracker ohne Display und ohne Abo
Mit der Street X hat Polar sein Angebot 2026 um eine neue Modellfamilie erweitert. Die Uhr richtet sich an Menschen, die Sport, Alltag und Training in urbaner Umgebung miteinander verbinden möchten.
Die Street X besitzt ein 1,28 Zoll großes AMOLED-Touchdisplay, integriertes GPS, Barometer und Routenführung. Das Gehäuse ist stoßfest ausgelegt und wurde nach Militärstandard getestet.

Eine Besonderheit ist die integrierte LED-Taschenlampe mit zusätzlicher Rotlichtfunktion. Dadurch bietet die Uhr insbesondere bei Trainingseinheiten in der Dämmerung oder Dunkelheit einen praktischen Zusatznutzen.
Mit der Street X erweitert Polar sein klassisches Lauf- und Multisportangebot damit um eine Uhr, die ausdrücklich auf den sportlichen Alltag in der Stadt zugeschnitten ist.
Training Load Pro: Belastung richtig einordnen
Auch bei Fitness Trackern hat Polar sein Angebot neu ausgerichtet. Der aktuelle Polar Loop greift zwar einen bekannten Namen aus der Geschichte des Herstellers auf, verfolgt aber ein modernes Konzept.
Das Fitnessarmband besitzt bewusst kein Display. Es soll rund um die Uhr getragen werden und Gesundheits- und Aktivitätsdaten möglichst unauffällig im Hintergrund erfassen. Dazu gehören Herzfrequenz, Schlaf und tägliche Aktivität.

Polar verzichtet außerdem auf ein verpflichtendes Abonnement. Die Daten werden in das bestehende Polar-Flow-Ökosystem integriert.
Mit nur 29 Gramm ist das Wearable auf möglichst hohen Tragekomfort ausgelegt. Gerade nachts kann der Verzicht auf ein Display von Vorteil sein, weil keine Anzeige aufleuchtet und das Gerät vergleichsweise unauffällig am Handgelenk bleibt.
Damit richtet sich der Polar Loop an Nutzer, die ihre Aktivität und Erholung beobachten möchten, aber weder eine klassische Smartwatch noch eine umfangreiche Sportuhr tragen wollen.
Recovery Pro und Nightly Recharge: Erholung gehört zum Training
Ein wesentliches Merkmal der Polar-Plattform ist die Analyse der Trainingsbelastung. Statt lediglich zu erfassen, dass ein Workout stattgefunden hat, versucht Polar einzuordnen, wie stark es den Körper beansprucht.
Training Load Pro stellt dafür unterschiedliche Informationen zur Trainingsbelastung bereit. Dadurch lässt sich beobachten, wie sich die Belastung über einen längeren Zeitraum entwickelt.

Das ist insbesondere für regelmäßig trainierende Sportler interessant. Zu wenig Belastung kann Trainingsfortschritte begrenzen, während dauerhaft sehr hohe Belastung die Erholung erschweren kann.
Die Uhr soll deshalb nicht nur dokumentieren, was bereits geleistet wurde, sondern auch bei der langfristigen Trainingssteuerung unterstützen.
Schlaftracking mit Sleep Plus Stages und SleepWise
Polar beschäftigt sich seit vielen Jahren nicht nur mit Belastung, sondern auch mit Regeneration. Je nach Modell stehen dafür unterschiedliche Funktionen zur Verfügung.
Recovery Pro richtet sich stärker an ambitionierte Sportler und hilft dabei, die körperliche Erholung im Verhältnis zur Trainingsbelastung zu beurteilen. Bei aktuellen kompatiblen Uhren kann dafür unter anderem der orthostatische Test verwendet werden.
Nightly Recharge verfolgt einen stärker automatisierten Ansatz. Die Funktion betrachtet die nächtliche Erholung und setzt unterschiedliche Informationen in Beziehung zueinander.
Dadurch erhalten Nutzer Hinweise darauf, wie gut sich der Körper von den Belastungen des vorherigen Tages erholt hat. Solche Informationen können bei der Entscheidung helfen, ob am nächsten Tag ein intensives Training oder eher eine leichtere Einheit sinnvoll erscheint.

Dual-Frequenz-GPS und Offline-Karten
Schlaf spielt bei Polar eine wichtige Rolle, weil Erholung und sportliche Leistungsfähigkeit eng miteinander verbunden sind. Deshalb beschränkt sich die Analyse nicht auf die reine Schlafdauer.
Sleep Plus Stages erfasst verschiedene Schlafphasen und bereitet Informationen zur Qualität und Struktur des Schlafs auf. SleepWise nutzt Schlafinformationen zusätzlich, um abzuschätzen, wie sich der Schlaf auf die Wachheit und Leistungsbereitschaft während des Tages auswirken kann.
Die Kombination aus Schlaf-, Trainings- und Erholungsdaten gehört zu den Bereichen, in denen Polar seine sportwissenschaftliche Ausrichtung besonders deutlich macht.
Die Polar M600 und Wear OS gehören zur Markengeschichte
Auch bei Navigation und Standortbestimmung hat Polar technisch deutlich aufgerüstet. Modelle wie Vantage V3, Vantage M3, Grit X2 und Grit X2 Pro unterstützen Dual-Frequenz-GPS.
Dabei werden Satellitensignale auf zwei Frequenzbereichen genutzt. Das kann insbesondere zwischen hohen Gebäuden, in Wäldern oder in anderem schwierigen Gelände zu einer besseren Positionsbestimmung beitragen.
Die aktuellen höherklassigen Modelle können außerdem Offline-Karten direkt auf der Uhr speichern. Damit lassen sich Karten auch dort verwenden, wo keine Mobilfunkverbindung vorhanden ist.
Routen und weitere Navigationsfunktionen machen diese Uhren dadurch nicht nur für Läufer und Radfahrer, sondern auch für Wanderer und andere Outdoor-Sportler interessant.
Polar Flow: Trainingsdaten an einem zentralen Ort
Polar experimentierte zeitweise auch mit einer stärker klassischen Smartwatch-Ausrichtung. Das bekannteste Beispiel ist die 2016 vorgestellte Polar M600, die Android Wear beziehungsweise später Wear OS von Google verwendete.
Dadurch konnten Apps installiert und typische Smartwatch-Funktionen genutzt werden. Gleichzeitig brachte Polar seine eigenen Sport- und Trainingsfunktionen auf die Google-Plattform.

Heute spielt Wear OS im Polar-Sortiment keine Rolle mehr. Aktuelle Uhren setzen auf Polars eigene Softwareplattform und konzentrieren sich stärker auf Sport, Gesundheit, Navigation und Erholung.
Die M600 ist deshalb vor allem als interessantes Kapitel der Unternehmensgeschichte einzuordnen und nicht mehr repräsentativ für aktuelle Polar-Uhren.
Polar Flow for Coach für Trainer und Athleten
Die Polar Flow App und der dazugehörige Webservice bilden die zentrale Plattform für die Daten der Polar-Geräte. Dort werden Trainingseinheiten, Aktivität, Schlaf und weitere Informationen zusammengeführt.
Sportler können ihre Entwicklung über längere Zeiträume verfolgen, Trainingsziele erstellen und aufgezeichnete Einheiten detailliert analysieren. Die Sportprofile lassen sich ebenfalls an die persönlichen Anforderungen anpassen.

Polar Flow ist dadurch weit mehr als eine Anwendung zum Synchronisieren einer Uhr. Gerade für ambitionierte Nutzer ist die langfristige Auswertung der Trainingsdaten ein wesentlicher Bestandteil des Polar-Ökosystems.
Auch die Zusammenarbeit mit anderen Plattformen ist möglich. Dadurch können Trainingsdaten abhängig vom jeweiligen Dienst beispielsweise mit Anwendungen wie Strava oder TrainingPeaks ausgetauscht werden.
H10, H9 und Verity Sense: externe Herzfrequenzsensoren
Polar richtet sich nicht ausschließlich an Einzelsportler. Mit Polar Flow for Coach steht eine Plattform zur Verfügung, über die Trainer ihre Athleten betreuen und Trainingseinheiten auswerten können.
Trainingspläne und absolvierte Einheiten lassen sich dadurch gemeinsam betrachten. Gerade für leistungsorientierte Sportler kann das hilfreich sein, weil Trainer Zugriff auf relevante Trainingsinformationen erhalten und die weitere Planung entsprechend anpassen können.
Damit unterscheidet sich das Polar-Ökosystem von vielen Smartwatch-Plattformen, die hauptsächlich auf den einzelnen Endnutzer ausgerichtet sind.

Smartwatch-Funktionen bewusst auf das Wesentliche konzentriert
Trotz immer leistungsfähigerer optischer Sensoren am Handgelenk hält Polar an externen Herzfrequenzsensoren fest. Sie können für bestimmte Sportarten oder besonders gezielte Messungen eine sinnvolle Ergänzung zur Uhr darstellen.
Der Polar H10 ist ein Brustgurt mit elektrischem Herzfrequenzsensor und gehört zu den bekanntesten Produkten des Herstellers. Mit dem H9 steht eine weitere Brustgurt-Lösung zur Verfügung.
Der Verity Sense verfolgt ein anderes Konzept. Dabei handelt es sich um einen optischen Herzfrequenzsensor, der beispielsweise am Ober- oder Unterarm getragen werden kann. Dadurch eignet er sich für Nutzer, die keinen Brustgurt tragen möchten, die Messung aber vom Handgelenk weg verlagern wollen.
Viele Polar-Uhren lassen sich über Bluetooth mit diesen Sensoren koppeln. Welche Kombinationen unterstützt werden, sollte für das jeweilige Modell geprüft werden.
Android und iPhone werden unterstützt
Polar-Uhren sind in erster Linie Sport- und Fitnessuhren. Zwar bieten aktuelle Modelle verschiedene Smartwatch-Funktionen, der Schwerpunkt unterscheidet sich jedoch deutlich von einer Apple Watch oder einer Wear-OS-Smartwatch.
Benachrichtigungen vom Smartphone, Wetterinformationen und eine Musiksteuerung gehören bei verschiedenen Modellen zum Funktionsumfang. Ein umfangreicher App-Store mit frei installierbaren Anwendungen steht dagegen nicht im Mittelpunkt des Konzepts.
Das kann je nach Nutzer ein Vor- oder Nachteil sein. Wer möglichst viele Smartphone-Funktionen direkt am Handgelenk benötigt, findet bei anderen Plattformen ein breiteres Angebot. Wer dagegen Training, Navigation, Erholung und lange Akkulaufzeiten priorisiert, profitiert von Polars Spezialisierung.
Worauf sollten Sie beim Kauf einer Polar Uhr achten?
Polar Flow steht für Android und iOS zur Verfügung. Dadurch können aktuelle Polar-Geräte mit kompatiblen Smartphones beider Plattformen verwendet und synchronisiert werden.
Einzelne Funktionen können sich abhängig vom Smartphone-Betriebssystem und der jeweiligen Uhr unterscheiden. Vor dem Kauf sollte deshalb geprüft werden, ob eine persönlich wichtige Smartwatch-Funktion mit dem verwendeten Smartphone vollständig unterstützt wird.
Für die grundlegende Nutzung des Polar-Ökosystems sind Nutzer jedoch nicht auf eine einzige Smartphone-Plattform festgelegt.

FAQ zu Polar Smartwatches und Sportuhren
Das Polar-Sortiment deckt mittlerweile sehr unterschiedliche Anforderungen ab. Deshalb lohnt es sich zunächst zu klären, welche Art von Training und welche Auswertungen im Mittelpunkt stehen sollen.
- Vantage V3: für ambitionierte Multisport- und Ausdauersportler mit hohen Ansprüchen an Training, Erholung und Navigation
- Vantage M3: kompakter Multisport-Allrounder mit AMOLED, Karten und umfangreicher Biosensorik
- Grit X2 Pro: besonders robuste Premium-Uhr für Outdoor-Sport und anspruchsvolle Abenteuer
- Grit X2: kompaktere Outdoor-Alternative mit Saphirglas, Karten und Dual-Frequenz-GPS
- Ignite 3: stärker auf Fitness, Schlaf, Wohlbefinden und alltagstaugliches Training ausgerichtet
- Pacer und Pacer Pro: speziell für Läufer interessante Sportuhren
- Street X: robuste Sportuhr für Training und Alltag in urbaner Umgebung
- Polar Loop: displayloser Fitness Tracker für Aktivität, Schlaf und Erholung
Neben dem Modell sollten auch Größe und Gewicht, Displaytechnik, Akkulaufzeit, GPS, Karten, gewünschte Biosensoren und die Unterstützung externer Herzfrequenzsensoren in die Entscheidung einfließen.

Was unterscheidet Polar von klassischen Smartwatch-Herstellern?
Polar konzentriert sich besonders auf Sport, Trainingssteuerung, Herzfrequenz, Schlaf und Erholung. Aktuelle Uhren bieten zwar auch verschiedene Smartwatch-Funktionen, verzichten aber auf einen umfangreichen App-Store. Im Mittelpunkt steht die Analyse körperlicher Belastung und Leistungsentwicklung.
Welche Polar Uhr eignet sich für ambitionierte Sportler?
Die Vantage V3 gehört zu den umfangreichsten Multisportuhren von Polar. Sie kombiniert Dual-Frequenz-GPS, Offline-Karten, Polar-Elixir-Biosensorik sowie zahlreiche Trainings- und Erholungsfunktionen. Für Outdoor-Sportler bietet die Grit X2 Pro eine besonders robuste Alternative.
Können Polar Uhren ein EKG aufzeichnen?
Ausgewählte aktuelle Modelle mit Polar-Elixir-Biosensorik können ein EKG am Handgelenk aufzeichnen. Dazu gehören beispielsweise Vantage V3, Vantage M3 und Grit X2 Pro. Die Funktion kann unter anderem für Polars Trainings- und Erholungsanalysen genutzt werden. Eine Sportuhr ersetzt jedoch keine medizinische Untersuchung.
Welche Sportarten unterstützen Polar Uhren?
Polar stellt für aktuelle Sportuhren eine sehr große Auswahl an Sportprofilen bereit. Die Vantage M3 bietet beispielsweise mehr als 150 Profile. Dazu gehören unter anderem Laufen, Radfahren, Schwimmen, Krafttraining, Rudern und verschiedene Wintersportarten. Die gewünschten Profile werden über Polar Flow verwaltet.
Funktionieren Polar Uhren mit Android und iPhone?
Polar Flow ist sowohl für Android als auch für iOS erhältlich. Aktuelle Polar-Uhren können mit kompatiblen Smartphones beider Plattformen synchronisiert werden. Bei einzelnen Smartwatch-Funktionen können abhängig von Betriebssystem und Modell Unterschiede bestehen.
Brauche ich für eine Polar Uhr einen Brustgurt?
Nein. Aktuelle Polar-Uhren besitzen eine optische Herzfrequenzmessung am Handgelenk. Ein Brustgurt wie der Polar H10 oder H9 kann jedoch für bestimmte Trainingsarten und Anforderungen eine sinnvolle Ergänzung sein. Viele Polar-Uhren unterstützen die Verbindung zu externen Herzfrequenzsensoren über Bluetooth.
Polar Smartwatch Testberichte
Polar Smartwatch News
* Alle Preise inkl. der jeweils geltenden gesetzlichen Mehrwertsteuer, ggfs. zzgl. Versandkosten. Alle Angaben ohne Gewähr.